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CEO of the Future: Bei den ganz Großen mitmischen

CorbisDer Wettbewerb "CEO of the Future" ist ein Spaß für junge Management-Talente. Aber ist er auch ein Türöffner? Daniel Kob hat im Vorjahr gewonnen, Matthias Hoffmann stand im Finale. Die beiden erzählen von ihren Erfahrungen: Wie sie neue Freunde fanden und plötzlich in Schubladen gesteckt wurden.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...852826,00.html
  1. #1

    Arme Schweine

    Wenn man die Teilnehmer dieser Veranstaltungen sieht wie sie sich alle verkleiden mit mausgrauen Anzügen die sie um 30 Jahre altern lassen, dann können diese Gesellen einem eher leidtun. Wie einer der Gewinner ja trefflich formulierte, wer die Powerpointpräsentationen am besten abspult gewinnt. Ob dies die notwendigen Entscheider und Meinungsbildner der Zukunft sind möchte ich bezweifeln, einen Platz an den Futtertrögen der Grossunternehmen werden sie aber sicher haben.
  2. #2

    Schon wieder?

    Gefühlt vorgestern gab es schon mal so einen "Artikel" über den CEO-Quatsch. Führungspersönlichkeit und Führungsqualitäten erwirbt man im Berufsleben - ein Uni-Absolvent kann kein guter Chef sein.
  3. #3

    ""So habe ich zwei sehr intensive Gespräche mit Kasper Rorstedt, dem Vorstandsvorsitzenden von Henkel, geführt, in denen ich neue Impulse und wertvolles Feedback bekommen habe", sagt Kob." - Prima, das ist genau der Worthülsensprech, der all die vielen Leute in oberen Konzernetagen auszeichnet, denen völlig egal ist, was das Unternehmen macht - Hauptsache, die Zahlen stimmen auf dem Papier, egal, was sie mit ihren generischen Entscheidungen anrichten. Ich empfehle dazu http://www.dilbert.com - falls es jemand noch nicht kennen sollte. Es ist kein bisschen übertrieben, eben weil es so viele Heißluftgebläse voller neuer "Impulse" gibt...
  4. #4

    CEO of the Future

    Die Sache ist so traurig, man weiss nicht ob man lachen oder heulen soll. Da werden unerfahrene Bübchen gehyped - die glauben am Ende gar selbst dasssie schon das Zeug zum Manager haben. Und dann richten se ein Unternehmen nach dem Anderen zu Grunde - und niemand kann se aufhalten. Die Sammel Berufserfahrung. Überbezahlt und auf die Kosten anderer.

    Ein Mann in einem Heissluftballon hat sich verirrt. Er geht tiefer und sichtet einen Mann am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:

    - "Entschuldigung, können Sie mir helfen?
    Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiss nicht, wo ich bin."

    Der Mann am Boden antwortet:

    - "Sie sind in einem Heissluftballon in ungefähr 10m Höhe über dem Boden. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge."

    "Sie müssen Ingenieur sein", sagt der Ballonfahrer.

    "Bin ich", antwortet dieser, "woher wussten Sie das?"

    "Nun," sagt der Ballonfahrer, "alles was Sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und ich weiss immer noch nicht, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert."

    Der Ingenieur antwortet:

    "Sie müssen im Management tätig sein."
    "Ja," antwortet der Ballonfahrer, "aber woher wussten Sie das?"

    "Nun," sagt der Ingenieur, "Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren.
    Sie sind aufgrund einer großen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen.
    Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen.
    Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin irgendwie ich schuld!"
  5. #5

    Zitat von der_namenslose Beitrag anzeigen
    Die Sache ist so traurig, man weiss nicht ob man lachen oder heulen soll.
    Heulen muss ich aber auf jeden Fall, wenn ich noch einmal einen dieser unglaublich ausgelutschten Ballon"witze" anhören muss.
  6. #6

    Zitat von postmaterialist2011 Beitrag anzeigen
    Wenn man die Teilnehmer dieser Veranstaltungen sieht wie sie sich alle verkleiden mit mausgrauen Anzügen die sie um 30 Jahre altern lassen, dann können diese Gesellen einem eher leidtun. Wie einer der Gewinner ja trefflich formulierte, wer die Powerpointpräsentationen am besten abspult gewinnt. Ob dies die notwendigen Entscheider und Meinungsbildner der Zukunft sind möchte ich bezweifeln, einen Platz an den Futtertrögen der Grossunternehmen werden sie aber sicher haben.
    Chef (oder "CEO") sein ist kein Selbstzweck, insofern mache ich an diese Art Wettbewerbe auch mal ein grosses Fragezeichen.

    Allerdings stelle ich auch mal wieder fest, dass D so ziemlich das einzige Land der Welt ist, wo man sich mit guter Kleidung irgendwie verdächtig macht. Für mich wirkt jedenfalls niemand älter als die Horden Mittfünziger ins Jeans und Schlabberlook. Grau kann übrigens eine sehr elegante Farbe sein, repräsentiert in der Heraldik ja z.B. das Silber.
  7. #7

    optional

    Estrovertierte Leute haben Chancen. Wer introvertiert und gut ist, hat das Nachsehen.
  8. #8

    Der war gut !

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Chef (oder "CEO") sein ist kein Selbstzweck, insofern mache ich an diese Art Wettbewerbe auch mal ein grosses Fragezeichen.

    Allerdings stelle ich auch mal wieder fest, dass D so ziemlich das einzige Land der Welt ist, wo man sich mit guter Kleidung irgendwie verdächtig macht. Für mich wirkt jedenfalls niemand älter als die Horden Mittfünziger ins Jeans und Schlabberlook. Grau kann übrigens eine sehr elegante Farbe sein, repräsentiert in der Heraldik ja z.B. das Silber.
    Sorry aber mit einem mausgrauen Anzug von der Stange, einem weissen Hemd und einer altmodischen Ton-in-Ton Krawatte bin ich noch lange nicht gut angezogen, dass jemand dies denkt ist eher typisch Deutsch !
    Schauen Sie mal nach Italien, da sind die "echten" Geschäftsleute (und nicht diese verkleideten Kinder) gut angezogen, eine hochqualitative Hose und ein superleichtes Jacket, dazu ein feingewebtes Hemd mit Manschettenknöpfen und eine farblich abstechende Krawatte plus ein Einstecktuch. Deutsche "Manager" wollen immer nicht auffallen und daher sehen die Massen am Flughafen eher aus wie eine Businessarmee. Schauen Sie sich mal die Schuhe deutscher Manager an, dann vergeht Ihnen ein Kommentar wie "gut angezogen" doch sehr schnell.
  9. #9

    Zitat von postmaterialist2011 Beitrag anzeigen
    Wenn man die Teilnehmer dieser Veranstaltungen sieht wie sie sich alle verkleiden mit mausgrauen Anzügen die sie um 30 Jahre altern lassen, dann können diese Gesellen einem eher leidtun. Wie einer der Gewinner ja trefflich formulierte, wer die Powerpointpräsentationen am besten abspult gewinnt. Ob dies die notwendigen Entscheider und Meinungsbildner der Zukunft sind möchte ich bezweifeln, einen Platz an den Futtertrögen der Grossunternehmen werden sie aber sicher haben.
    so kann nur wer sprechen der nix erreicht hat in seinem leben


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