Kein Zweifel, auch CDU-Politiker sind nur Menschen und dem Durchschnitt der Gesellschaft, aus der sie entstammen, auch kaum intellektuell oder gar charakterlich überlegen.
Das gilt aber auch für alle anderen Parteien, die gern, jede auf ihre Art, für sich reklamieren, über die höhere Moral zu verfügen. Für Führungskräfte in Wirtschaft, Wissenschaft und sonstwo gilt es auch.
Offenbar ist den Menschen heutzutage kaum noch möglich, was früher normal war: Eine feste Bindung an einen Partner, zu dem man auch nach dem Ende der "Liebe" treu und solidarisch steht. Dauerhafte Partnerschaften, für deren Erhalt man eigene Interessen und Bedürfnisse zurückstellt.
Wenn man das konstatiert, muß man aber auch die Konsequenzen ziehen und nicht von Anderen fordern, was man selbst nicht einhalten kann. Auch das gilt - auf jeweils eigene Weise - für alle Parteien.
Mir persönlich sind die privaten Neigungen, Irrungen und Wirrungen von Politikern egal, solange ein bestimmter Rahmen nicht überschritten wird und sie privat bleiben, d. h. weder politischem noch boulevardeskem Selbst-Marketing dienen.
"Entscheidend ist, was hinten rauskommt", wußte schon der Große Vorsitzende Kohl. Da liegt derzeit genug im Argen (auch wieder bei allen Parteien), gibt es zu wenig Persönlichkeiten, denen man intellektuell und charakterlich wirkliche politische Führung zutraut. Da muß man gar nicht im Privaten herumwühlen, um viel relevantere Defizite zu finden. Der output stimmt einfach viel zu oft nicht.



