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Chinas KP-Sprösslinge: Die Prinzlinge sahnen Milliarden ab

REUTERSSie studieren an Elite-Unis in Übersee und geben das Geld mit vollen Händen aus: Wer in China Kind eines hohen KP-Funktionärs ist, hat beste Beziehungen und beste Aussichten. Viele "Prinzlinge" sind deshalb begehrt bei ausländischen Firmen - oder schon an der Spitze von Finanzimperien.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...828825,00.html
  1. #1

    Das hört sich jetzt nach einer Stammtisch-Logik an, aber wenn Beziehungen in der Wirtschaft zu Politikern wichtig sind, also die Politik FÜR und GEGEN Unternehmen arbeitet, weil sie dort eigene Gruppenmitglieder erkennt,

    und diese selbe Politik Menschen unter Gefängniszwang und anderer Strafen von den Bürgern Steuern verlangt, ist es keine Demokratie sondern etwas anderes. Möge man es Monarchie, Oligarchie oder Volksrepublik nennen, aber es ist und bleibt eine Gruppe von Menschen, die solidarisch das Land zur eigenen Bereicherung unterdrückt.

    Und die Folgen kann man in Deutschland schon spüren, wenn man sieht, wie oft Wirtschaftsbosse in die Politik, Politiker in Gerichtssäale usw springen
  2. #2

    Deshalb sind die Werber für die Parteimitgliedschaft an den chinesischen Universitäten so erfolgreich. Jeder weiß, ohne Parteibuch ist es ungleich schwerer eine gute Anstellung zu finden. Und die Mitgliedschaft eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.
    Dieser Artikel kratzt dennoch nur an der Oberfläche. Die Korruption hat zu einem so ausgefeilten System geführt, dass man es an Perfektion kaum übertreffen kann. Es ist unmöglich, dagegen etwas zu tun. Den diejenigen, die etwas tun können, haben sich in den letzten Jahren selbst reichlich bedient. Kein Wen Jiabao oder Hu Jintao wird gegen Korruption vorgehen. Sonst würden die ihr privates Milliardenvermögen verlieren.
    Darüber wird in China nicht einmal hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Im Gegenteil! Man versucht es, ihnen gleich zu tun. Sie sind Vorbilder für eine ganze Generation von jungen Leuten geworden.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie studieren an Elite-Unis in Übersee und geben das Geld mit vollen Händen aus: Wer in China Kind eines hohen KP-Funktionärs ist, hat beste Beziehungen und beste Aussichten. Viele "Prinzlinge" sind deshalb begehrt bei ausländischen Firmen - oder schon an der Spitze von Finanzimperien.

    Chinas KP-Sprösslinge: Die Prinzlinge sahnen Milliarden ab - SPIEGEL ONLINE
    Auch so, und ich glaubte mal daran, dass Gehälter leistungsgerecht vergeben werden.
  4. #4

    Prinzlinge

    Nette Wortschöpfung. Jeder Prinzling ist ein Winzling. Auch die "echten".
  5. #5

    Nichts wirklich Neues

    Es ist nichts aussergewöhnliches, dass auf dem Land dem örtlichen KP-Vorsitzenden die meisten Immobilien gehören und die halbe Bevölkerung bei ihm mietet oder pachtet.

    Möchte wissen, wieviel Geld aus Chinas KP in der Schweiz lagert. Das war auch in der UdSSR so.
  6. #6

    Träumerles

    Es gab und gibt keine klassenlose Gesellschaft. Nirgendwo. Selbstverständlich auch in China nicht. Wer von eine Gesellschaft träumt, in der alle Menschen dieselben Chancen haben und gleich sind, sollte weiterträumen.
  7. #7

    auch den Kommunisten ist nichts menschliches fremd. Man folgt, wie alle Sterblichen und Geistlichen, nach Macht und Geld.
  8. #8

    Verwirrt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie studieren an Elite-Unis in Übersee und geben das Geld mit vollen Händen aus: Wer in China Kind eines hohen KP-Funktionärs ist, hat beste Beziehungen und beste Aussichten. Viele "Prinzlinge" sind deshalb begehrt bei ausländischen Firmen - oder schon an der Spitze von Finanzimperien.

    Chinas KP-Sprösslinge: Die Prinzlinge sahnen Milliarden ab - SPIEGEL ONLINE
    Ich gestehe, nach der Lektüre dieses Artikels ist meine Verwirrung groß. Allgemein wird China doch als kommunistische Diktatur gesehen, die jeder freien wirtschaftlichen Entwicklung Hohn spricht. Vor allem von Vertretern der neoliberalen Finanzpoltik wird das chinesische Modell als Hort der Unfreiheit bezeichnet. Und nun machen junge Chinesen das, was eigentlich gerade von diesen westlichen Kräften gefordert wird. Dabei ist es doch egal, ob die "Prinzlinge" Abkömmlinge von KP-Kadern sind oder aus schon lange bestehenden Milliardärsfamilien z.B der USA hervorgehen. Geldadel bleibt Geldadel. Warum nur wird die Entwicklung in China nicht allgemein vom internationalen Kapital beklatscht?
    Sollte es vielleicht doch noch eine Komponente rotchinesischer Politik geben, die den übrigen Herren der Welt überhaupt nicht schmeckt?
    Und welche könnte das wohl sein? Wie gesagt, ich bin etwas verwirrt... :)
  9. #9

    Welche Möglichkeiten der Kommunismus einigen Menschen so bietet, hätte sich Mao Zedong bestimmt nicht träumen lassen.


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