Haben Sie den letzten Abschnitt des zitierten Absatzes nicht gelesen oder nicht verstanden? Und, tja, aber von den Top Ten sind es sogar tatsächlich alle.
Doch, habe ich. Deswegen schreibe ich das ja.
Diese Binsenweisheit höre ich schon seit Jahren, aber sie ist falsch. Es gibt für jeden Einsatz mehrere passende Betriebssysteme, und welches die richtige Wahl ist, hängt üblicherweise weniger vom Einsatzzweck selbst, als von anderen Faktoren ab.
Ja, das behauptet Steve Ballmer auch immer. Bis jetzt konnte mir aber noch niemand sachlich begründen, wo Windows Linux denn abgehängt haben soll. Können Sie?
Ich sehe keinen einzigen sachlichen Grund, warum Linux ausgerechnet vor zehn Jahren eine besondere Chance gehabt haben sollte. Nur weil das damals von ein paar Enthusiasten gehyped wurde? Die Chancen von Linux auf dem Desktop waren vor zehn Jahren genau dieselben wie vor fünfzehn Jahren, vor fünf Jahren, und heute. Im Prinzip sind sie dank mehr und ausgereifterer Software heute sogar besser als je zuvor.
Ich sehe auch keinen Grund, warum der "Kampf um den Desktop" schon verloren sein sollte. Ehrlich gesagt, sehe ich nicht einmal einen "Kampf um den Desktop". Aus vielen sehr guten Gründen sind zwar viele Leute daran interessiert, die Dominanz der Microsoft-Monokultur zu brechen, aber kein vernünftiger Mensch auf der Welt würde die dann durch eine Linux- oder sonstige Monokultur ersetzen wollen. Es geht dabei nicht um Marktanteile, sondern um die Erschaffung einer gesunden Vielfalt.
Da spielt es derzeit zweifellos seine grösste und wichtigste Rolle, nimmt aber auch in anderen Bereichen eine herausragende Stellung ein -- vom High Performance Computing über Infrastruktur und Telekommunikation bis hin zu Smartphones, Multimedia, Sicherheitstechnik, Clustering und Supercomputing, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

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