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"Club of Rome"-Bericht: Forscher zeichnen düsteres Bild der Zukunft

DPAWie sieht die Welt in 40 Jahren aus? Für den Club of Rome haben Forscher ihre Prognosen zusammengetragen. Sie warnen in erster Linie vor den Folgen des Klimawandels - und der verheerenden Wirkung des Finanzkapitalismus.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...831905,00.html
  1. #260

    Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen
    selbiges hab ich auch mal gelernt, es ist aber bei genaueren Nachdenken wenig glaubhaft.
    Fein, daß Sie "selbiges" auch "mal gelernt" haben, aber Glaube wird nicht durch Wissen ersetzt, auch wenn sich das nun wieder sehr arrogant liest:

    Selbst wenn der nährstoffreiche Teil völlig weggeschwemmt wird so wird die neu Besiedlung mit Wildpflanzen nicht sonderlich lange dauern. ....
    ....Sie sollten.....

    ...Ich wohn zwar nicht im Regenwald, aber bei mir auf dem Grundstück ist die Humusschicht auch sehr dünn....
    ...die mitteleuropäischen Böden nicht mit den Böden der Amazonasregion verwechseln. Das ist nicht der Gleiche, auch wenn Sie noch so viel nachdenken.

    DARÜBER könnten Sie vielleicht einmal - nachdenken.
  2. #261

    optional

    ... nicht nur fasziniert. Ich hielt diese Prognosen fuer wichtig. Heute, dreissig Jahr spaeter, und viele aehnliche Prognosen weiter, ist die Faszination fort, vile weitergehende Erkenntnisse laengst vorhanden. Ich weiss nur mittlerweile auch, dass all diese Erkenntnisse nicht wichtig sind. Nicht wegen fehlender Brisanzen oder auch teilweise laengst eingetretenen Szenarien dieser oder anderen Prognosen. Nein, ich weiss mittlerweile, dass es kein umfassendes, ueberragendes Interesse an der Verhinderung und/oder keine Wege der Verhinderung oder Umkehr vieler der aufgezeigten Maengel und menschlichen Unzulaenglichkeiten gibt, oder geben kann. Das ist keine Resignation noch Fatalismus, es ist Realismus und die gelernte Lebenskunst, trotz herber Verluste, weiterzuleben zu wollen. Anderes, nunmehr viel wichtigeres hat, dem gegenueber, nun angenehmerweise Raum geschaffen. (Worldwatch)

    Es hat doch nichts mit "Lebenskunst" oder gar Weisheit zu tun, der Menschheit Desinteresse am Inhalt der Thesen des Club of Rome zu attestieren. Welches "nunmehr viel Wichtigeres" hat denn den Platz in ihrer Lebenssicht gegenüber des Erhalts unseres Lebens im Sinne von Lebensqualität eingenommen? Es gibt Fakten der Umweltzerstörung, die nur Ignoranten bagatellisieren können, und wieviel ein Liter Öl in...Jahren kosten wird mag ja für manchen spannend sein, aber der "Veranstalter der Untergangsparty" sind immer noch wir, und wir haben es mit unserem Konsumverhalten durchaus in der Hand, Veränderungen zu initiieren. Wer auch das leugnet, sollte sich zumindest fragen, ob er seine Verantwortung als selbstständig denkendes und handelndes Individuum bereits abgegeben hat- und an wen?
  3. #262

    Zitat von acusticusneurinom Beitrag anzeigen
    ....DARÜBER könnten Sie vielleicht einmal - nachdenken.
    Also, das ist so. Neulich hatte ich mir ein Gedicht als Reim gedacht, aber zu einem Thema fast weit, weit weg von diesem. Das scheint aber nur so, denn es ging drum die Quantenkryptographie zu vermiesen.
    Weil, das Gras ist grün und der Himmel ist blau, an Ostern schlachten wir ne Sau, und an Pfingsten dann die dritte, die zweite zeitlich in der Mitte. Hier wechseld das Thema und es reimt sich ein : Sitte
    Das Gedicht ist nun aus, aber am Ende passt : Bitte
  4. #263

    Zitat von hannohonk Beitrag anzeigen
    Nachts ist die Sonneneinstrahlung besonders groß! Erst lesen, dann denken, dann schreiben.
    Ebendrum wird es nachts ja auch kälter. Und ohne Wolken sogar noch mehr. Oder was wollten Sie mit Ihrem Einwand sagen?
    Wolken haben mehrere Eigenschaften gleichzeitig bezüglich der Temperatur, je nachdem wann und wo und in welcher Höhe sie sind.
    Nächtliche Wolken vermindern die Wärmeabstrahlung, während sie tagsüber zusätzlich für weniger Wärmeeinstrahlung verantwortlich sind.
  5. #264

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    ...Das scheint aber nur so, denn es ging drum die Quantenkryptographie zu vermiesen....
    ...wenn es nur darum ging etwas zu "vermiesen", dann ist damit wohl eher kaum "ernsthaft diskutieren" gemeint.

    ;-)
    Und - das, worüber hier geschrieben wird, reimt sich überhaupt nicht, am allerwenigsten irgendwie zusammen, wie ihr Gedicht.
    Da steckt schon allerhand ernsthafte Forschung dahinter, weniger von den hier vielgescholtenen Klimaforschern, sondern von Glaziologen, Meteorologen u.v.a.m. ....
  6. #265

    Zitat von mimas101 Beitrag anzeigen
    Bisher wurden alle Jahre wieder 100 Mio Barrel Öl neu entdeckt also wird es auch zukünftig kaum anders sein sondern nimmt vielleicht nur 1% davon an, wenn überhaupt.
    Uehmmm... 100 Mio Barrel sind ein Witz. Das wird im Moment in wenig mehr als einem Tag geschlürft. 2010 waren es 82,1 Mio Barrel pro Tag (2004 übrigens 80,5; Also 2% Förderungswachstum in den letzten 7 Jahren. Soviel zu Peak Oil).
  7. #266

    Die Hasen und die Füchse

    Zitat von smallfreak Beitrag anzeigen
    Ich lege noch eine Prognose drauf:

    Wenn die Evolutionstheorie richtig ist, haben wir als Art keine reelle Chance langfristig zu überleben - und wir werden bei unserem Aussterben einen Großteil der Biosphäre mit in den Untergang reißen.
    Die Evolutionstheorie ist kein einer und einziger Satz, der nur richtig oder nur falsch ist, sondern der Versuch einer möglichst zutreffenden und belegbaren Beschreibung der Entwicklung der Tiere und Pflanzen.

    Die Erkenntnisse sind keineswegs allumfassend oder vollständig, aber gut und verbesserungswürdig.

    Man würde die Evolutionstheorie überfrachten, wenn man sie zum Beleg der Zukunft der Menschheit benutzen würde.

    Menschen unterschieden sich aufgrund ihrer überragenden Fähigkeiten sehr erheblich von den eher vegetativen Lebensformen.

    So sind Menschen imstande, sich über Evolutionstheorien Gedanken zu machen und daraus Schlüsse zu ziehen und Pläne zu schmieden.

    Keineswegs lässt sich aus der Evolutionstheorie eine sichere Prognose ableiten, daß der Mensch aussterben wird.

    Die Evolutionstheorie lässt viele Optionen offen. Eine Stagnation, eine Optimierung, eien Expansion, eine Katastrophe.

    Der Mensch ist ungeheuer anpasssungsfähig - gegenüber extremen Veränderungen. Die Evolutionstheorie lehrt allerdings, daß Lebensformen, die anpassungsfähig sind, am Stress in der Tendenz eher wachsen als schrumpfen.
  8. #267

    Self-avoiding prophecy

    Hat eigentlich schon jemand die Urheberrechte an dem Begriff "self-avoiding prophecy"? Das ist das Spiegelbild der besser bekannten "self-fulfilling prohecy".
    Die "self-avoiding prohecy" führt zu ihrer eigenen Nichterfüllung. Zum Beispiel "Wenn wir hier kein Warnschild aufstellen und einen Verkehrsspiegel, kommt es bestimmt zu vielen schlimmen Unfällen!"

    Darauf wird ein Warnschild und ein Verkehrspiegel aufgestellt. Es kommt daraufhin zu keinen schlimmen Unfällen. Stattdessen gibt es dann 10 oder 40 Jahre später viele schlaue Leute, die sagen "Hier hat es noch nie schlimme Unfälle gegeben, da sollten wir das teure Warnschild und den Verkehrspiegel abbauen, das ist erwiesenermaßen Unfug."
  9. #268

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Natuerlich kann man das. Die Foerderkosten pro Barrel liegen bei 2 Dollar 50.
    Hier wird auch nicht so auf die Qualitaet geachtet. Im Diesel sind bis zu 10 Prozent Schwefel.
    Benzin wird wie frueher verbleit.
    Und nein. Die "Subventionierung" einzustellen koennen Sie vergessen. Das letzte Mal als das in Ecuador versucht wurde gab es einen Volksaufstand mit Toten.
    Nicht alle sind solche Schafe wie die Deutschen.
    Marktpreis ist Marktpreis. Wenn ich etwas im Wert von 110 Dollar (Brent Crude) fördere (oder 95 für West Texas Intermediate), und es dann für 30 Dollar verkaufe, dann mache ich Verlust.

    Förderkosten sind durchschnittlich 7,70.- US-$ / Barrel, in Arabien weniger, in der Nordsee und Alaska mehr (15), für Ölsande noch mehr (30-40).

    Aber Öl ist nicht gleich Benzin. Diesel ist nicht gleich Öl. Die Kosten fürs Raffinieren sind auch bei um die 15 US-$.

    Insofern reden Sie einfach nur haltlos daher.
  10. #269

    Leider zutreffende Szenarien:

    "Grenzen des Wachstums" von 1972 lag nicht daneben. Wenn man richtig lesen kann, steht im Original überhaupt nicht, dass bis heute alle Ölvorräte versiegt seien: "Indexzahl" ist nicht gleich "Reichweite".

    http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzen_des_Wachstums#Reaktionen_auf_die_Ver.C3.B6 ffentlichung

    Tatsächlich verglich eine unabhängige Studie aus 2008 die Daten bis 2000 und stellte eine große Übereinstimmung mit den Vorhersagen des "Standardszenarios" fest. Bis 2012 sehen in dem Szenario die Kennzahlen auch unauffällig aus.

    Wie tragisch, dass der Irrglaube von den falschen Prognosen selbst bei Fachleuten sehr verbreitet ist.


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