Chile: Oberstes Gericht stoppt Bau von E.on-Kohlekraftwerk

DPAEs ist ein Rückschlag für den Energieriesen E.on: Der Plan, ein neues Kohlekraftwerk in Chile zu bauen, ist vorerst gescheitert. Das Unternehmen muss nach einem Gerichtsurteil jetzt prüfen lassen, wie umweltverträglich das Werk ist.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...852642,00.html
  1. #1

    Gut so!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Rückschlag für den Energieriesen E.on: Der Plan, ein neues Kohlekraftwerk in Chile zu bauen, ist vorerst gescheitert. Das Unternehmen muss nach einem Gerichtsurteil jetzt prüfen lassen, wie umweltverträglich das Werk ist.

    Chile verbietet Bau von E.on-Kohlekraftwerk - SPIEGEL ONLINE
    Kohlekraftwerke sind die schlimmsten Klimakiller überhaupt. E.on sollte seine Lektion doch endlich gelernt haben und darüber nachdenken, wie man Energie erzeugt, OHNE die Welt zu zerstören.
  2. #2

    „Westküste Chiles“ ist gut. ;-)

    Trotzdem ist es natürlich eine gute Nachricht, daß man in Chile über eine verantwortungsvollere Ressourcennutzung nachzudenken beginnt. Da ist ja noch einiges zu tun (z.B. gegen die Abholzung der Wälder im Süden).
  3. #3

    Eon Gejammer

    Unsere Energiemonopole sind Merkels Kuscheltiere.
    Wenn im Ausland etwas in Sand gesetzt wird, kommt der deutsche Abnehmer dafür auf.
    Schlägt sich in Deutschland an den unverträglichen Preisen nieder.
  4. #4

    Umweltschutz Chile

    Zitat von Haywood Ublomey Beitrag anzeigen
    Trotzdem ist es natürlich eine gute Nachricht, daß man in Chile über eine verantwortungsvollere Ressourcennutzung nachzudenken beginnt. Da ist ja noch einiges zu tun (z.B. gegen die Abholzung der Wälder im Süden).
    Leider eine typische Aussage eines Europäers, der südamerikanische Länder und ihre Menschen etwas mitleidvoll als unterentwickelt bezeichnen. Die Sache ist eben nicht so einfach: Europa und Nordamerika sind mitunter bis heute so reich, weil deren Megakonzerne immer und bis heute Raubbau bei uns betreiben, uns zu "Bananenrepubliken" verdammen, auch dank aktiver Hilfeleistung der Weltbank, (d.h. wir sind gut als Rohstoffliferanten). Erkundigen sie sich mal genauer. Aber das Thema Umweltschutz ist trotz enormem Widerstand obig genannter stetig gewachsen. Fehlt dass z.B. sämtliche Minenindustrie und wichtigste Industriezweige verstaatlicht und die obig genannten rausgeschmissen werden. Grüsse aus Chile.
  5. #5

    So ein glueck

    Das Kohlekraftwerk wuerde einen der schoensten Straende in der Atacamawueste fuer immer verschmutzen. Die Firmen MPX und E.ON haben aber auch keine Alternativen vorgebracht, es muss doch nicht genau in einer der reizvollsten Gegenden der Kueste ein solches Kraftwerk gebaut werden. Auch hier gibt es Industriegebiete in denen vieleicht ein solches Kraftwerk weniger Unruhe hervorgebracht haette. Aber man sollte E.On gratulieren: Mit dieser Aktion wurde eine solide und sehr noetige Umweltbewegung hier in Chile gegruendet, vielen Dank E.ON !
  6. #6

    Energieproblem

    Leider hat Chile aber auch massive Energieprobleme, die sich in horrenden Strompreisen und teilweise Rationierungen niederschlagen.

    Der Hauptgrund hierfür ist eben die "Umweltverträglichkeitsprüfung", die allerdings nicht nur vor Kohlekraftwerken sondern vor allem auch vor Wasserkraftwerken und anderen alternativen Energiequellen keinen Halt macht. Gerade Chile hat enormes Wasserkraftpotential, dessen Nutzung so zunichte gemacht wird. Von den projektierten Wasserkraftwerken, die bis jetzt am Netz sein sollten, haben es bisher nicht mal 20% geschafft. Alle anderen hängen in dieser "ökologischen Endlosschleife".

    Das ist eben das Problem, wenn man die Standards, die für eine Land mit voll ausgebauter Infrastruktur wie etwa Deutschland gelten auch Schwellen- und Entwicklungsländern aufdrückt.
  7. #7

    Glauben

    Zitat von Europa! Beitrag anzeigen
    Kohlekraftwerke sind die schlimmsten Klimakiller überhaupt. E.on sollte seine Lektion doch endlich gelernt haben und darüber nachdenken, wie man Energie erzeugt, OHNE die Welt zu zerstören.
    Im Mittelalter glaubten die Leute, sich durch Ablasszahlungen das ewige Leben erkaufen zu können. Daraus ist immerhin der Petersdom entstanden.

    Sie glauben, durch CO2-Einsparung die Welt retten zu können. Dabei hat der IPCC sich doch schon derart heftig blamiert, dass wir den Glauben an den CO2-Einflusses auf das Kilma mal wieder ein bisschen einschränken sollten.
  8. #8

    Chile - Verstaatlichung hatten Sie doch schon mal

    Zitat von wolfstaub Beitrag anzeigen
    ... Fehlt dass z.B. sämtliche Minenindustrie und wichtigste Industriezweige verstaatlicht und die obig genannten rausgeschmissen werden. Grüsse aus Chile.
    hat wirtschaftlich auch nicht so gut funktioniert.
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Rückschlag für den Energieriesen E.on: Der Plan, ein neues Kohlekraftwerk in Chile zu bauen, ist vorerst gescheitert. Das Unternehmen muss nach einem Gerichtsurteil jetzt prüfen lassen, wie umweltverträglich das Werk ist.

    Chile verbietet Bau von E.on-Kohlekraftwerk - SPIEGEL ONLINE
    Man stelle sich einmal vor, wo das alles hinführen könnte, wenn das Beispiel Schule macht und nun alle geschundenen Nationen merken würden, dass eine eine intakte Umwelt eben auch eine "Ressource" ist.
    Bald wüsste das internationale Blasenkapital und die Heuschreckenfonds gar nicht mehr, in welches Billigland man denn noch "investieren" könnte.
    Wären wir die Amis, hätten wir schon gewusst, unsere Interessen durchzusetzen oder hätten, wie die Chinesen in Afrika, die paar Renitente mal kurz erschossen.