..verglichen mit einem Schlafwagenzug der deutschen Bahn sind die Amtrak Fernzüge zwar alt aber superluxuriös. Außerdem ist das Essen deutlich besser.
Helge SobikVon Surferstränden zu Wasserfällen: Eine Fahrt mit dem bejahrten Coast Starlight Express ist wie eine Bilderreise voller USA-Nostalgie. In 37 Stunden legen die Passagiere die 2000 Kilometer lange Strecke von Los Angeles bis Seattle zurück - mit Luxus hat das wenig zu tun.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...848664,00.html
..verglichen mit einem Schlafwagenzug der deutschen Bahn sind die Amtrak Fernzüge zwar alt aber superluxuriös. Außerdem ist das Essen deutlich besser.
San Diego - LA mit der Bahn ist für jemand, der die Freizügigkeit des Bahnfahrens in D zu schätzen weiß, ein Erlebnis.
1. Bf. Santa FE von San Diego: Schöne Architektur
2. Fahrkarte kaufen nur mit ID-card
3. Auf dem Bahnsteig eine Schlange machen. Bestimmte Gruppen dürfen wie im Flieger zuerst in die Doppelstockwaggons. Dann ich mit meinem Rad (Hängevorrichtungen wie im IC für 2 Fahrräder
4. Dann der Rest der Paxe
5. Jede Menge Personal wie Träger im Bahnhof (Hat Amtrak zu viel Geld?)
6. Und los geht es an der Küste lang. Noch ein Blick auf den Strand, an dem ich knapp eine Woche vorher im Jahre 2009 von SF/LA kommend mit dem Rad entlang gefahren war
7. Ankunft nach rund 230 km in LA: Wie schon geschrieben, auch wieder ein hübscher Bahnhof.
8. In einem Automuseum in LA gesehen, das LA mal ein dichtes Eisenbahnnetz hatte
Diese Marketingabteilung für Fernreisen des Spiegel-Online hat nicht nur bei Ihnen diesen Anreiz gesetzt.
Obwohl wohl eher finanzielle Aspekte diesen Thread begründeten, treffen diese Reisebeschreibungen in einem so anerkannten Forum doch sehr oft auf Personen, die schon in vielen Ländern der Welt waren, finanziell gut ausgestattet sind und die wie Sie, die nächste Gelegenheit vielleicht nutzen.
Und extrem preiswert ist dieser Tripp auch noch. Auf gehts!
Sind letzten Sommer tatsächlich die komplette Strecke von San Francisco bis nach New York mitsamt Kleinkind mit dem Zug gefahren. Hat fast 4 Tage gedauert (haben einen kleinen Stop in Chicago eingelegt, wo wir eh umsteigen mussten). War durchaus ein Erlebnis, wobei wir unmittelbar davor mit dem Mietwagen von San Francisco nach Florida und zurück gefahren sind und da war die Vegetation auf der Zugstrecke nicht mehr ganz so spektakulär für uns, wie sie's ohne die Fahrt vorher vermutlich gewesen wäre. Toll war die Strecke entlang des Colorado über die Rockies nach Denver und der Teil entlang des Hudson kurz vor New York.
Die Kabinen im Zug sind echt winzigst (haben umgerechnet immerhin stolze 1300 EUR für 2 Erwachsene und ein Baby für One- Way mit Kabine und Vollpension bezahlt) und das Restaurantpersonal war eher unfreundlich. Bei den Zugbegleitern war's unterschiedlich. Manche waren netter, manche eher weniger. Was reibungslos geklappt hat, war das Gepäck in San Francisco aufgeben und bis New York durchtransportieren zu lassen. Sind in Chicago mit Handgepäck ausgestiegen und ein paar Tage geblieben und Gepäck wurde trotzdem korrekt umgeladen und lag abholbereit in New York, als wir später da ankamen.
Auf der Fahrt sind für bestimmte Abschnitte immer wieder Volunteers mitgefahren (Rentner), die im Panoramawagen per Mikrofon Geschichten über den jeweiligen Streckenabschnitt erzählt haben, bzw. alles mögliche erklärt haben, was man da so gerade sieht. Das ganze konnte man sich auch alleine in der Kabine über die Lautsprecher anhören, wenn man wollte.
Glaube beim nächsten Mal würde ich immer nur kürzere Abschnitte fahren. War definitiv ein Abenteuer aber so lange im Zug zu sitzen geht doch irgendwann etwas an die Substanz :-)
Leider muss ich etwas korrigieren. Die Superliner Cars wurden in die 70's und 90's hergestellt. (Die erste Generation haben Drehgestelle aus Berlin). Der "Panorama car' ist nicht sechzig Jahre alt aber der Coast Starlight, als teils seiner Garnitur, einen Parlour Car hat, etwas ahnlich, der aus dem ehemaligen ATSF (Sante Fe) geerbt wurde. Zusaetzlich auch die Gepaeckwagens kommen von den "alten Gleisen" so zu sagen. Ich wohne in der Naehe der Starlight Gleisen und oftmals hoere ich die Hupen. Es ist fast immer ein bisschen verspaetet. Zweimal bin ich mit ihm von Oakland nach Seattle gefahren und ich kann eindeutig sagen, dass es eine fantastik Erlebnis ist.