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Chai Time: "Wie, Sie haben keine Kinder?!"
Die Bevölkerung Südasiens wächst nicht - sie explodiert. Kein Wunder, hier herrscht eine wahre Kinderobsession, Paare ohne Nachwuchs müssen sich Fragen nach ihrer Fruchtbarkeit gefallen lassen. SPIEGEL-ONLINE-Korrespondent Hasnain Kazim weiß es aus eigener leidvoller Erfahrung.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,698198,00.html
- #1 03.06.2010 06:40 von country_yokel
Paare
Ein weiterer Unterschied zu Südasien mag sein, dass es bei uns ja immer weniger Paare gibt.
Frauen, die früher damit beschäftigt waren, einen männlichen Versorger zu suchen, widmen heute ihr Leben lieber der beruflichen Karriere.
Das könnte in Südasien auch anders sein. - #2 03.06.2010 06:54 von
warum dieser miese Artikel?
das spannende und vielschichtige Thema über Familie und Kinder in Asien sollte man entweder solide behandeln oder einfach die Finger davon lassen... so ein dünnes Brett mit teilweise arrogantem Unterton habe ich selten dazu erlebt... hätte mir gewünscht, dass er in der Bildzeitung erscheint, dann hätte ich ihn nie gelesen...
- #3 03.06.2010 06:55 von
kann man den Wahnsinn nicht stoppen?
......Es geht darum, dass sie Kinder kriegen. Die Vereinbarkeit und Beruf und Familie ist ein wachsendes Problem, da ein Einkommen alleine heute oft nicht mehr ausreicht, um über die Runden zu kommen.
Schoen auf den Punkt gebracht, es fehlt nur der Hinweis dass vernuenftige Familienpolitik eigentlich nicht stattfindet! Die Jetzige kostet zudem noch doppelt. Wenn Erziehungsarbeit Arbeit ist, sollte nicht Elterngeldzeit, sondern Elternschaft mindestens 18 Jahre finanzierbar und solidarisch geteilt werden. Wenn der Staat allerdings Eltern billig arbeiten laesst, muss fuer Krippenerzieher, Kindertagesstaetten, Lehrer, Erzieher, Sozialpaedagogen, Jugendhilfe, spaeter dann Richter und Polizei mehr aufgebracht werden.
Es ist ein Armutszeugnis, dass in vielen Familien ein Einkommen nicht genug ist und eine Frechheit, diese Notwendigkeit zur Erwerbsarbeit auch noch als Befreiung und Selbstverwirklichung der Frau zu verkaufen. Wann wird die Gesellschaft munter, erkennt, welche tatsaechlichen Kosten die bisherige Familien- und Frauenpolitk verursacht?Das soll nicht falsch verstanden werden, als Frauen zurueck an den Herd, sondern als Aufforderung, dass ein Einkommen genug sein muss, um ausreichende elterliche Kindererziehung zu gewaehrleisten. Vielleicht schaut man mal ins GG Artikel 6 Absatz 1 und 2! - #4 03.06.2010 06:57 von
Zwei Maxima prallen auf einander
Ich finde es erschreckend, auf der einen Seite Indien mit einer Geburtenrate die so hoch ist, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann. Auf der anderen seite wir, mit einer Rate die so gering ist, dass es wohl auf Dauer auch nicht gut gehen wird.
Natürlich muss unser Rentensystem reformiert werden. Die Frage nach dem "Wie" ist da eher interessant, von heute auf morgen ändern, dann wären die kinderlosen um die 40 jährigen ziemlich schlecht dran.
Wade Wilson - #5 03.06.2010 06:57 von
Ohje Ohje...
Ohjeohje, dann können wir uns ja in 50-100 Jahren auf eine neue Völkerwanderung einstellen. Leere, fruchtbare Räume im Westen für verarmte Volksmassen aus Asien.
Mir ist mal so aufgefallen: Je weniger materielle Ansprüche ein Volk hat, weil es z.B. arm ist, desto mehr Kinder werden gezeugt.
In Deutschland hat man (leider) sehr hohe materielle Ansprüche. Wie oft habe ich den Spruch gehört: "Ich muss meinem Kind doch erstmal was bieten können, bevor ich eines bekomme." Ja was denn? Playstation 3, eigener TV im Zimmer, Handy, Computer, millionen Krims-Krams-Spielsachen, Fahrrad, Mofa, Auto, Eigentumswohnung?
Ja mein lieber Herr Gesangsverein! Davon müssen wir weg kommen! Kinder brauchen genau 3 Dinge: Liebe, Fürsorge, Bildung. In der Regel kostet das erstmal nichts. - #6 03.06.2010 07:16 von
- #7 03.06.2010 07:17 von country_yokel
Familien mit Kindern sind bei uns die Dummen
Auf jeden Fall ist man in Deutschland mit Kindern wesentlich schlechter gestellt. Sozialen Druck, wie in Südasien, gibt es ja bei uns nicht.
Keiner Kinder haben bedeutet in Deutschland:
- volle Konzentration auf die Karriere ist möglich
- es ist viel mehr Geld für die Freizeit zur Verfügung
- man hat viel mehr Zeit, um das Leben zu genießen - #8 03.06.2010 07:24 von
Ich glaube ich bin im falschen Jahrtausend,
...wenn ich dermaßen unkritische Worte über Bevölkerungspolitik in einer Zeit höre, wo wir bald für neun Milliarden Menschen vier Planeten bräuchten, um nachhaltig leben zu können, ohne die Grundlagen dieses Lebens zu zerstören.
Immer wieder wird in völliger Verkennung der Zeichen der Zeit wie selbstverständlich vorausgesetzt, politisches Ziel müsse die Vermehrung sein, dabei muss die globale Bevölkerung so schnell wie möglich reduziert werden, und zwar mit ethisch vertretbaren Maßnahmen und nicht wie in China. Häufig hört man das Argument, die Europäer seien ja nicht das Problem bei Ihrer bereits so niedrigen Geburtenrate. Aber wie will man Ländern wie Indien eine geburtensenkende Politik antragen, wenn man zugleich selbst das Gegenteil tut? Zumal natürlich jeder neu geborene Europäer den Kampf um Ressourcen dutzend mal stärker antreibt als ein neu geborener Südasiate.
Darum: Kinderlosigkeit ist nichts peinliches, sondern Ausdruck von globalem Verantwortungsbewusstsein! - #9 03.06.2010 07:33 von country_yokel
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