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Chronologie: So lief der Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi
DPAImmer mehr Details werden über den Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi bekannt. Mehr als vier Stunden brauchten die Sicherheitskräfte, um die Angreifer zu vertreiben, berichten Beamte des Außenministeriums in Washington. Erst mit Hilfe Libyens brachten sie die Lage wieder unter Kontrolle.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-855645.html
- #1 13.09.2012 15:10 von
Na, da sind ja
alle Mutmaßungen über 'den Islam' in den diversen Parallelthreads hinfällig geworden. Die neuen Quaeida Kommandounternehmen machen das wohl deutlich -
nur das es so leicht fällt, einen Haufen Statisten zu finden, die über etwas in Wut geraten, das sie garnicht kennen und dann noch ihr Leben für diese Art Mißfallenskundgebungen, daß macht nachdenklich.
Da fehlt es doch wohl an einer Dachstruktur für den Islam, der bestimmt, wer Geistlicher, Prediger, Wissender des Islam ist. Solange jeder dahergelaufene Wanderprediger sich selbst dazu ernennen kann und damit Massen aufputschen kann, solange ist es noch ein weiter weg zu einem Dialog mit 'dem Islam'. - #2 13.09.2012 15:47 von
Kommentar zum Thema
Ich denke, dass es solche Strukturen in den verschiedenen Richtungen des Islam bereits gibt. Allerdings bezweifel ich, dass deren Sichtweise bei den verschiedensten Problemen (wie jetzt) immer bei allen Glaubensanhängern so gehört werden. Das liegt wohl auch daran, dass dem Wort "USA" sofort auf Gewalt geschaltet wird bzw. die Täter immer sehr schnell bereit zu solch verbrecherischen Aktionen sind. Ich mache jede Wette, dass einige von diesen Verbrechern noch vor ein paar Monaten nach Hilfe des Westens gerufen haben.
Die USA werden nun dringend ihr Botschaftspersonal besser schützen. Die Frage, warum das vor diesen Anschlägen nicht geschah, stellt sich von allein und sollte auch beantwortet werden. Hat sich da nichts angedeutet? - #3 13.09.2012 15:57 von
naja,
wir wollen ja hier keine theologische Debatte führen, das bringt ja ohnehin nichts. Auffallend ist ja wiedereinmal das die eigentlich interressante Frage natürlich wieder ausgeblendend wird: Wie kommen die radikalen Islamisten (ob Al-Kaida oder sonstwer) an die schweren Waffen (Panzerfäuste und Raketen)? Vor 1,5 Jahren gab es auch schon radikale Islamisten in Libyen, aber ohne Macht und Waffen. Das hat sich dank der NATO-Staaten und der Golf-Despotien
geändert. Wer ist also verantwortlich für solchje Übergriffe? Die Antwort ist klar : Der Westen selberr hat die kathatrophale Situation in der sich Libyen heute befindet geschaffen. - #4 13.09.2012 16:23 von
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.
Das sagte uns Goethe im Zauberlehrling!
Daran werde ich erinnert, wenn ich von gewalttätigen Vorgängen in Kairo, Bengasi oder Jemen höre.
Die USA haben die stabilen Regierungen in diesen Ländern durch religöse Fanatiker beseitigen lassen. Auch in Afghanistan, Irak und jetzt im Syrien wurden Regierungen gestürtzt. An ihrer Stelle traten angeblich demokratische Regierungen. Aber die Rebellen ( beseer Terroristen) behielten ihre Waffen und nun wenden sie diese gegen USA an! Und dieses wird bei diesen Fanatiker kaum zu stoppen sein: Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit! - #5 13.09.2012 16:42 von
Falsche Sichtweise
Ihre Sichtweise und Herleitung ist falsch.
Der Konflikt in Libyen begann Mitte Februar, die Nato griff Mitte März in den Konflikt ein, zu dieser Zeit war der gesamte Bereich um Bengasi bereits über Wochen unter Kontrolle der Aufständischen, die Waffen, die hier genutzt wurden, kamen also nicht erst durch oder nach dem Eingriff der Nato in die Hände der Extremisten.
Auch wenn es in den Foren hier kaum jemand glauben: Das Problem in Libyen beschränkt sich auf eine wirkllich kleine Gruppe von Extremisten, der große Teil der Bevölkerung und der daraus rekrutierte Teil der örtlichen Milizen haben keine extremen Ansichten und Ziele, man darf das nicht alles in einen Topf werfen. - #6 13.09.2012 17:03 von
Scwere Waffen? Panzerfäuste?
Das ist doch heute der Säbel der leichten Kavallerie, und die RPG 7 bzw. ihre Nachfolger werden in serbischer Lizenz u.a. auch in Pakistan gebaut - von China garnicht zu reden. Woher wollen sie wissen, woher die verwendeten Waffen kamen?
Die Lage in Libyen wurd von den Libyern geschaffen, der Westen hat Gaddhaffi lange als Outcast gebranntmarkt und ihm dann den Wiedereinstieg in die Weltgemeinschaft im Gegenzug für Bohrlizenzen für BP wieder ermöglicht, UTA-Maschine hin oder Lockerbie her. Aber die Revolution in Libyien ist ebenso libysch, wie Gaddhaffis Machtergreifung beim Regierungswechsel davor.
Eine religiöse Diskussion brauche ich auch nicht, aber eine der gefährlichsten Waffen in diesem unerklärten Krieg sind nun mal die Menschen, die sich zu pseudo-religiösem Wahn aufstacheln lassen, und zwar eben durch selbsternannte (Haß)prediger. - #7 13.09.2012 17:45 von
Der US-Senator McCain feierte libysche Rebellen als Helden
Wie SPON am 22. April 2011 berichtete, zeigte sich McCain damals unbesorgt.
Auf die Frage von Journalisten, ob sich al-Qaida Aktivisten unter die "Rebellen" mischen könnten, sagte er:
"Wieso? Sie (die Rebellen) sind meine Helden."
Was sagt er heute dazu ?
Quelle: SPIEGEL ONLINE - Nachrichten › Politik › Ausland › Machtwechsel in Libyen - #8 13.09.2012 18:22 von
Sie irren sich
Der Konflikt begann tatsächlich am 17.Feb. letzten Jahres. Ironie der Geschichte: Der 17. Feb. 2011 war der 2 Jahrestag eines Angriffs radikaler Islamisten auf eine dänische Vertretung in Bengasi ( auch damals ging es ja angeblich um "verletzte Gefühle" wg. der Mohamedkarrikaturen), bei dem Angriff wurden mehrere Islamisten von der Polizei erschossen. 2011 haben die westlichen Geheimdienste den Jahrestag genutzt um in Zusammenarbeit mit libyschen Exilkreisen einen Umsturz einzuleiten. Die Ereignisse an jenem und den nachfolgenden Tagen waren wohlgeplant und keine spontane Sache, sie hatten auch nichts mit den Ereignissen in Ägypten und Tunesien zu tun. Die USA und GB hatten bereits Söldner und Agenten in das Land eingeschleusst, u.a. Kämpfer der LFG (Libyen fighting group), einer in den USA an Waffen ausgebildeten und hauptsächlich aus Islamisten bestehenden Gruppierung. Ohne westliche Hilfe wäre es den Islamisten nie gelungen den Osten Libyens innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle zu bringen.
Das die Islamisten in Libyen eine Minderheit sind ist ja bekannt, um so schlimmer ist es ja das sie von der NATO an die Macht gebombt wurden. Es wird hier von manchen der Eindruck erweckt als ständen die Radikalen in Opposition zur jetzigen "Regierung", aber dem ist nicht so. Die Regierung hat überhaupt keine wirkliche Macht , sie ist ein sprichwörtlicher "Papiertiger", die Macht auf der Strasse haben die Milizen und die sind in der Regel radikal-islamistisch und verfügen über fast uneingeschränkte Macht. Auch wenn Sie es nicht haben wollen: in Libyen regieren Chaos und Gewalt, der Vorfall in Bengasi war nur einer von vielen und kam nur in die Medien weil die USA davon betroffen sind. - #9 13.09.2012 18:36 von
Lockerbie
Libyen hat sich nie zu diesem Anschlag bekannt, es hat sich nur bereit erklärt Entschädigungen an die Opfer des Anschlags zu bezahlen. Der Grund dafür war einzig: Im Gegenzug wurden die UN-Sanktionen aufgehoben,eine Sache die sich für Libyen in der Kosten-Nutzen Rechnung gelohnt hat. Ein Schuldeingeständniss ist das noch lange nicht, das haben libysche Regierungsvertreter immer wieder betont und die beiden in Schottland verurteilten Libyer ebenfalls. Der Prozess war extrem unfair, alle Spuren die auf den Iran als Urheber des Anschlags hindeuteten wurden weggewischt.
Der Umsturz in Libyen war nun wirklich nicht libysch, sondern typisxh CIA oder typiisch NATO. Übrigens: die Revolution 1969 lief unblutig ab und wurde im Gegensatz zum Umsturz 2011 von der grossen Masse des Volkes getragen.
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