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Comeback des Mojo Club: Stiltempel in der Saufzone
DPAZwischen Ballermann und Gentrifizierung: Hamburgs Reeperbahn steckt in einer Identitätskrise. Da kommt die Wiedereröffnung des legendären Mojo Club gerade recht - ein retrofuturistischer Traum unter der Erde. Kehrt damit auch die Pop-Kultur auf den Kiez zurück?
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-816691.html
- #1 02.02.2013 12:11 von
Ein Konzept
auch grafisch weiterzuentwickeln ist keine Schande.....
- #2 02.02.2013 12:19 von
Ach Leute......
Wenn das "Party machen" heute primär aus saufen besteht und nicht aus tanzen und feiern, werden "wenger als € 1,- für 0,5 L Bier Läden" auch nicht verschwinden. Touristennnepp und Billigschrott sind für mich die Markenzeichen des Hamburger Kiez. Stress mit irgendwelchen streitsüchtigen, angetrunkenen oder anderweitig zugedröhnten Idioten tut sich doch keiner freiwillig an. Sofern der neue Mojo Club nicht € 20,- Eintritt und € 5,- für ein Bier aufruft, werde ich den gern besuchen.
- #3 02.02.2013 12:38 von
- #4 02.02.2013 12:56 von
Mich führt dort heute auch nichts mehr hin, obwohl ich nur 2 km entfernt wohne. Die Stimmung an der "großen Straße" ist schon lange gekippt.
Früher konnte man am Hamburger Berg noch gepflegt Party machen, aber die Zeiten sind heute auch vorbei. Der Hamburger Berg unterscheidet sich kaum noch von der Großen Freiheit. - #5 02.02.2013 13:27 von
war neulich nach vielen Jahren am WE mal wieder auf dem Kiez. Schrecklich !Tausende von volltrunkenen, mehr oder weniger auch aggressiven Vollpfosten unterwegs. War das schon immer so ?
Hat mich von den Gestalten her ein bisschen an die Engländersaufmeile in San Antonio-Ibiza erinnert. Bloss weg und Tschüss ! - #6 02.02.2013 13:27 von
geiz ist geil ???
Das mit den billigen geizigen Bierkiosken ist doch kein Hamburger Phänomen - in der altehrwürdigen Düsseldorfer Altstadt sieht es genau so aus. Mittlerweile geht der Einheimische am Freitag/Samstag nur noch ungern hin, da dort nur noch besoffene Kids aus dem Umland mit Bier/Wodka-Flaschen in der Hand rumtorkeln. Trotzdem: Der Mojo-Club war einer meiner Lieblingsläden in den 90ern und ich hoffe, dass er das Bild der sündigen Meile wieder positiv beeinflusst. Schade, dass es am Rhein so etwas nicht gibt...
- #7 02.02.2013 13:36 von
Alles hat seine Zeit
Tut sie das??
Ich sage mal: Niemand verliert seine Identität, wenn er seine äußere Gestalt im Laufe des Lebens den Zeitläufen anpasst.
War das nun ein Artikel über St.Pauli der den Mojo-Club?Da kommt die Wiedereröffnung des legendären Mojo Club gerade recht - ein retrofuturistischer Traum unter der Erde. Kehrt damit auch die Pop-Kultur auf den Kiez zurück?
Über letzteren kann ich nicht viel sagen: Ich bin nie in diesem "weltberühmten" Club gewesen. Aber nicht er ist es, der St.Pauli ausmacht. Es ist auch nicht die überhandnehmende "Systemgastronomie" oder die "Drink-In-Kioske" oder andere Veränderungen, die dem Bericht zufolge diesen Stadtteil herunterziehen. Selbst die reflexartig herbeizitierte "Gentrifizierung" mag den einen oder anderen ärgern (und ich wehre mich auch gegen die zitierten "Poppenbütteler", die ihre Söhne ins Viertel zum Wohnen schicken, um sich dann über den Lärm zu beschweren).
Das alles hat aber mit dem, was St. Pauli ausmacht, was diesem Stadtteil seine Berühmtheit beschert und ihn tatsächlich immer noch einzigartig macht, nichts zu tun.
Denn alles hat seine Zeit, und die Zeit St.Pauli's ist nicht die, während der ein SPON-Redakteur seine Beobachtungen aufschreibt oder ein Engel-und-Völkers-Makler seine Kunden durch die Strassen führt.
Leute, besinnt euch darauf, dass die Zeit St.Pauli's die Nacht ist: Von 11 Uhr abends bis vier Uhr morgens erlebt ihr ein Spektakel, dass vermutlich weltweit ohne Vorbild ist. Ich selbst kann nur den europäischen Maßstab zugrundelegen, hier bin ich in allen größeren Städten gewesen: Nirgends habe ich solche Turbulenz und bunte Lebendigkeit erlebt, wie auf der Reeperbahn und in den angrenzenden Strassen: Hans-Albers-Platz, Gr. Freiheit, Davidstr und viele andere. Das ganze Viertel, innen und außen, bei jedem Wetter, ist vollgepropft mit Atmosphäre. Es herrscht ein Brummen und Schwirren, eine Dichte an Menschen, Lichtern, Gerüchen, Geräuschen, die mir das Adrenalin in sämtliche Hautporen schießen lassen. Man kann es nicht beschreiben. Und ja doch: LÄRM! ist es, was manche empfinden, wo andere mitreißende Musik erleben.
Leben und leben lassen. Wenn's einen stört, geht man eben woanders hin. Auch der ruhige kleine Park mit dem Bismarkdenkmal, gleich gegenüber den "Tanzenden Türmen", die übrigens nicht jeder Hamburger als "Scheusal" empfindet, gehört zu St.Pauli :-)
Ich will nicht sagen, dass die Einlassungen der Besorgnisträger und Bedenkeninhaber unzutreffend seien. Nein, ich sage nur, dass sie am Kern dessen, was St.Pauli AUCH HEUTE NOCH ist, meilenweit vorbeigehen.
Und für mich ist es beruhigend zu erleben, dass alle "besorgniserregenden" Modernismen das wahre Herz von St.Pauli nicht die Spur haben beeinträchtigen können. Es schlägt kräftiger denn je. - #8 02.02.2013 15:42 von
- #9 03.02.2013 12:17 von
ich wohne seit 12 jahren nicht mehr in hamburg, sondern in london und dort findet man zum teil noch das alte "st pauli"....ich war entsetzt, dass das lemnitz nicht 24/7 offen hat und die tuerme am eingang sehen aus als ob man die reeperbahn unter sich begraben will. st pauli war immer deshalb so speziell weil es hier kneipen und clubs gab, die man so nicht so findet woanders in der welt. aber wenn man sieht, wie die schanze auch in ein glas und shopping spiesseviertel mutiert, dann wird der ganze bereich bald zu einem eppendorf fuer studis verkoomen sein...schade
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