"Im gnadenlosen Umgang mit seinen Gegnern offenbart Peking seine Schwäche."
Das mag ja sein. Aber hier ist dem Wunsch von Chen gefolgt worden, ihn ausreisen zu lassen. Also wurden seine Menschenrechte gewahrt.
Getty Images/ U.S. Embassy Beijing PressDer blinde Bürgerrechtler Chen Guangcheng kann ausreisen, er sitzt in einem Flugzeug in die USA - eine gute Nachricht. Doch in China gibt es Tausende ähnliche Fälle, und die meisten nehmen kein so glimpfliches Ende. Im gnadenlosen Umgang mit ihren Gegnern offenbart Peking seine Schwäche.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...833955,00.html
"Im gnadenlosen Umgang mit seinen Gegnern offenbart Peking seine Schwäche."
Das mag ja sein. Aber hier ist dem Wunsch von Chen gefolgt worden, ihn ausreisen zu lassen. Also wurden seine Menschenrechte gewahrt.
China ist wohl das am besten regierte Millionen Einwohner Land.
Sollen allen Chinesen nach unserem Vorbild leben? Das geht nicht gut. China braucht seine repräsentative Führung. Sind die polit. Streitereien und Minimalkonsens in unserem System Vorbild?
Oder die sozialen Wohltaten durch Staatsverschludung auf Kosten der nächsten Generationen?
Das ist auch nicht demokratisch!
Kann man sein Leben nicht mit was anderem als Kritik an der Führung verbringen? Vielleicht einfach mal etwas arbeiten.
Seit wann ist Chen ein Rechtsanwalt? Meines Wissens hat er sich - angeblich - für drangsalierte Bürger eingesetzt, aber kein Rechtsstudium absolviert. Und wie kann ein Blinder aus einem angeblich streng bewachten Haus einfach mal so eben "flüchten" und mir-nichts-dir-nichts in die hermetisch abgeriegelte US-Botschaft gehen?
..."Seine einzige Sünde war es, von den Funktionären zu verlangen, sich an die Gesetze des Landes zu halten."...
Nur eine Bitte um Aufklärung: War es nicht so, dass Chen die Ein-Kind-Politik der chinesischen Führung infrage stellt und hat er sich nicht auf die Seite derer geschlagen, die diese Politik ablehnen? In diesem Fall hätte Chen die Gesetze seines Landes nicht eingehalten.
Andreas Lorenz vergisst den offensichtlichsten Punkt für "Einzelfälle" wie Chen: Besitzstandswahrung der Machthaber.
Nichts anderes produziert auch bei uns ähnliche Einzelfälle allerdings mit anderen gesellschaftlichen Randbedingungen (z.B. Radikalenerlass oder §129 StGB). Einzelfälle in Europa und Deutschland haben aber keine Lobby, welche ihnen in der Presse die entsprechende Aufmerksamkeit gibt. Auch Frankfurt zeigt dieses Wochenende die Fratze eines vermeintlichen Rechtsstaats.
Im gnadenlosen Umgang mit seinen Gegnern offenbart Peking weniger seine Schwäche, als die zynische und inhumane Natur seiner illegitimen Machthaber.
Der Spielball zweier machtgeiler Staaten ist also frei, seine Familie wird einen unmenschlichen Preis bezahlen. Sie werden zukuenftig in China kaum zu Wohlstand kommen. Zum Artikel: Die KP Spitze laesst korrupte, brutale Landesfuersten gewaehren, Hauptsache keine Unruhen ( die an die Oeffentlichkeit kommen) im Landesinneren.
2. Jedes autoritaere Regieme leidet an Paranoia- wer so an seinem Stuhl klebt, keinen Fehler zugibt, erschrickt sich frueher oder spaeter vor seinem eigenem Schatten.
Des weiteren: Auslaenderfeindlichkeit. 100 Tage der Kontrolle.
Es soll ein Brite in peking/ Beijing eine Chinesin sexuell belaesigt haben, jetzt soll Jagd auf illegale Auslaender gemacht werden. Ich kenne das bereits von 2008. Jede Woche standen 3- 4 Polizistzen vor der Haustuer, kontrolliertzen mein Visa und residencepermit. Ich haette Hinz und Kunz beherbergen koennen, die gaengeln nur die Auslaender. Nichts Neues aus dem Staate China!
Hier wird seit Jahren latenter Fremdenhass gesaet, vor 9 Jahren - als ich in China ankam- wurde ich hoeflich behandelt. Heute faellt mir im Alltag immer haeufiger auf, dass ich als Auslaender ein Mensch 2ter Klasse bin.