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CIA-Ausbilder in Tibet: Dilemma auf dem Dach der Welt

APEs ist ein fast vergessenes Kapitel tibetischer Geschichte: In den fünfziger und sechziger Jahren bildete der US-Geheimdienst CIA Bauern, Mönche und Nomaden zu Widerstandskämpfern aus. Ein Dokumentarfilm erinnert nun an die Gebirgs-Guerilla - und an das Dilemma des Dalai Lama.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837756,00.html
  1. #1

    Das Schicksal...

    ..des tibetischen Volkes ist der Beweis, dass Pazifismus nicht funktioniert. Der Stärkere unterwirft den Schwächeren.

    Niemand ist Tibet damals zur Hilfe gekommen und heute werde die Tibeter zu Minderheit im eigenen Land durch Ansiedlung von Han Chinesen.

    Die Geschichte ist ein großer Gesichtsverlust für die Chinesen. Sie sollten sich schämen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein fast vergessenes Kapitel tibetischer Geschichte: In den fünfziger und sechziger Jahren bildete der US-Geheimdienst CIA Bauern, Mönche und Nomaden zu Widerstandskämpfern aus. Ein Dokumentarfilm erinnert nun an die Gebirgs-Guerilla - und an das Dilemma des Dalai Lama.

    Dokumentation: CIA bildete Widerstandkämpfer in Tibet aus - SPIEGEL ONLINE
    Man kann davon ausgehen, dass sich weiter geschultes "Personal" im Einsatz befindet. Ob nun geführt von der USA oder der Exilregierung.
    Die Zwischenfälle der letzten Jahre sind mit Sicherheit keine natürlich gewachsene Erhebung gewesen sondern klassische Provokation - von außen gesteuert.

    Schade, dass China heute nicht mahr das ist, was es noch vor 50 Jahren war. Dann würden mich die selbstgerechten Heucheleien des Dalai Lama vielleicht überzeugen!

    Ansonsten bleibt er für mich das was er ist; ein vertriebener Ex-Diktator der im Exil rumheult.
  3. #3

    interessant, wie lange das schon so geht:

    CIA in Tibet, CIA in Korea und Vietnam, CIA im Iran (gegen Mossadegh und in Form der Volksmudjaheddin gegen Khomeini, dann grüne Revolution gegen Ahmedinedschad), CIA in Chile, CIA beim Sturz der Ostblock-Regierungen, CIA auf dem Balkan, CIA in der Ukraine, CIA in Burma, CIA im Irak (Kurden), CIA in der Ukraine, CIA in Ägypten und Tunesien ("arabischer Frühling"), CIA in Libyen, CIA in Syrien, CIA in Russland gegen Putin.

    Und ich habe bestimmt noch Länder vergessen, das ganze sub-Sahara-Afrika z.B.

    Überall, wo unzufriedene Bürger gegen Regierungen protestieren, die den USA nicht gefallen, braucht man die CIA nicht lange zu suchen, die die Unzufriedenheit in ihrem Sinne schürt, und oft solche Leute lenkt, die von diesem Zusammenhang gar nichts ahnen.

    Was für ein ständiger Quell des Unfriedens.
  4. #4

    Ach, wieder was gelernt. Das erklärt natürlich, warum die Chinesen die Exiltibeter inkl. Dalai Lama als Separatisten betrachten und auf jede Volkserhebung unverhältnismäßig gewaltbereit reagieren. Andererseits ändert das nichts an der Tatsache, das die Chinesen das Land aus historisch fragwürdigen Gründen okkupiert haben.
  5. #5

    ... mit dem pazifistischen Weg sind viele junge Leute nicht zufrieden

    ... wie man an den vielen Selbstverbrennungen der letzten Jahre sieht. Ein Überblick wäre interessant, wie die Bilanz dieses Weges eigentlich ist. Trotzdem kann man wohl schon sagen, dass Tibet zumindest kein zweites Afghanistan oder Naher Osten geworden ist.

    Allerdings hat sich an der bedingungslosen Vorherrrschaft der chinesischen Regierung in diesem Land, wo wohl alle politischen Schlüsselpositionen durch Chinesen besetzt sind und inzwischen die Chinesen die Mehrheit stellen, nichts geändert hat.
    Aber ob die USA oder England damals die Gelegenheit nicht genutzt hätten, in ein solches schlecht bewachtes, technisch rückständiges, strategisch interessantes und politisch isoliertes Riesenreich einzumarschieren, darf bezweifelt werden. Das wiederum hätte wohl tatsächlich nur "genuines Interesse" verhindern können.
  6. #6

    Myanmar wird vermutlich auch noch von China annektiert

    Wenn man sich die Landkarte von China ansieht, dann kann man erahnen, dass Myanmar in einigen Jahrzehnten das Schicksal von Tibet erleiden wird. Durch die Annexion von Myanmar erhielte China direkten Zugang zum Golf von Bengalen und zum Indischen Ozean.
    http://maps.google.de/maps?hl=de&pq=myanmar karte&cp=5&gs_id=16&xhr=t&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_ qf.,cf.osb&biw=1024&bih=663&q=china karte&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=0x31508e64e5c642c1:0x951daa7c349f366f, Volksrepublik China&gl=de&ei=nvnST44H5N_hBIyf8IMD&sa=X&oi=geocod e_result&ct=title&resnum=1&sqi=2&ved=0CB4Q8gEwAA
    Aus der Geschichte kann man viel lernen. Deshalb haben die meisten renommierten Journalisten ein Studium zum Master of Arts im Fach Geschichte absolviert, bevor sie auf einer Journalistenschule ihr "Handwerk" erlernten .
  7. #7

    Interessant

    Tibet war damals - wie seit 1000 jahren zuvor - ein Teil des chinesischen Reiches und wurde als "Theokratie" vom Dalai Lama geführt - ähnlich wie der Iran heute. Die chinesische Revolution wurde - wie in anderen Provinzen auch - von Warlords genutzt, um sich selbständig zu machen. Dieses Bemühen hatte mit der "Reconquista" 1949 ein Ende. Daher - während des "Kalten Krieges" - das Bemühen der CIA, Unruhe zu schüren. Interessant, dass der CIA in die Rolle der ausgebeuteten Bauern schlüpfte und den Dalai Lama finanzierte.
  8. #8

    es ist schon komisch,

    wie sich das gleich strickmuster der cia-vorgehensweise seit dutzenden von jahren gleicht! wer die bücher von harry thürk aufmerksam liest, der hätte sich das auch denken können. und dann spricht man von "spontanen aktionen" der tibeter?
  9. #9

    Dalai Lama

    Ich kann diesen grinsenden Terroristenunterstützer, siehe z.b. Aum Sekte, mit dem Friedensnobelpreis nicht mehr sehen.


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