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CDU-Parteitag in Leipzig: Aufstand der Nörgler

Angela Merkel mutet ihrer Partei jede Menge Kehrtwenden zu, nun soll der CDU-Parteitag diesen Kurs absegnen. Die Strategie der Kanzlerin ist klar: Sie will SPD und Grünen Stimmen abjagen - auch wenn sie dafür konservative Positionen aufgeben muss. An der Basis rumort es, kommt es zum Eklat?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...797057,00.html
  1. #20

    100-prozentige Mitwirkung

    Zitat von ankus Beitrag anzeigen
    Die grundsaetzliche Frage ist doch, geht es um Inhalte oder Traditionen? Wenn Merkel die offensichtlich von einer Mehrheit in Deutschland vertretenen Inhalte in die Programmatik der von ihr gefuehrten CDU aufnimmt, tut sie doch genau das, was das Grungesetz vorschreibt......
    Dass die Parteien an der politischen Willensbildung mitwirken, war vorvorgestern. Heute findet die politische Willensbildung zu 100 Prozent durch die Parteien statt. Der Staat und seine Institutionen, aber auch andere Bereiche der Gesellschaft sind parteiendurchwirkt. Ob Aufsichtrat der Stadtwerke oder Verwaltungsrat der Kreissparkasse, ob Kuratorium der Volkshochschule oder Schöffenposten bei Gerichten - überall haben Parteigänger das Sagen, obwohl keine zwei Prozent der Bundesbürger Mitglied in einer Partei sind.
  2. #21

    sgdrggrttrs

    Mit anderen Worten: Die CDU hat wieder mal garnichts beschlossen.
    War aber nichts anderes zu erwarten. Aber am Ende wird die CDU doch alles tun, was Merkel will. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen steht die Klientel und die Mitgliedschaft der CDU auf Autprität. Die wollen garnicht mitbestimmen, sondern das machen, was man ihnen sagt. Merkel ist die einzige in der CDU, die noch Autorität besitzt. Also macht man alles, was sie sagt und will.

    Der zweite Aspekt ist, dass der CDU der Machterhalt wichtiger ist als ihre eigenen Überzeugungen, unabhängig davon ob ich diese Überzeugungen jetzt mal teile oder nicht. Die CDU weiß genau, dass sie die Kanzlerschaft und die Regierungsführung los ist, wenn sie sich gegen Merkel auflehnt und sie stürzt. Und das können die Karriere-Politiker der Union halt überhaupt nicht gebrauchen, denn dann würde ja eventuell eine Lücke in der Abgeordneten-Diäten- und Pensions-Versorgung eintreten.

    Weiterhin kommt noch dazu, dass die General-Konservativen in unserer Gesellschaft immer weniger werden. Das ist ja überhaupt erst der Grund dafür, warum die CDU nach und nach ihre konservativen Positionen aufgibt. Würde die CDU heute noch ihre Positionen von 1960 oder 1970 vertreten, wäre sie doch schon längst unter 20%.

    Grüße
  3. #22

    andere Sicht

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Dass die Parteien an der politischen Willensbildung mitwirken, war vorvorgestern. Heute findet die politische Willensbildung zu 100 Prozent durch die Parteien statt. Der Staat und seine Institutionen, aber auch andere Bereiche der Gesellschaft sind parteiendurchwirkt. Ob Aufsichtrat der Stadtwerke oder Verwaltungsrat der Kreissparkasse, ob Kuratorium der Volkshochschule oder Schöffenposten bei Gerichten - überall haben Parteigänger das Sagen, obwohl keine zwei Prozent der Bundesbürger Mitglied in einer Partei sind.
    Ich teile Ihre Skepsis nicht mehr zu 100%, das was Kritiker an Merkels Tun als Opportunismus bezeichnen, ist doch in Wirklichkeit eine Bankrotterklaerung eben dieses Systems, das taetige Eingestaendniss, das man eben nicht gegen den "Mainstream" regieren kann.
  4. #23

    Keine Alternative

    Zitat von Marginalius Beitrag anzeigen
    Mit anderen Worten: Die CDU hat wieder mal garnichts beschlossen.
    War aber nichts anderes zu erwarten. Aber am Ende wird die CDU doch alles tun, was Merkel will. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen steht die Klientel und die Mitgliedschaft der CDU auf Autprität. Die wollen garnicht mitbestimmen, sondern das machen, was man ihnen sagt. Merkel ist die einzige....
    Kann es nicht sein, dass konservative ehemalige CDU-Wähler überhaupt nicht mehr wählen, weil sie einerseits die Sozialdemokratisierung der CDU ablehnen und andererseits keine Alternative in der derzeitigten Parteienlandschaft sehen?
  5. #24

    Frau Merkel hat nichts zu befürchten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel mutet ihrer Partei jede Menge Kehrtwenden zu, nun soll der CDU-Parteitag diesen Kurs absegnen. Die Strategie der Kanzlerin ist klar: Sie will SPD und Grünen Stimmen abjagen - auch wenn sie dafür konservative Positionen aufgeben muss. An der Basis rumort es, kommt es zum Eklat?

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...797057,00.html
    Was hat sie zu befürchten? nichts
    ganz Deutschland hält Merkel die Treue. Umfragen
    zu folge sind 70% der Bevölkerung mit Merkels politik
    zufrieden. Und bei kritischen Abstimmungen gesellt sich
    noch die SPD und Grünen zu ihr. Der Parteitag wird
    ein Heimspiel für sie, mit patetischen Reden und
    standing ovations zu schluss.
  6. #25

    Langsam ...

    Langsam glaube ich die Zahlen bei Forsa und so werden inzwischen auch schon gefälscht. CDU immer noch bei 34%.
    So viele Blöde kann es doch gar nicht mehr in diesem Lande geben.

    Die Meinungsbildung im Volk geht eh schon lange nicht mehr von CDU und SPD aus.
  7. #26

    Angela Merkel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel mutet ihrer Partei jede Menge Kehrtwenden zu, nun soll der CDU-Parteitag diesen Kurs absegnen. Die Strategie der Kanzlerin ist klar: Sie will SPD und Grünen Stimmen abjagen - auch wenn sie dafür konservative Positionen aufgeben muss. An der Basis rumort es, kommt es zum Eklat?

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...797057,00.html
    Hallo,
    also frau merkel (CDU) ist echt gut was das politische taktieren angeht. Erst macht sie die FDP nieder/fertig und dann schwenkt sie nach links und hat 4 fliegen mit einem mal erledigt:

    -die FDP wird kleiner und hat so weniger gewicht selbst wenn man nach 2013 noch mal mit dieser regieren kann
    -die CDU rechten (konservativen, unternehmer freundlichen usw.) können nix anderes wählen da die FDP keine alternative mehr ist (wenn sie es mal war)
    -ringt den "linken" stimmen ab
    -UND frau merkel stärkt so ihre eigene macht zur wahl 2013

    DAS problem sehe ich für diese CDU nach der merkel ära denn da ist doch keiner der diese CDU dann vernünftig weiter führen könnte. Die SPD läßt grüßen!
  8. #27

    Merkel erinnert mich ...

    Die Merkel erinnert mich ein wenig an Marie Antoinette.
    Total weltfremd bis zum Untergang.
    Die wird sich wohl auch irgendwann einmal fragen, warum das Volk so wütend ist.
  9. #28

    Klare Worte

    Deutschland wird auch an Fr. Merkel nicht zugrunde gehen, aber die Politikverdrossenheit wird zunehmen, wenn die Parteien beliebig werden. Frau Merkel traut sich doch in erster Linie ins gruene und rote Lager, weil sie nicht befuerchten muss, dass rechts der CDU eine ernst zunehmende Partei entsteht, die frustrierte rechts-konservative Waehler anzieht. Jedes noch so zarte rechtsrandige Pflaenzchen wird von der vorwiegend linkslastigen Journaille sofort zertreten. Ein Friedrich Merz, Alfred Dregger oder F.J. Strauss ist, was dem Berliner Politikbetrieb fehlt. Mehr Teaparty und weniger Einheitsbrei waere wuenschenswert.
  10. #29

    fgjfjzt

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Kann es nicht sein, dass konservative ehemalige CDU-Wähler überhaupt nicht mehr wählen, weil sie einerseits die Sozialdemokratisierung der CDU ablehnen und andererseits keine Alternative in der derzeitigten Parteienlandschaft sehen?
    Sein kann vieles. Das gleiche könnte man aber auch über Sozialdemokraten denken. Denn für viele Menschen, die irgendwie sozialdemokratisch eingestellt sind (auch wenn sie sich selbst nicht bewusst so bezeichnen), ist doch die SPD mit Hartz4 unwählbar geworden und die Linke, die heute die eigentliche sozialdemokratische Partei im klassischen Sinne darstellt, ist für diese aus vielerlei Gründen auch unwählbar. Also wählen sie garnicht.
    Einfach so aus der Hüfte heraus zu spekulieren, wie sich das Nichtwähler-Lager zusammensetzt, bringt nichts. Das einzige, was man als Indikator herannehmen könnte, wären irgendwelche Umfragen zu ganz konkreten Fragen, die ab und zu mal von irgendwelchen Zeitungen, Fernsehsendungen oder Umfrage-Instituten gemacht werden, denn da sind ja dann auch die Nichtwähler mit dabei. Und da zeichnen sich nunmal in fast allen Umfragen mehr oder weniger sozialdemokratische Positionen ab, egal ob es um den Mindestlohn, bessere Kinderbetreuung, gerechtere Besteuerung von Vermögen und Einkommen oder was auch immer geht. Das einzige, wo man wahrscheinlich mehr konservative Meinungen erwarten kann, ist der Bereich Ausländerrecht und vielleicht noch Strafrecht für Gewalttäter. Das wars aber auch schon, was mir selbst jetzt im Moment so einfällt.

    Natürlich kann ich das nicht quantifizieren oder belegen, genauso wenig wie Sie, aber das sind halt so die Überlegungen, die ich mal angestellt habe.
    Wer am Ende recht hat, können wir natürlich nicht wissen, aber es wäre interessant, wenn sich mal ein Politbarometer, eine Meinungsforschungsinstitut oder eine andere seriöse Institution mal damit beschäftigen würde, wobei das alles dann auch nur Richtungen andeuten kann, aber nichts wirklich seriös quantifizierbares liefert. Mich persönlich würde das Thema jedenfalls sehr interessieren.

    Viele Grüße


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