DPANordrhein-Westfalens FDP will auf ihrem Parteitag Christian Lindner zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl küren. Dessen Parteifreund Wolfgang Kubicki aus Schleswig-Holstein sieht ihn für Größeres bestimmt: Alles laufe auf Lindner als Chef der Liberalen im Bund hinaus.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825054,00.html
Wieso, nur ein Gegenbeispiel: energieintensive Unternehmen werden auf Kosten der Privathaushalte entlastet. Wo war da der strahlende Ritter FDP?
Und wenn es nach dem Willen der FDP geht, soll sogar jeder eine verpflichtende(!) private(!) Zusatzversicherung für die Pflege abschließen. Das wäre nach Riester also der nächste warme Regen für die Maschmeyers und Versicherungskonzerne. Auch wenn ich es nicht gern tue, aber hier wäre mal die Union zu loben, die wieder mal die FDP ausgebremst hat.
Genau, deswegen übernehmen Sie jetzt die Wählerbeschimpfung. Typisches "Demokratie"verständnis: "Wer nicht so wählt wie ich es will, ist blöd."
Aber vielleicht hat es erst mal der Mövenpick-Aktion (und folgende Clownereien) bedurft, dass einige klüger geworden sind.
Wenn Herr Kubicki den Mumm hätte, selbst als Bundesvorsitzender zu kandidieren ...aber der hochbezahlte Anwalt hat sicher Besseres zu tun und alles deutet ja darauf hin, dass er entgegen seiner Aussage nicht damit rechnet, dem künftigen Landtag in S-H noch anzugehören.
Ich halte nämlich Kubicki grundsätzlich für den deutlich fähigeren Mann als Herrn Lindner, der auch nach seinem 3-monatigen Urlaub den Rösler-Trümmerhaufen allenfalls in den Konkurs führen wird. Aber das ist ja nicht schlimm, im Gegenteil.
Ich teile Ihre Meinung. Die jetzige Bundesregierung ist äußerst erfolgreich und das liegt vor allem an der FDP. Man erinnere sich an die große Koalition zurück. Obwohl die Probleme geringer waren und bequemer regiert werden konnte, wurde in der großen Koalitoin vieles nicht angefasst. Man hat die Umsatzsteuer erhöht, wie grandios: Union will von 16 auf 18 %, SPD von 16 % auf 16 %. Der Kompromiss wäre 17 % gewesen, aber 19 % kamen heraus. Grandios!
Die jetzige Regierung ist da deutlich erfolgreicher. Opel-"Rettung" wurde durch Brüderle vereitelt, die Schlecker-"Rettung" durch FDP-Minister in den Ländern. Vorratsdatenspeicherung... vom Tisch. Das Entwicklungsministerium wird kernsaniert. Sieht natürlich blöde aus, wenn ein FDP-Mann Minister eines Ministeriums wird, das man eigentlich abschaffen wollte. Das ist aber im Gegensatz zur obiger Umsatzsteuerepisode. Wenn nicht abschaffen, dann wenigstens optimieren. Und Niebel rockt den schwarz-rot-verfilzten Laden. Man regt sich über ein paar Pöstchen für FDP-Leute in diesem Ministerium auf, ohne zu sehen, dass die rote Heidi sowas über Jahre hinweg systematisch betrieben hat. Und die SPD-Opposition muckt deshalb auf, weil sie ihren Filz bedroht sieht.
Auch hier ein gutes Beispiel aus der FTD, dass wir die FDP unbedingt brauchen: Ärger mit der FDP: Die Bahn-Trickserei der Union | FTD.de
Hätten wir keine FDP, wären die Solarsubventionen auch nicht gekürzt worden. Im Übrigen: Da trifft es sogar typische FDP-Klientel, denn es sind gut verdienende Ärzte, Apotheker usw. (Mittelstand halt), die sich Solaranlagen aufs Dach montieren lassen. Daher zieht auch der Vorwurf nicht, dass die FDP nur gegenüber Schleckerfrauen den dicken Max macht.
Leider fehlt in dem Artikel wieder eine Zusammenfassung über die berufliche Karriere des Herrn Lindners:
Seine "Werbeagenturen" sind mit erheblichen Steuermitteln subventioniert worden und dann alle in den Bankrott gewirtschaftet worden.
Herr Lindner möchte erst mal die in ihn und seine Start-Ups investierten Steuermittel mit Zins und Zinseszins zurückerstatten.
Dann kann er sich gerne weiter in der Politik darstellen.
LG
Blackstone13
>>"Wir können nur wieder erfolgreich werden, wenn wir eigenständige FDP-Politik machen und diese auch durchsetzen", sagte Hahn.<<
Erstaunlich, dass diese Erkenntnis aus der FDP kommt. CDU, SPD und Grüne würden gut daran kommen dies ebenfalls zu erkennen.