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Chaos-Parteitag in Niedersachsen: Piraten scheitern an Spitzenkandidaten-Kür

dapdBasisdemokratie kann schmerzhaft sein, so die Lehre der Piraten aus ihrem chaotischen Parteitag in Niedersachen. Dort ist es trotz mehrfacher Anläufe erneut nicht gelungen, einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl zu küren. Die Entscheidung musste erneut vertagt werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...845811,00.html
  1. #1

    alles in bester

    SPD-Manier. Kein eigenes, schlüssiges Programm. Kein Gegenkandidat zu Merkel. Innerlich zertritten. Einig ist man sich nur im Bestreben, irgendwie an der Macht und an damit verbunden Einkünften zu partizipieren. Eine höchst überflüssige Partei. Davon haben wir bereits genug.
  2. #2

    "Basisdemokratie kann zäh und sogar schmerzhaft sein - das haben die niedersächsischen Piraten an diesem Wochenende gelernt", schrieben die Piraten in einer Pressemitteilung.
    Fehler bei der Akkreditierung, andauernde Unterbrechungen weil man das Prozedere nicht drauf hat... Das hat mit Basisdemokratie nichts zu tun, sondern mit Unerfahrenheit und schlechter (unprofessioneller) Vorbereitung.
    Das mag man den Piraten Grund ihres Alters (der Partei, nicht der Mitglieder) zugestehen, aber soll doch dann bitte auch so ehrlich und selbstkritisch sein, dass zuzugeben. Ich denke man will sich von den anderen Parteien mit ihrem ständigen Politikersprech abheben?
    Aber stattdessen kommt von den Piraten das gleiche selbstbeweihräuchernde Gefasel wie von den anderen Parteien.

    Naja, mal sehen wann hier die ersten Kommentare eintrudeln, die was von einer Kampagne gegen die Piraten herbeireden und alles auf die "Maintream-Presse" schieben - nur weils keine Haus- und Hofberichterstattung gibt, die alles nur positiv darstellt.
  3. #3

    aus dem ODER wurde ein UND

    Die Piraten sind nicht gescheitert. Genau das konnten sie vermeiden. Denn den diversen Quertreibern und Heckenschützen ist es schlussendlich nicht gelungen, eine Angriffsfläche für weitere potenziell erfolgreiche Klagen zu provozieren. Auch das ist gelebte Demokratie. Die Vertagung auf den Parteidag in Delmenhorst ist im übrigen die salomonische Lösung eines anderen internen Konfliktes, in dem es darum ging, ob die Aufstellungsversammlung in Wolfenbüttel oder in Delmenhorst stattfinden Soll. Nun ist aus dem ODER ein UND geworden.
  4. #4

    Geburtsschmerzen!?

    Momentan kann man solches Gewürge als Geburtsschmerzen einer noch sehr jungen Partei sehen: mit Sicht auf die Bundestagswahl 2013 wird's nun interessant, welche inhaltlichen Aussagen die Partei trifft
  5. #5

    Zitat von sponner_hoch2 Beitrag anzeigen
    Fehler bei der Akkreditierung, andauernde Unterbrechungen weil man das Prozedere nicht drauf hat... Das hat mit Basisdemokratie nichts zu tun, sondern mit Unerfahrenheit und schlechter (unprofessioneller) Vorbereitung.
    Das mag man den Piraten Grund ihres Alters (der Partei, nicht der Mitglieder) zugestehen, aber soll doch dann bitte auch so ehrlich und selbstkritisch sein, dass zuzugeben. Ich denke man will sich von den anderen Parteien mit ihrem ständigen Politikersprech abheben?
    Aber stattdessen kommt von den Piraten das gleiche selbstbeweihräuchernde Gefasel wie von den anderen Parteien.

    Naja, mal sehen wann hier die ersten Kommentare eintrudeln, die was von einer Kampagne gegen die Piraten herbeireden und alles auf die "Maintream-Presse" schieben - nur weils keine Haus- und Hofberichterstattung gibt, die alles nur positiv darstellt.
    das mach ich, dann dauerts nicht so lange, also:
    das ist mal wieder Typisch! Kaum liegt ein potenzieller Gegner der etablierten am Boden, wird von den Medien ohne Rücksicht auch noch reingetreten! Schämen solltet ihr euch, ihr bösen Medien, Pfui!
    Na, wie war das?
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten wollten die erneute Verschiebung aber nicht als Scheitern sehen. Basisdemokratie brauche nun mal Zeit, hieß es in Wolfenbüttel. "Ihr könnt euch beglückwünschen, das Verfahren genau so durchgeführt zu haben", rief ein sichtlich erschöpfter Tagungsleiter Dietmar Schulz Sonntagnacht den Teilnehmern zu.
    Im Prinzip ja löblich, aber wer in Regierungsverantwortung will (oder warum lässt man sich zu Wahlen aufstellen?) sollte auch ein Prozedere zur Entscheidungsfindung haben, dass nicht nur mit sich selbst beschäftigt ist sondern beizeiten auch mal Ergebnisse liefert.

    @sponner_hoch2:
    Naja, mal sehen wann hier die ersten Kommentare eintrudeln, die was von einer Kampagne gegen die Piraten herbeireden und alles auf die "Maintream-Presse" schieben - nur weils keine Haus- und Hofberichterstattung gibt, die alles nur positiv darstellt.
    Genau ein Posting nach Ihnen.
  7. #7

    Nur Geburtsschmerzen?

    Zitat von Wunderläufer Beitrag anzeigen
    Momentan kann man solches Gewürge als Geburtsschmerzen einer noch sehr jungen Partei sehen: mit Sicht auf die Bundestagswahl 2013 wird's nun interessant, welche inhaltlichen Aussagen die Partei trifft
    Sie glauben wirklich daran dass es nur Geburtsschmerzen sind?
    Wer ein Kind zur Welt bringt, der muss sich aber auch schon mal Gedanken machen, wie er sein Kind großziehen will, nur mit paar Sprüchen und der Kritik anderen gegenüber wird er es nicht schaffen und so ist es bei den Piraten.
    Aber das haben ihn doch alle schon zig mal mit auf dem Weg gegeben.
    Parteiarbeit ist nicht nur vor Kameras mal paar Sprüche loszulassen, oder sich im Interet zu äußern, sondern es benötigt sehr viel Kleinarebeit.
  8. #8

    will ich mich von solchen Leuten regieren lassen? Glaube ich, da0 die den Staat, das Land in dem ich lebe führen können?

    Die Tatsache, daß einige andere das auch nicht können, daß manche sich und ihre Freunde sich an diesem Staat nur bereichern, die Tatsache machts keinen Deut besser.
  9. #9

    Oh je.
    Anfangs war ich bzgl. der Piraten sehr positiv eingestellt. Unverbrauchte Gesichter, eine vollkommen andere Herangehensweise, glaubhafte Aussagen.
    Doch nun? Ernüchterung. Zerstrittene Fraktionen, keinerlei Aussagen zu den wichtigsten Themen (Stichwort: Finanz- und Europapolitik). Man ist vorwiegend mit sich selber beschäftigt, mit internen Streitereien verknüpft mit vollkommenen Unprofessionalität sowie Naivität vieler Beteiligter.
    Habe am Sonntag per Stream etwas in den Parteitag hereingeschaut. Nur noch zum Kopfschütteln, von einer auch nur halbwegs gelungenen Organisation kann keine Rede sein. Da stand noch nicht einmal fest, nach welcher Methode überhaupt gewählt werden soll.
    Die Fragerunde an die Kandidaten war teilweise nur noch peinlich.

    Ich möchte den Piraten keinesfalls ihren guten Willen absprechen. Dies alleine genügt jedoch nicht. Wie soll eine solche Truppe jemals ernsthaft Politik betreiben, ernsthaft Regierungsverantwortung übernehmen? Dies scheitert bereits im Ansatz an Zerstrittenheit, mangelender Professionalität (welche nun mal dazugehört) sowie einem de facto nicht vorhandenen Programm.

    PS: mir ist das existierende Programm der Piraten sehr wohl bekannt. Wenn dort jedoch nichts über die wichtigsten Probleme zu finden ist, wenn keinerlei programmatische Festlegung bei entscheidenden Fragestellungen existiert, dann ist dieses Programm defacto nicht existent.


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