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Chronik: Wie Griechenland in die Krise rutschte

Getty ImagesDie Euro-Krise steht kurz vor einem neuen Höhepunkt: Am Sonntag wählen die Griechen ein neues Parlament - gewinnen die Linken, droht ein Zerwürfnis mit den Geldgebern. Doch wie konnte es so weit kommen? Chronologie eines Desasters.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...839153,00.html
  1. #20

    optional

    Natürlich sind die anderen an der Griechenpleite schuld! Das war auch in der Vergangenheit so: Griechenland ist seit 1821 selbständig und hat erst 5 Staatsbankrotte hingelegt. In dieser Zeit war Griechenland 50 Jahr nicht kreditwürdig.
    Aber, wie schon gesagt, da waren immer die anderen schuld!
    Griechenland hätte mit den EU-Geldern der letzten 10 Jahre eine vorzügliche Verwaltung aufbauen und ein Konjunkturprogramm starten können.

    Dass dies nicht geschah - auch da waren immer andere dran schuld!
  2. #21

    Hintergrund?

    Also sorry, das ist keine Chronik die ihren Namen verdient. Noch lapidarer geht esja wohl nicht, das ist Bild-Niveau.
    2008 "rutscht" Griechenland in die Rezession und 2009 "schockt die Schuldenmisere" Europa. Das war's? Mehr gibt es da nicht zu sagen?
    Hatet das vielleicht etwas mit der ersten Bankenkrise zu tun? Und warum hat der Schuldenschnitt nichts gebracht? Wie ist das Taktieren der Bundesregierung im Rückblick zu bewerten?
  3. #22

    Desinformation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise steht kurz vor einem neuen Höhepunkt: Am Sonntag wählen die Griechen ein neues Parlament - gewinnen die Linken, droht ein Zerwürfnis mit den Geldgebern. Doch wie konnte es so weit kommen? Chronologie eines Desasters.

    Chronik der Krise in Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    An Finanzkrisen sind immer logischerweise Finanzen schuld. Die entweder aus den Ruder gelaufen sind oder schlichtweg verzockt und verspielt worden. Hat das der arme Bauer auf dem Lande getan? Der kann gar nicht solche Milliardenbeträge bewegen, aber die globale Finanzheuschreckenn können das durchaus.

    Hat etwa von der Milliardenrettung bisher der Kellner profitiert oder etwa doch die Sch...banken? Wie lange will das Volk noch belogen und betrogen werden? Die einzige Sprache die derlei Pack versteht hatte einst einen Namen - Lenin und das hieß Geld weg und/oder Rübe ab oder glaubt einer ernsthaft das die Finanzoligarchie sich ändert?
  4. #23

    Griechenland, das Kapital frisst seine Kinder.

    Die EU hat über ½ Milliarde Einwohner. Am Bruttosozialprodukt gemessen bildet die EU den weltweit größte gemeinsame Binnenmarkt. Griechenland hat gerade mal soviel Einwohner wie Baden-Württemberg. Die rund 11 Millionen Griechen machen nur 2% der EU-Bevölkerung aus und dieser Zwerg soll die groß EU an den Rand des Zusammenbruchs bringen?
    Egal mit welchen miesen Tricks sich die Griechen in die EU eingeschlichen und wie sie dann ihre Mitgliedschaft missbraucht haben, es ist kaum zu glauben, dass sie allein der Grund für das ganze Desaster sind. Vielmehr scheint Europa über griechische Banken ziemlich dubiose Geschäft abzuwickeln, deren Finanzierung nun in Gefahr gerät, auch weil sich Griechenland üppig aus den Geldtöpfen bedient hat, ohne seine Verbindlichkeiten bedienen zu können. Auf 227 Milliarden Euro waren so die Auslandsforderungen angewachsen. Die größten Halter von griechischen Staatsanleihen sind Banken aus Frankreich (56 Milliarden Euro), der Schweiz (48 Milliarden Euro) und Deutschland (32 Milliarden), Geld das u.a. auch zur Finanzierung von deutschen, französischen und amerikanischen Waffengeschäften fehlte. Natürlich wurden zur Sicherung der Banken- und Unternehmergewinne bedenkenlos und ungefragt die kleinen Steuerzahler belastet.
    Nach dem ersten Rettungsschirm veranlasste Merkel gleich die griechische Regierung, ihre Aufträge an deutsche Waffenschmieden zu erhöhen, was natürlich auch die türkischen Waffenbestellungen forciert.
    Es kann doch nicht angehen, dass deutsche Steuerzahler den Griechen mit offiziell 133000 Soldaten, umgerechnet auf 11 Mio. Einwohner, die größte Armee Europas finanzieren. Hier findet mitten in der Krise eine mit Rettungsschirmen finanzierte Aufrüstung des griechischen Militärs statt, damit es unserer Waffenindustrie gut geht, was uns dann auch noch als Exporterfolg verkauft wird.
    Es ist nicht mehr zu fassen, was sich unsere sauberen Politiker ihren Völkern gegenüber herausnehmen. Das ist kein Europa der Bürger, sondern eine gesellschaftsfeindliche Konstruktion, die nur den Interessen des Kapitals dient.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article8873765/Sparen-Griechenland-kauft-lieber-neue-Waffen.html

    http://www.wien-konkret.at/politik/eu/eu-waehrung-euro/eu-rettungsschirm/
  5. #24

    Noch ein paar Unwichtigkeiten, die SPON "vergessen" hat: Olympia 2004 kostete, auf gut Deutsch gesagt, ein Schweinegeld, und Griechenland hat auch noch 2010 Waffen gekauft - und im Gegensatz zu den an Israel gelieferten Waffen bestanden die Lieferländer auf 100 % Bezahlung.
  6. #25

    Staatsbankrotte sind Normalität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Euro-Krise steht kurz vor einem neuen Höhepunkt: Am Sonntag wählen die Griechen ein neues Parlament - gewinnen die Linken, droht ein Zerwürfnis mit den Geldgebern. Doch wie konnte es so weit kommen? Chronologie eines Desasters.
    Im modernen Griechenland waren Staatsbankrotte Normalität: Seit der Gründung des griechischen Staates 1830 gab es vier Pleiten: 1843, 1860, 1893 und 1931. Ursache war meist die Dauerfehde mit der Türkei. Die ausufernden Militärkosten deckte die Clique von abwechselnd regierenden Herrscherfamilien mit immer neuen Krediten, anstatt Steuern zu erhöhen.
    Die große Depression von 1931 brachte der von Agrarexporten abhängigen Wirtschaft den Ruin. Auch danach galoppierte die Inflation: In 13 Prozent aller Jahre seit Staatsgründung lag die Inflation über 20 Prozent, in 5 Prozent waren es über 40.
  7. #26

    Sie haben vergessen zu erwähnen, dass ..

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Noch ein paar Unwichtigkeiten, die SPON "vergessen" hat: Olympia 2004 kostete, auf gut Deutsch gesagt, ein Schweinegeld, und Griechenland hat auch noch 2010 Waffen gekauft - und im Gegensatz zu den an Israel gelieferten Waffen bestanden die Lieferländer auf 100 % Bezahlung.
    .. Griechenland zu diesen Waffenkäufen gezwungen wurde! Neben einer US-amerikanischen 12 Meter Segelyacht war ein Ruderboot der deutschen Bundeswehr aufgefahren und haben das Land ganz massiv bedroht! Man munkelt, dass auch ein französischer Surfer an der Aktion beteiligt war.
  8. #27

    Naja

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Ihr Beitrag zeigt nochmals ganz klar, dass nicht die Griechen an diesem Desaster Schuld sind.

    Richtig, Bankangestellte die sich Politiker schimpfen und Bankster die via Brüssel Politik betreiben, das ist des Pudels Kern.
    ich unterstelle Ihnen eine selektive Wahrnehmung. Dieser Artikel zeigt ganz klar, dass die Griechen schuld sind. Er ist sogar zu freundlich abgefaßt.
  9. #28

    Schrecken

    Zitat von tobidasoriginal Beitrag anzeigen
    Tja, was soll man sagen, dass manipuliert wurde war doch eigentlich jedem der damaligen Entscheidungsträger bewusst oder hatten wir damals nur Deppen dort die "froh" waren, soviel Gurken wie möglich in so eine "Union" zu lassen? Aber die damaligen Entscheidungsträger kann man ja für ihre "Fehlentscheidungen" nicht mehr verantworltich machen....stattdessen werden sie wohl noch Eurobonds einführen und dann das Fass vollkommen zum Überlaufen bringen!!!!! Ne ne, also lieber ein Schrecken mit Ende mit den Griechen als ein Ende ohne Schrecken.
    Was ist uns lieber: Ein Schrecken ohne Ende oder ein Schrecken ohne Griechen?
    Die Wirtschaft, deren Lobbyisten und die Bonzokraten hatten profitiert. Die Bevölkerungen zahlen die Zeche.
    Zitat von tobidasoriginal Beitrag anzeigen
    Wenn dieses Land die EU an den Rande des Zerfalls führen würde, dann frage ich mich erst, was passieren würde, wenn es einen stärkenen Partner treffen würde!
    Also uns. Irgendwann sind wir auch fällig.

    Zitat von tobidasoriginal Beitrag anzeigen
    Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen......wollen wir eine starke Europäische Union haben oder einen Verein voller Gurken?
    Die EU ist und war immer ein Verein von Gurken.
  10. #29

    Profit

    Zitat von A.bis.Z Beitrag anzeigen
    Wenn der Staat die Wirtschaftsdaten manupiliert, kann man nichts machen? Das glaube ich kaum. man hat es sehr wohl gewusst und toleriert.
    Die, die davon wußten, haben davon profitiert. Gegen solche Machenschaften ist Wähler machtlos. In Griechenland genauso wie in Dtl.

    Einen nach dem anderen in dieser Weltregion wird der Bannfluch der Pleite treffen. Die Verwesung am lebendigen Leibe ist gerechte Strafe für jahrzehntelange Ignoranz. Die heutigen Schwierigkeiten waren bereits in den 1980gern absehbar!

    Ich beziehe das auf Dtl., weniger auf Griechenland. Das, was man den Griechen vorwirft, trifft im Prinzip auch auf Dtl zu. Wie hat sich die dt. Politik genau in der Causa Griechenland vor 2008 verhalten? In einer gleichen Weise, die den Griechen zum Vorwurf gemacht wird. Und wer hat noch in der Frühzeit der Finanzkrise fetten Reibach gemacht mit dem Absatz griechischer Staatsanleihen? Die Deutsche Bank. Wer ist dagegen nicht vorgangen? Die dt. Politik! Und das zu einer Zeit, als bereits über die Staatsschulden der EU-Südstaaten gemunkelt wurde. Wer aber war - und ist - wem zu wessen Wohl verpflichtet?!
    Man kann schlechterdings behaupten, daß es draußen nebelig sei, wenn es der Haufen herinnen ist, der dampft.








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