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Chile: Oberstes Gericht stoppt Bau von E.on-Kohlekraftwerk
DPAEs ist ein Rückschlag für den Energieriesen E.on: Der Plan, ein neues Kohlekraftwerk in Chile zu bauen, ist vorerst gescheitert. Das Unternehmen muss nach einem Gerichtsurteil jetzt prüfen lassen, wie umweltverträglich das Werk ist.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...852642,00.html
- #1 28.08.2012 21:04 von
- #2 28.08.2012 21:33 von
„Westküste Chiles“ ist gut. ;-)
Trotzdem ist es natürlich eine gute Nachricht, daß man in Chile über eine verantwortungsvollere Ressourcennutzung nachzudenken beginnt. Da ist ja noch einiges zu tun (z.B. gegen die Abholzung der Wälder im Süden).
- #3 28.08.2012 21:55 von
Eon Gejammer
Unsere Energiemonopole sind Merkels Kuscheltiere.
Wenn im Ausland etwas in Sand gesetzt wird, kommt der deutsche Abnehmer dafür auf.
Schlägt sich in Deutschland an den unverträglichen Preisen nieder. - #4 29.08.2012 02:21 von
Umweltschutz Chile
Leider eine typische Aussage eines Europäers, der südamerikanische Länder und ihre Menschen etwas mitleidvoll als unterentwickelt bezeichnen. Die Sache ist eben nicht so einfach: Europa und Nordamerika sind mitunter bis heute so reich, weil deren Megakonzerne immer und bis heute Raubbau bei uns betreiben, uns zu "Bananenrepubliken" verdammen, auch dank aktiver Hilfeleistung der Weltbank, (d.h. wir sind gut als Rohstoffliferanten). Erkundigen sie sich mal genauer. Aber das Thema Umweltschutz ist trotz enormem Widerstand obig genannter stetig gewachsen. Fehlt dass z.B. sämtliche Minenindustrie und wichtigste Industriezweige verstaatlicht und die obig genannten rausgeschmissen werden. Grüsse aus Chile.
- #5 29.08.2012 05:03 von
So ein glueck
Das Kohlekraftwerk wuerde einen der schoensten Straende in der Atacamawueste fuer immer verschmutzen. Die Firmen MPX und E.ON haben aber auch keine Alternativen vorgebracht, es muss doch nicht genau in einer der reizvollsten Gegenden der Kueste ein solches Kraftwerk gebaut werden. Auch hier gibt es Industriegebiete in denen vieleicht ein solches Kraftwerk weniger Unruhe hervorgebracht haette. Aber man sollte E.On gratulieren: Mit dieser Aktion wurde eine solide und sehr noetige Umweltbewegung hier in Chile gegruendet, vielen Dank E.ON !
- #6 29.08.2012 07:57 von
Energieproblem
Leider hat Chile aber auch massive Energieprobleme, die sich in horrenden Strompreisen und teilweise Rationierungen niederschlagen.
Der Hauptgrund hierfür ist eben die "Umweltverträglichkeitsprüfung", die allerdings nicht nur vor Kohlekraftwerken sondern vor allem auch vor Wasserkraftwerken und anderen alternativen Energiequellen keinen Halt macht. Gerade Chile hat enormes Wasserkraftpotential, dessen Nutzung so zunichte gemacht wird. Von den projektierten Wasserkraftwerken, die bis jetzt am Netz sein sollten, haben es bisher nicht mal 20% geschafft. Alle anderen hängen in dieser "ökologischen Endlosschleife".
Das ist eben das Problem, wenn man die Standards, die für eine Land mit voll ausgebauter Infrastruktur wie etwa Deutschland gelten auch Schwellen- und Entwicklungsländern aufdrückt. - #7 29.08.2012 08:26 von
Glauben
Im Mittelalter glaubten die Leute, sich durch Ablasszahlungen das ewige Leben erkaufen zu können. Daraus ist immerhin der Petersdom entstanden.
Sie glauben, durch CO2-Einsparung die Welt retten zu können. Dabei hat der IPCC sich doch schon derart heftig blamiert, dass wir den Glauben an den CO2-Einflusses auf das Kilma mal wieder ein bisschen einschränken sollten. - #8 29.08.2012 08:28 von
- #9 29.08.2012 10:02 von
Man stelle sich einmal vor, wo das alles hinführen könnte, wenn das Beispiel Schule macht und nun alle geschundenen Nationen merken würden, dass eine eine intakte Umwelt eben auch eine "Ressource" ist.
Bald wüsste das internationale Blasenkapital und die Heuschreckenfonds gar nicht mehr, in welches Billigland man denn noch "investieren" könnte.
Wären wir die Amis, hätten wir schon gewusst, unsere Interessen durchzusetzen oder hätten, wie die Chinesen in Afrika, die paar Renitente mal kurz erschossen.
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