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CIA-Ausbilder in Tibet: Dilemma auf dem Dach der Welt

APEs ist ein fast vergessenes Kapitel tibetischer Geschichte: In den fünfziger und sechziger Jahren bildete der US-Geheimdienst CIA Bauern, Mönche und Nomaden zu Widerstandskämpfern aus. Ein Dokumentarfilm erinnert nun an die Gebirgs-Guerilla - und an das Dilemma des Dalai Lama.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...837756,00.html
  1. #50

    CIA weltweit im Einsatz?

    Zitat von green_mind Beitrag anzeigen
    interessant, wie lange das schon so geht:
    CIA in Tibet, CIA in Korea und Vietnam, CIA im Iran (gegen Mossadegh und in Form der Volksmudjaheddin gegen Khomeini, dann grüne Revolution gegen Ahmedinedschad), CIA in Chile, CIA beim Sturz der Ostblock-Regierungen, CIA auf dem Balkan, CIA in der Ukraine, CIA in Burma, CIA im Irak (Kurden), CIA in der Ukraine, CIA in Ägypten und Tunesien ("arabischer Frühling"), CIA in Libyen, CIA in Syrien, CIA in Russland gegen Putin.

    Und ich habe bestimmt noch Länder vergessen, …

    Was für ein ständiger Quell des Unfriedens.
    Wie es scheint, haben Sie leider eine eminent wichtige Einmischung der CIA vergessen: Die Förderung und Finanzierung eines seligen OBL und der Mudschaheddin – in Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien und Pakistan!
    Aus den Mudschaheddin gingen immerhin die Taliban hervor. Diese Taliban wiederum dienten den USA unter dem unseligen GWB als Vorwand, sich militärisch auf lange Sicht in einer an Ressourcen reichen und geopolitisch äußerst wichtigen Region festzusetzen.

    Wenn es zu unausweichlichen Auseinandersetzungen mit China letztendlich kommen wird, wird Afghanistan und Zentralasien zum US-Aufmarschgebiet vorbereitet sein!

    „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives“ eines Zbigniew K. Brzezinski spukt in dem geostrategischen Denken und Planen des US-amerikanischen Establishments ganz unverhüllt bis heute.
    Entgegen dem Vorwurf, sie hätten Afghanistan "fallen gelassen", interessierten sich die Vereinigten Staaten tatsächlich schon sehr bald wieder für das Land, und zwar wegen seiner geografischen Nähe zum Kaspischen Meer, das als neue Schatzgrube fossiler Energien gilt. Schon im Juni 1990 etabliert sich Chevron nach einer wüsten Rangelei unter den Mineralölgesellschaften im seinerzeit noch sowjetischen Kasachstan. Die Konzerne betreiben intensive Lobbyarbeit und rekrutieren Berater unterschiedlichster Provenienz, darunter Richard Cheney, ehemaliger Verteidigungsminister unter Bush senior und späterer Vizepräsident von Bush junior, und der höchst aktive Zbigniew Brzezinski, früher Sicherheitsberater von Präsident Carter, Berater bei Amoco und langjähriger Förderer von Clintons künftiger Außenministerin Albright. - Afghanistan, USA, Terrorismus, Taliban, Erdöl, Geheimdienste (Friedensratschlag)
    Derselbe Brzezinski meinte zu dem Thema Taliban.
    damit habe man den Sowjets ihr „Vietnam" bereitet. Und er bedaure das nicht, denn schließlich sei der Fall des sowjetischen Imperiums weltgeschichtlich bedeutsamer als der spätere politische Aufstieg der Taliban.
    Siehe „Regret", Le Monde diplomatique, Oktober 2001, S. 23, zitiert nach DER TERROR UND DIE FEHLER DER VERGANGENHEIT
  2. #51

    .

    Zitat von autocrator Beitrag anzeigen
    ....
    Und dass Tibet nur ein völlig rückständiges fleckchen Erde ist, das mit diesem unglückseligen Shangri-La-Mythos nichts, aber auch so rein gar nichts zu tun hat, das kann man sich sogar schon selbst denken, ohne genau hinzusehen.
    Kann man sich denken, aber das scheint immer noch bei vielen Menschen hier im Westen zu fehlen.
    Viele meiner Bekannten und Arbeitskollegen waren vor einigen Jahren voller Entzückung in Wiesbaden als der Dalai Lama die Stadt besuchte. Als ich dieses als Gelegenheit nutze um sie mal nach der Geschichte Tibets zu fragen und wie die Zustände damals aussahen war von Know How nichts zu merken. Wenn man es anspricht wird das wenn es überhaupt wahrgenommen wird relativiert, es waren andere Zeiten, kann man mit heute nicht vergleichen, chin. Propaganda und und und.
    Also auch was die Geschichte Tibets angeht tut Aufklärung hier not.
  3. #52

    Übersichtliche Fan-Gemeinde

    Leider wollten nur knapp 120 Hanseln dem fanatisch wirkenden Rauschgoldengel zuhören - fünfhundert wurden vorab erwartet. Die zeitgleichen Veranstaltungen des Dalai Lamas in Wien waren hingegen bis auf den letzten Platz ausgebucht. Die chin. Parteikader und ihre Steigbügelhalter schaffen es eben meist nur, scheinbare "Vernunft" anzusprechen, während der Dalai Lama die Herzen vieler Menschen gewinnt. Woran das wohl liegen mag?

    "Ich bin überzeugt, Sie glauben, was Sie schreiben. Wenn ich Sie lese, sehe ich einen verblendeten Fanatiker. Sie schreiben über die Probleme Tibets, wie ein überzeugter Neonazi wohl über die Probleme Israels schreiben würde. Mit solchen Vorurteilen kann man komplexen Themen nicht gerecht werden".

    schrieb Peter R. in der Zeitschrift "Ursache und Wirkung" in einer Goldner-Rezession. Colin Goldner schlägt zwar gar gerne weit unterhalb der Gürtellinie zu, hat aber scheinbar ein Problem mit Kritik, denn er zerrte den Autor (u.A.) vor den Kadi.

    Das OLG Wien hat entschieden, dass der Beklagte im Vergleich zur Ausdrucksweise Goldners seine Kritik noch sehr adäquat formuliert hätte. Goldners Texte erscheinen zudem rassistisch, da sie ein ganzes Volk und alle Gläubige einer Religion herabsetzen würden - nachzulesen in folgendem Gerichtsurteil ;-)

    RIS - 6Ob47/02h - Entscheidungstext - Justiz


    Goldner ist hier im Forum schon lange verbrannt. Warum lesen Sie nicht zur Abwechslung ernstzunehmende Literatur über Tibet, z.B. Melvyn Goldstein: The snow lion and the dragon. Der Autor gilt als chinafreundlich, kann aber wenigstens noch zwischen Hetze und ehrlicher Recherche mit dem westlichem Blickwinkel eines Outsiders unterscheiden. Ich präsentiere es Ihnen sogar auf dem Silbertablett:

    The Snow Lion and the Dragon
  4. #53

    Na, dann fragt sie doch endlich ...

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Wenn man die Bevölkerung fragt, dann ist ihnen das immer noch lieber als die unterdrückerische, menschenschinderische Herrschaft der Mönche.
    Seit mehr als 50 Jahren werden die Menschen im tibetischen Hochland schon nicht mehr gefragt. Selbsternannte "Sprachrohre", welche stets ganz genau wissen, was "die Tibeter" wirklich wollen, haben sie jedoch unzählige.
  5. #54

    Die heutigen Buddhisten erscheinen mir ein wenig wie die heutigen Christen. Sie haben nach meinem Verständnis mit den Lehren Buddhas auch nicht mehr zu tun, wei der Amtskirchen mit den Lehren von Jesus. Und der Dalai Lama erscheint mir vergleichbar mit dem Pabst. Zumindest läßt er sich in seinem Hauptsitz in Daresalam ähnelich (oder noch mehr?) schrf bewachen wie der Pabst im Vatikan.
    genausowenig wie der Pabst an den Schutz Gottes glaubt, scheint der Dalai Lama an die Wirkung seines guten Karmas zu glauben.
    Ebensowenig die Tibeter.
    Während einen buddhistischen Laienveranstaltung erzählte ich vom Leid, daß den Südlibanesen von den Israelis zugefügt wurde. Die Antwort darauf, das seinen Auswirkungen ihres Karmas.
    Was ist mit den Tibetern? Ist die chinesische Besatzung keine Auswirkung ihres Karmas? Glauben sie nur an das Krama der anderen und nicht an ihr eigenes? Denken sie, mit Selbstverbrennungen verbrennen sie auch ihr Karma?








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