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Chinesischer Dissident: Chen fleht Obama um Hilfe an

REUTERSEs ist die nächste Wendung im Drama um Chen Guangcheng: Der blinde Bürgerrechtler will China nun doch schnellstens verlassen. Er fürchtet um das Leben seiner Familie - und hofft auf Unterstützung durch die USA. Gleichzeitig erhob er Vorwürfe gegen die amerikanische Botschaft in Peking.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831048,00.html
  1. #1

    ...

    Ein Dissident, welcher seine Regierung gerade ziemlich bloßgestellt hat, alleingelassen (wie er selber sagt) in einem chinesischen Krankenhaus, gibt mal eben CNN ein Interview per Telefon...
    Wenn das nicht Meinungsfreiheit ist...
    Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass dieser Mann nur Spielball ist. Schließlich finden ja auch zufällig gleichzeitig chinesisch - amerikanische Konsultationen statt.
  2. #2

    China ist besser, als viele denken

    Ich empfehle Oppositionellen einen Deal mit dem Staat: öffentliches Bekenntnis (das ist wichtig, auch zum Schutz vor korrupten Staatsdienern und die Triaden sind sowieso immer eine Gefahr) zu China und gegen Staatsfeinde, mit dem (überzeugend und ehrlich vorgetragenen) Wunsch, legal und in Zusammenarbeit mit dem Staat sich für ein besseres China einzusetzen. Die Gefahr dabei sind natürlich das organisierte Verbrechen und ausländische Mächte aber andererseits ist für die ein Mord nicht ohne Risiko - wenn viele Oppositionelle sich zu China bekennen, dann dürfte das bei den meisten gut gehen; Öffentlichkeit kann hilfreich sein. China sollte das unterstützen, indem China Oppositionellen entgegenkommt und die Wahl läßt: gut werden (auch mit ein bisschen Kulanz und Entgegenkommen des Staates) oder ausreisen. (imho)
  3. #3

    würden sie ....

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Ich empfehle Oppositionellen einen Deal mit dem Staat: öffentliches Bekenntnis (das ist wichtig, auch zum Schutz vor korrupten Staatsdienern und die Triaden sind sowieso immer eine Gefahr) zu China und gegen Staatsfeinde, mit dem (überzeugend und ehrlich vorgetragenen) Wunsch, legal und in Zusammenarbeit mit dem Staat sich für ein besseres China einzusetzen. Die Gefahr dabei sind natürlich das organisierte Verbrechen und ausländische Mächte aber andererseits ist für die ein Mord nicht ohne Risiko - wenn viele Oppositionelle sich zu China bekennen, dann dürfte das bei den meisten gut gehen; Öffentlichkeit kann hilfreich sein. China sollte das unterstützen, indem China Oppositionellen entgegenkommt und die Wahl läßt: gut werden (auch mit ein bisschen Kulanz und Entgegenkommen des Staates) oder ausreisen. (imho)
    als parteichef in einem ein-parteien-system andre parteien zulassen, demokratische wahlen einführen, das risiko eingehen, ihre macht zu verlieren?
    ich denke nicht. und all das wären konsequenzen, wenn ihre wünsche realität würden.
    ein chinese gründet aus liebe zu seinem land ein den grünen in deutschland vergleichbare partei. verspricht dabei nur an das wohl chinas zu denken. ist reich genug um keinerlei korruption zu erliegen ....
    das ergebnis wäre, diesem chinesen was an's zeug zu flicken, damit seine familie die kugel bezahlen darf, die ihn mit genickschuss hinrichtet.

    solche deals wird es nie geben.weder auf grosser ebene und schon gar nicht für die kleinen. in china zählt ein menschenleben nicht viel. es gibt genug andre. wird ihnen jeder bestätigen können, der sich intensiv mit land und leute beschäftigt hat.
  4. #4

    Ausreise möglich?

    Zitat von MrStoneStupid Beitrag anzeigen
    Ich empfehle Oppositionellen einen Deal mit dem Staat: öffentliches Bekenntnis (das ist wichtig, auch zum Schutz vor korrupten Staatsdienern und die Triaden sind sowieso immer eine Gefahr) zu China und gegen Staatsfeinde, mit dem (überzeugend und ehrlich vorgetragenen) Wunsch, legal und in Zusammenarbeit mit dem Staat sich für ein besseres China einzusetzen. Die Gefahr dabei sind natürlich das organisierte Verbrechen und ausländische Mächte aber andererseits ist für die ein Mord nicht ohne Risiko - wenn viele Oppositionelle sich zu China bekennen, dann dürfte das bei den meisten gut gehen; Öffentlichkeit kann hilfreich sein. China sollte das unterstützen, indem China Oppositionellen entgegenkommt und die Wahl läßt: gut werden (auch mit ein bisschen Kulanz und Entgegenkommen des Staates) oder ausreisen. (imho)
    Hat jeder Chinesische Staatsbürger das Recht, sein Land zu ver-
    lassen?? ich denke da an meine DDR Zeit, da durfte ich das nicht.
    Nur dieses Recht wäre einzufordern, alles Andere geht uns ja
    wohl nichts an !!
  5. #5

    Gehen uns

    Zitat von anti-de Beitrag anzeigen
    Hat jeder Chinesische Staatsbürger das Recht, sein Land zu ver-
    lassen?? ich denke da an meine DDR Zeit, da durfte ich das nicht.
    Nur dieses Recht wäre einzufordern, alles Andere geht uns ja
    wohl nichts an !!
    Zwangsumsiedlungen, Hinrichtungen, Unterdrückung und ähnliche Nettigkeiten in anderen Ländern wirklich nichts an?
    Dann bestimmt auch nicht in anderen Städten.
    Oder auch die Gewalt gegen Kinder in anderen Wohnungen?
    Tja, besser immer schön die Augen schließen.
    Die Menschenrechtsverletzungen in IHRER ehemaligen DDR gingen auch niemanden etwas an?
    Na solche Bürger lob ich mir.
    Weiter so
  6. #6

    ...

    @anti-de
    Ja, hat er. Nur lassen Ihn Länder wie Deutschland nicht rein... Kleiner, aber feiner Unterschied
    Versuchen Sie mal als, normaler Chinese, ein Visa für Deutschland zu bekommen.
  7. #7

    Augen zu?

    Zitat von Hotte Hitzig Beitrag anzeigen
    Zwangsumsiedlungen, Hinrichtungen, Unterdrückung und ähnliche Nettigkeiten in anderen Ländern wirklich nichts an?
    Dann bestimmt auch nicht in anderen Städten.
    Oder auch die Gewalt gegen Kinder in anderen Wohnungen?
    Tja, besser immer schön die Augen schließen.
    Die Menschenrechtsverletzungen in IHRER ehemaligen DDR gingen auch niemanden etwas an?
    Na solche Bürger lob ich mir.
    Weiter so
    Mir kommt es vor, als wollten einige nur ihre Augen verschließen und von nichts wissen.
    Aber wenn das früher auch so gewesen wäre, wer weiß wo wir dann heute wären, bestimmt nicht in ein wiedervereintes Deutschland.
    Auch die Menschenrechtsprobleme in China und anderswo können uns nicht kalt lassen.
    HR
  8. #8

    ***

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist die nächste Wendung im Drama um Chen Guangcheng: Der blinde Bürgerrechtler will China nun doch schnellstens verlassen. Er fürchtet um das Leben seiner Familie - und hofft auf Unterstützung durch die USA. Gleichzeitig erhob er Vorwürfe gegen die amerikanische Botschaft in Peking.
    Vor ein paar Tagen kannte den Mann kaum jemand.
    Und jetzt?
    Ein Blinder führt China an der Nase herum und entzieht sich dem Zugriff der Staatsmacht.
    Dann will er wieder zurück.
    Jetzt Vorwürfe an die US Botschaft.

    Das ist doch alles eine Schmierenkomödie, genau wie die Geschichte um die arme, arme Timoschenko.

    Sobald wieder große Geschäfte winken, wird das ganze Gutmenschen Gedusel über Bord geworfen.
  9. #9

    Ein Visum für Deutschland?

    Zitat von fessi1 Beitrag anzeigen
    @anti-de
    Ja, hat er. Nur lassen Ihn Länder wie Deutschland nicht rein... Kleiner, aber feiner Unterschied
    Versuchen Sie mal als, normaler Chinese, ein Visa für Deutschland zu bekommen.
    Also was hier für Ammenmärchen verbreitet werden, ist schon
    gewaltig.

    Fakt ist, dass jeder normale Chinese ein Visum für Deutschland
    bekommen kann und auch bekommt.

    Dass dies aber einige Tage, wenn nicht Wochen dauert, ist
    aufgrund der vielen Anträge auch wahr, aber kein wirkliches
    Problem.

    Was aber da gerade für ein Schauspiel mit Chen abgezogen wird,
    wohl auch Chen hier eine Riesen-Show abzieht, ist schon sehr
    verwunderlich.

    Und dass Chen tatsächlich Interviews an westliche Journalisten
    geben kann, zeigt ja wohl auch, dass er wohl nicht total
    mundtot gemacht wird, von der Anschuldigung, dass China
    seine Frau ermorden will, ganz zu schweigen.


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