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Chinesischer Aktivist Chen: "Du hast zu viele Opfer gebracht"

REUTERS/ US EmbassyEin einzelner Aktivist hat es geschafft, China und die USA gegeneinander auszuspielen. Was wird mit dem blinden Menschenrechtler Chen? Vieles spricht dafür, dass Peking den unliebsamen Kritiker ins Ausland ziehen lässt. Aber der Machtkampf in der KP macht den Fall unberechenbar.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831149,00.html
  1. #10

    Interessant finde ich, dass von keiner Seite her widersprochen wird, dass sich Chens Familie in Gefahr befindet.
  2. #11

    Aber Guantanamo gehört doch zum..

    Zitat von Why-not? Beitrag anzeigen
    Guantanamo war und ist falsch und gehört kritisiert. Das hier ist allerdings ein Artikel über CHINA. Und die Existenz von Guantanamo macht die chinesische Unterdrückung keinen Deut besser.
    .. unmittelbaren Einflußbereich der US-Regierung oder spricht China da schon mit?
  3. #12

    China im Chaos?

    Zitat von Anhaltiner Beitrag anzeigen
    Wenn es denn nur ein Einzelner wäre. Die Frage ist, was passiert wenn aus ein paar Regimegegnern plötzlich 100.000ende werden die Reformen fordern.
    Tja das ist wohl ne gute Frage.

    Aber sollten wir im Westen ein Interesse daran
    haben, dass China im Chaos versinkt??
  4. #13

    Ich kenne keinen Fall, bei dem ein Protestant, der gegen Guantanamo protestiert hat, ohne Gerichtsverfahren unter Hausarrest gestellt wird und von Schlägern belagert wird.
    Übrigens nicht nur der Protestand, sondern seine ganze Familie wird direkt in Sippenhaft genommen.

    In China scheint dies normal zu sein und hier und da kommen Fälle an die westliche Öffentlichkeit. Ich möchte nicht wissen, wie groß die Dunkelziffer in diesem Land ist.
  5. #14

    China

    Zitat von Anhaltiner Beitrag anzeigen
    Wenn es denn nur ein Einzelner wäre. Die Frage ist, was passiert wenn aus ein paar Regimegegnern plötzlich 100.000ende werden die Reformen fordern.
    Genau das ist das Problem. China hat in den letzten 30 Jahren einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung genossen, trotz Diktaur oder wegen, wer weiß. Den Chinesen ging es in ihrer Geschichte in der Gesamtheit noch nie so gut wie heute, trotz unbestritten gewaltiger Probleme. Die Transformierung eines ohne Zweifel diktatorischen Systemes in eine Demokratie hat mögliche unberechenbare Risiken. Ob die Chinesen scharf auf eine russische Perestroika oder eine Balkanisierung sind ist fraglich. Der aktuelle wirtschaftliche Kurs ist erfolgreich, bricht der Erfolg ein, ist das Ende der Partei sicher zu beschleunigen, bleibt es beim Erfolg werden die meisten Chinesen lieber die Klappe halten und weiter wuseln, schließlich leben sie seit Jahrtausenden in diktatorischen Systemen, unter dem Kaisern war es doch prinzipiell nicht anders, halt nur ein anderer "Kaiser". Freiheit kann man nicht essen und heute sind die Chinesen berechtigt stolz darauf, dass nicht mehr gehungert werden muss. Nicht wenige Chinesen sind der Meinung, dass ein so bevölkerungsreiches Land nur mit harter Hand zu führen ist. Unzufriedene wird es immer geben, gibts bei uns ja auch genug. Vielleicht solte man das CIA- Handbuch für Dissidenten auch in D. verteilen.
  6. #15

    ...

    Zitat von Wololooo Beitrag anzeigen
    Ich kenne keinen Fall, bei dem ein Protestant, der gegen Guantanamo protestiert hat, ohne Gerichtsverfahren unter Hausarrest gestellt wird und von Schlägern belagert wird.
    Übrigens nicht nur der Protestand, sondern seine ganze Familie wird direkt in Sippenhaft genommen.

    In China scheint dies normal zu sein und hier und da kommen Fälle an die westliche Öffentlichkeit. Ich möchte nicht wissen, wie groß die Dunkelziffer in diesem Land ist.
    Ganz Sicher. Die Menschrechtssituation in China ist offensichtlich nicht das Beste.

    Aber man braucht auch nicht unbedingt in Sachen Menschrenrecht USA schön zu reden:

    QPress | Reisewarnung für USA – drohende Menschenrechtsverletzungen
  7. #16

    und der Ertrag stimmt, stören solche Petitessen wie
    Freiheit,Demokratie und Menschenrechte, das ist leider Realität. Eine immer wiederkehrende schizophrene Verhaltensweise die alle befällt, wenn nur die Kasse stimmt.
    Und ob wir uns darüber aufregen oder auch nicht, ändert
    keinen Deut an der Praxis. Ja, so leben wir!
  8. #17

    Zitat von der-schwarze-fleck Beitrag anzeigen
    Genau das ist das Problem. China hat in den letzten 30 Jahren einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung genossen, trotz Diktaur oder wegen, wer weiß. Den Chinesen ging es in ihrer Geschichte in der Gesamtheit noch nie so gut wie heute, trotz unbestritten gewaltiger Probleme. Die Transformierung eines ohne Zweifel diktatorischen Systemes in eine Demokratie hat mögliche unberechenbare Risiken. Ob die Chinesen scharf auf eine russische Perestroika oder eine Balkanisierung sind ist fraglich. Der aktuelle wirtschaftliche Kurs ist erfolgreich, bricht der Erfolg ein, ist das Ende der Partei sicher zu beschleunigen, bleibt es beim Erfolg werden die meisten Chinesen lieber die Klappe halten und weiter wuseln, schließlich leben sie seit Jahrtausenden in diktatorischen Systemen, unter dem Kaisern war es doch prinzipiell nicht anders, halt nur ein anderer "Kaiser". Freiheit kann man nicht essen und heute sind die Chinesen berechtigt stolz darauf, dass nicht mehr gehungert werden muss. Nicht wenige Chinesen sind der Meinung, dass ein so bevölkerungsreiches Land nur mit harter Hand zu führen ist. Unzufriedene wird es immer geben, gibts bei uns ja auch genug. Vielleicht solte man das CIA- Handbuch für Dissidenten auch in D. verteilen.
    Und meiner rein persönlichen Meinung nach ist "Wohlstand für Alle" die wichtigste Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Davon ist China noch weit entfernt.
  9. #18

    Zitat von der-schwarze-fleck Beitrag anzeigen
    Die Transformierung eines ohne Zweifel diktatorischen Systemes in eine Demokratie hat mögliche unberechenbare Risiken.
    Ich halte schon die Idee einer solchen Transformation für abwegig. In China gab es noch nie eine Demokratie und ich glaube nicht, das es jemals eine geben wird.
    Die Idee, den Staat an den meist bietenden für eine Legislaturperiode zu verkaufen, passt nicht zur chinesischen Vorstellung von Staat.
  10. #19

    Ich

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Tja das ist wohl ne gute Frage.

    Aber sollten wir im Westen ein Interesse daran
    haben, dass China im Chaos versinkt??
    bin mir auch nicht sicher, ob man diesen Mann im Kampf gegen die Ein-Kind-Politik unterstützen sollte. Die indische Lösung mit Zwangssterilisation fand ich auch nicht so prickelnd. Bei einer Weltbevölkerung von absehbar 7 Milliarden ist das schon schwierig.
    Aber ein Exot ist der Mann schon, autodidaktischer blinder Anwalt- ich kann mir das alles nicht so richtig vorstellen. Da muss ja ein mächtiges Netzwerk hinter dem stehen. Aber ich habe bis letzte Woche von dem Mann noch nie was gehört oder gelesen, ich weiss noch nicht einmal ob es den wirklich gibt. Wenn nicht, ist er gut erfunden.


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