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Christine Lagarde: Madame Oui liest Merkel die Leviten

Christine Lagarde trifft sich mit Angela Merkel - und*kritisiert*anschließend ziemlich unverblümt deren Euro-Krisenpolitik. Der*Besuch der französischen IWF-Chefin zeigt, wie sehr sich Deutschland*vom Rest der Welt isoliert hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...810887,00.html
  1. #210

    Anerkennung kann man nicht kaufen

    Zitat von Snaporaz02 Beitrag anzeigen
    ...
    Es gilt für die Politiker die alte Devise des dicken Oggersheimers, man kauft sich Ansehen mit Geld, weil man es anders nicht bekommen kann. Ich vermute durchaus, dass Merkel und Lagarde das ganze Spiel sogar abgesprochen haben, um die deutsche Öffentlichkeit zu beruhigen, man soll den Eindruck gewinnen, Merkel macht ihre Sache gut. Merkel arbeitet an der Umverteilung von unten nach oben, darin ist sie sehr zielstrebig und tüchtig.

    Das ist leider wahr. Die echten Staatsmänner haben über diesen Mann wahrscheinlich immer nur gelacht, aber weil er ihnen stets so schön brav, das von den deutschen Arbeitnehmern hart erarbeitete Geld zuschob, haben sie ihn in ihrer Nähe geduldet. Er hat das mit Anerkennung - in seiner Verblendung wohl sogar mit Freundschaft - verwechselt. Und wir mußten dafür zahlen und zahlen immer noch.


    Lange kann das aber nicht mehr so weitergehen.
  2. #211

    Intelligenz macht nun einmal einsam ...

    ... da kann man nur sagen: Raus aus dem Euro !!!
  3. #212

    deutschland ist nicht isoliert ...

    Zitat von Foul Breitner Beitrag anzeigen
    Ich würde mich eher schämen, andere Länder um Geld anzubetteln. Und das als Frankreich.
    Frankreich ist ja das Land Nummer 1, das mit Subventionen Bauernstimmen kauft. Frankreich kann auch sparen.
    ich denke deutschland ist nicht wirklich isoliert , deutschland hat seine hausaufgaben teilweise schon gemacht ....
    andere eu staaten denken nicht mal daran ihre hausaufgaben zu machen , ich vergleiche diese situation etwas mit der deutschen wiedervereiningung , da gings um ähnliche herausforderungen und zwänge für uns deutsche allein nur ....
    ich denke wir haben das problem wiedervereinigung zum großen teil bewältigt , trotzdem da feuer und wasser , ökonomisch gesehen , vereinigt wurde erstmal . ich bedanke mich dafür öffentlich an alle die solidarisch gehandelt haben und bin stolz darauf daß es offensichtlich so einigermaßen funktioniert .
    Matthias
  4. #213

    Fehler nicht wiederholen

    Die Forderungen der Chefin des IWF, Frau Lagarde, sind nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver. Das Problen ist doch die Tatsache der Überschuldung von Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Frankreichs, Belgien, Japan, Großbritannien, USA und Deutschlands. Weit und breit ist nicht in Sicht, an welchem Tag zum erstem Mal der erste Euro jeweiligen Schuldenberge abgebaut werden. Natrürlich kann man nicht nur bei den Ausgaben sparen, sondern muss auch die Situation auf der Einnahmeseite verbessern, indem man z. B. Steuerhinterziehung und Steuerflucht besser bekämpft. Frau Lagarde sollte einmal den Republikaren in den USA ins Gewissen reden, die Steuern für Millionäre und Milliardäre wieder auf ein Normalmaß zu erhöhen. oder im Gegenzug die Steuern für die arbeitende Bevölkerung auf das gleiche niedrige Niveau zu senken, das die Millionäre und Milliardäre so beglückt. Also Frau Lagarde auf nach Washington!
  5. #214

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Rein fiskalisch ist das sicher korrekt. Noch krasser fällt das im Verhältnis zwischen Amerika und China auf. Die Chinesen haben fleißig geliefert und bekamen dafür kleine grüne Zettel...
    Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. An China sieht man das ganz gut, daß der Lebensstandard im Schnitt gestiegen ist, eine gigantische Infrastruktur wird gebaut, also 'wirkliche' Werte. Eine Mittelschicht entsteht.
    In Deutschland haben wir einen ähnlichen Effekt. Die Betriebe sind hoch produktiv, es gibt Arbeitsplätze in der Breite und Infrastruktur ist auch hierzulande vorhanden, wenn auch genau hier viel mehr investiert werden könnte. Nicht Geld macht ja unseren zukünftigen Wohlstand aus, sondern stabile soziale Strukturen, Leitungsnetze, Bausubstanz usw. Ein gebauter Bahnhof ist besser als das 'gesparte' Geld bei einer Bank.
    Das Geldsystem ist zwar reichlich kurios, es besteht aber wenig Hoffnung das in naher Zukunft zu ändern, schon gar nicht international. Wir werden einen Level tiefer etwas verbessern müssen: mehr Demokratie und damit gerechtere Verteilung z.B.
    Ach, das Geldsystem ist nicht kurios - es ist aus recht trivialen Anforderungen entstanden - und im Rahmen des Feudalismus, der Sklavensysteme bis heute einfach weiter ausgebaut worden. Dahinter stekt eigentlich mehr simple Logig als sie sich so vorstellen können!

    Ein einfaches Ding ist der Aussenhandel - Geld gibts in Währungen nur deshalb funktionabel , weil keiner über den Wochenmarkt gehen kann und durch "Geld-Tauschen" seinen Wert irgendwie erhöhen kann - was dann bis zu den Devisenmärkten immer dafür sorgt das man auch durch "Geld-Tauschen" nicht um einen cent reicher werden kann - und dafür sorgen schlicht die Egomanen die anderen die Gewinne nicht gönnen!

    Die Folge - Aussenhandel wird immer mit "Devisen/Schuldscheinen" beglichen - etwas mit dem man das "Anrecht erwirbt die eigenen Waren" zu kaufen - nicht mehr , nicht weniger!

    China macht das in Perfektion - sie gehen für die Devisen einkaufen - Waren, Patente , Firmen - Rohstoffe - und nutzen diesen Eingekauften Warenwert , und deshalb wird ihr realer Wohlstand immer grösser!

    Deutschland sammelt dagegen die Schuldscheine die es selber verteilt hat - und weil das nix bringt senkt man die Löhne um weitere Schuldscheine verteilen zu können - eine Abwärtsspirale seit gut 20 Jahren - ein System wo ein paar wenige in den Banken und Leute die von ahnung haben ihre Gewinne aus diesem Dubiosen Kreislauf ziehen aber nicht die Bürger und Arbeitnehmer - die werden dabei nur zu Arbeitsklaven und jubeln da auch noch!

    Hat mit Fiskalischen Dingen wenig zu tun - sondern einfach damit das man den Leuten kein Glitzergold sondern Glitzergeld vor die Nase hält - ist doch auch netter als eine Sklavenpeitsche - aber genau das gleiche!

    Und alle Geldsysteme haben ihren eigenbauten vernichtungsfaktor - auch dieses - und der ist längst überschritten - also wirds ein neues System bald geben - wäre vielleicht gut mal einen Kursus in Mathematik und vor allem "Wie betreibt man eigentlich Handel mit anderen zu machen" ... das könnte ganz schnell mal ein paar Illusionen geraderücken! 1.Merksatz - "In Geld kann man NIE reicher werden" - das verhindert das Geld selber ..
  6. #215

    Genau so hat es ein franz. Politiker schon formuliert

    Zitat von Quagmyre Beitrag anzeigen
    .....

    Hier entsteht immer mehr der Eindruck, dass Europa zum neuen Versailles für Deutschland werden soll.
    aditec 484 | 05.12.2011 | 21:25 | Commentaire traduit

    dass der Euro wie Versailles für Deutschland ohne Krieg sei. Aber noch mehr: Die Forderungen Lagardes sind mit einem von ihrem Chef im Élysée unausgesprochenen moralischen Debit Deuschlands hinterlegt:"Mais au bout du compte nous avons tout lieu d’être fiers de notre pays, de son histoire,
    de ce qu’il a incarné, de ce qu’il incarne encore aux yeux du monde.
    Car la France n’a jamais cédé à la tentation totalitaire. Elle n’a jamais exterminé un
    peuple. Elle n’a pas inventé la solution finale, elle n’a pas commis de crime contre
    l’humanité, ni de génocide." l.c. http://storage.canalblog.com/43/24/195707/12737750.pdf auf Seite 4 des Dokumentes. Aber alles ist lesenswert, um den Kopf Frankreichs zu verstehen. Während wir europäisch denken und alles andere in der Öffentlichkeit sanktioniert ist betreibt Sarko seinen gepflegten Nationalismus, und der braucht schon wegen seiner exorbitanten Beamtenwirtschaft Geld, viel Geld.
  7. #216

    Unsinnige Schlußfolgerung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christine Lagarde trifft sich mit Angela Merkel - und*kritisiert*anschließend ziemlich unverblümt deren Euro-Krisenpolitik. Der*Besuch der französischen IWF-Chefin zeigt, wie sehr sich Deutschland*vom Rest der Welt isoliert hat.

    Christine Lagarde: Madame Oui liest Merkel die Leviten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wieso faselt hierzulande ständig ein bestimmter Kreis, dass sich Deutschland vom Rest der Welt isoliert habe. Nur weil wir die unersättliche Gier nach immer mehr geld aus deutschland für F, I, u.a. nicht sofort mit dre Gießkanne befriedigen? Lagard hat insofern Recht, wenn Sie mit ihrem Herkunftsland inzwischen den Rest der Welt meint.
  8. #217

    "[...] schlägt die IWF-Chefin eine gemeinsame Haftung der Euro-Staaten vor, zum Beispiel durch die umstrittenen Euro-Bonds oder durch einen Schuldentilgungsfonds, wie ihn der deutsche Sachverständigenrat vorgeschlagen hat."

    Als säßen wir auf einem riesen Geldsack, dass wir dringend zu verschenken hätten. Hier werden nicht Deutsche für eventuelle Zahlungsausfälle anderer in Haftung genommen. Das muss oberste Priorität haben.

    "US-Präsident Barack Obama hat Deutschland schon mehrmals aufgefordert, mehr für das weltweite Wachstum und für die Lösung der Euro-Krise zu tun."

    Die Amerikaner haben selbst eine flaue Wirtschaft, wieso tun die nichts?
  9. #218

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    Sie bitte aufzeigen, was Sie unter "Verbrechen gegen das eigene Volk" verstehen???
    Ganz einfach.
    Leben sie denn schon so lange als Sklave,
    das sie eine solche Frage nicht mehr zu
    benantworten wissen?
  10. #219

    Zitat von Ulfgard Beitrag anzeigen
    Sicher, das heisst aber nicht, das Politiker aus ihrer
    Verantwortung entlassen werden sollten.
    Man sollte sie sicherlich danach noch aufsuchen
    können und dann zur Verantwortung ziehen.
    Dies sollte man ihnen zumindest
    heute schon mit auf den Weg geben, das sie auch nach
    ihrem offiziellen Ausscheiden haftbar gemacht werden können.
    Verbrechen gegen das eigene Volk, sollten genausowenig
    verjähren wie Völkermord.
    Das ist doch so totaler Unsinn. Wie sollte man so was denn festlegen? Ab wann haftet man für etwas? Wer entscheidet das?
    Keiner in der Regierung macht doch bewusst etwas, bei dem er meint, das würde Deutschland schaden. Der eine meinte, A ist die richtige Lösung, der andere hält nichts von A und sagt B ist doch ganz klar die richtige Lösung. Dann kommt noch der Dritte und will Lösung C.
    Man weiß doch nicht vorher, was die ideale Lösung ist. Dafür sind viele Probleme heute viel zu komplex in ihren Auswirkungen.

    Ist z.B. derzeit besser zu sparen, weil man seit Jahrzehnten auf pump lebt und es mal zeit wird die kommenden Generationen nicht mit einem enormen Schuldenberg dastehen zu lassen.
    Oder sollte man Geld raushauen und kräftig in die Konjunktur investieren um einmalig ein paar 0,x Prozent Wirtschaftsleistung für ein Jahr aufzublähen.
    Zu den zwei Varianten wird es sicherlich viele verschiedene Meinungen geben. Wer sollte dann hinterher entscheiden, da müsste ein Politiker für haften, weil er vermeintlich das falsche gemacht hat? Und wie beweist man, dass die andere Lösung mehr gebracht hätte?

    Ich kann ja Frust verstehen, bin auch regelmäßig bei Entscheidungen der Politiker frustriert oder genervt. Aber man sollte schon auf den Boden bleiben.

    Btw: Deutschlands Wirtschaftskraft ist stark genug, um auch die ein oder andere Milliarden-Fehlentscheidung zu verkraften. Ich bezweifle sehr das sich so etwas verhindern lässt.


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