dapdKein Mandat - na und? Jost de Jager, Landeschef der Schleswig-Holstein-CDU, will ohne Landtagssitz bleiben. Die Führung des Landesverbandes hänge für ihn nicht von einem Mandat im Kieler Parlament ab. Kein direkt gewählter Christdemokrat solle für ihn von seinem Platz räumen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832351,00.html
Das ist wohl der erste Wahlgewinner, der nicht gewählt wurde...
können kann er/sie schon...
Spätestens nach der Sommerpause sitzt der im Landtag, weil entweder ein "Parteigenosse" schwer "erkrankte", oder ein Angebot erhielt, welches er nicht ablehnen konnte.
Wäre ja noch schöner, wenn der Wähler bestimmt, wer da so im Landtag sitzt.
Darf nicht!
Wo leben wir denn, dass auch nur über sowas nachgedacht wird. Die Wähler haben entschieden, wer in den Landtag kommt und Herr de Jager ist nicht gewählt worden. Wird schon seine Gründe haben.
Jetzt auch nur den Gedanken anzusetzen, es gäbe trotzdem einen theoretischen Weg ist schon etwas verwegen...
mindestens genauso enttäuschend wie das Abschneiden der CDU war aber dasjenige der SPD, da waren immerhin 40 % angestrebt worden und schlappe 30 %gerade so eben erreicht, auch da gibts nicht grade eine fette Mehrheit, 1 Stimme mit den Dänen.
Nun ja, das Ergebnis, dass der Listenerste der bei der Wahl nach Zweitstimmen stärksten Partei nicht in den Landtag einzieht, dürfte den durchschnittlichen Wähler sicherlich überraschen. Man könnte da durchaus vertreten, dass es der Wählerwille der CDU-Wähler war, dass er in den Landtag einziehen soll.
Dass dies dennoch nicht der Fall ist, gehört eben zu den Feinheiten eines personalisierten Verhältniswahlrechts. Hier eine Manifestation des Wählerwillens gegen Herrn de Jager abzuleiten, erscheint mir eher fragwürdig.
Mein Mitleid mit Herrn de Jager hält sich allerdings in Grenzen. Als Politiker sollte er darum wissen und hat sich aus welchen Gründen auch immer entschieden, nur auf Liste zu kandidieren. Dies gilt gerade dann, wenn man zur Unterstützung der FDP zum Stimmensplittung auffordert. Persönliches Pech.
Wenn eine ReGIERungspartei sich in keinem einzigen Punkt mehr von der Opposition unterscheidet, wenn diese sogenannte Opposition nur darauf aus ist, nach der nächsten "Pseudo-Wahl" ohne echte Alternative zu Schwarz-Geld, sich mir den Lumpen der CDSUFDP ins Bett zu legen, was soll da der "Wähler" denn noch wählen.
Motto: jedes Schaf wählt sich seinen Metzger selber.
Naja, endlich ist ihnen dieses (allen CDU Wählern bestimmt noch über die Jahre verinnerlichte) unselige "Erststimme Kandidat, Zweitstimme FDP" mal so richtig auf die Füße gefallen.
Und der Kubicki freut sich, weil er denkt die Leute hätten alle seine FDP gewählt, ich lach mich krank :-D
Da haben wohl auch noch welche irrtümlich auf Überhangmandate oder ähnliches spekuliert...