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CDU-Mann de Jager: "Niemand muss für mich von seinem Mandat zurücktreten"
dapdKein Mandat - na und? Jost de Jager, Landeschef der Schleswig-Holstein-CDU, will ohne Landtagssitz bleiben. Die Führung des Landesverbandes hänge für ihn nicht von einem Mandat im Kieler Parlament ab. Kein direkt gewählter Christdemokrat solle für ihn von seinem Platz räumen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832351,00.html
- #10 10.05.2012 09:17 von
- #11 10.05.2012 09:49 von
Anders gesagt: Er hat sich keine Hoffnung auf ein Direktmandat gemacht! (Oder lebte im Traumschloss "Wünsch-dir-was")
Es bleibt dabei, der Wähler hats nicht gewollt, es hätten ja auch mehr CDU wählen können. Wenn man sich die letzte Wahl ansieht, war es eher Wunschdenken, über die Liste einen Platz zu bekommen... - #12 10.05.2012 10:25 von
Es hätten genau so gut weniger die CDU mit der Erststimme wählen können sodas ein Direktmandat weniger entsteht und de Jager wäre drin.
Bei mehr Zweitstimmen, und einem gewonnenem Wahlkreis mehr, wäre de Jager auch nicht drin obwohl "mehr" die CDU gewählt hätten.
Beide Szenarien widersprechen Ihrer Logik.
Das hat also mit dem "Willen des Wählers" mal rein gar nichts zu tun, sondern damit das wir in unsere Demokratie eigentlich Personen wählen und nur indirekt Parteien. Wieso ist die "Zweit"stimme wohl die Zweitstimme und nicht die Erststimme? - #13 10.05.2012 11:14 von
Kein Titel.
Das halte ich für unwahrscheinlich. Auch mit heute mehr Wechselwählern als früher, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in einem halbwegs "sicheren" Wahlkreis nicht gewählt wird. Das hat meiner Erinnerung nach sogar Scharping 1994 bei der Bundestagswahl geschafft. Herr de Jager hat sich eben verzockt.
Ich bleibe dabei, dass "dem Wähler" diese Problematik nicht wirklich bekannt war. Wenn von knapp 1,3 Millionen Wählern 400.000 mit ihrer Zweitstimme eine Liste wählen, geht der Großteil von denen sicher davon aus, dass der Erste auf der Liste in den Landtag einzieht. - #14 10.05.2012 12:05 von
Ich wette, dass er einen Platz findet
mal schauen, wer sich wegloben und / oder korumpieren läßt.
Ein Opositionsführer, der nicht im Landtag sitz kann es ja nun auch nicht geben. - #15 10.05.2012 12:42 von
Sehen Sie sich doch mal das Ergebnis der letzten Wahl in Schleswig Holstein an. Da gab es sogar 11 Überhangmandate für die CDU. Blind wer sich da auf die Listenstimme verlässt.
Weil ein Depp die Bezeichnungen eingeführt hat. Korrekt wäre Listenstimme und Personenstimme. Und primär - abseits von Überhangmandaten, aber oft auch dann - entscheidet die Listenstimme über den prozentualen Sitzanteil. Wer also eine Mehrheit für seine Partei wünscht sollte IMMER die Listenstimme an diese geben. - #16 11.05.2012 09:49 von
Kein Titel.
Das ist so nicht ganz richtig. Wahlkreismandate, die überlicherweise 50% der Mandate ausmachen, gehen aufgrund des Mehrheitswahlrechts normalerweise an die CDU oder die SPD als stärkste Partei- auf Bundesebene mit Ausreißern für die Linke und die Grünen bzw. die CSU. Bei einem reinen Mehrheitswahlrecht könnte rein mathematisch eine Partei mit 0,0001 Prozent der Stimmen 100% der Sitze erlangen, wenn alle anderen Parteien jeweils nur 0,00009 Prozent der Stimmen erhalten. Auch beim personalisierten Verhältniswahlrecht bleiben ihr bis zu 50% der vorgesehenen Mandate erhalten. Zunächst einmal gilt daher, dass derjenige, der eine Mehrheit für seine Partei wünscht, ihr immer seine Personenstimme geben.
Weil absolute Mehrheiten unüblich geworden sind, bietet es sich für die Listenstimme taktisch durchaus an, mit dieser gerade nicht die eigene Partei zu wählen, sondern deren potentiellen Koalitionspartner. Die Wahlkreismandate gehen der eigenen Partei nicht verloren und - gibt es nicht nur Überhangs-, sondern auch Ausgleichsmandate wird durch letztere nach der Zweitstimme der Koalitionspartner gestärkt.
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