DPAZitterpartie zwischen den Meeren: Am Sonntag wählt Schleswig-Holstein - und die CDU bangt vor der Dänen-Ampel. Eine kleine Minderheit könnte SPD und Grüne an die Macht bringen. Die Christdemokraten halten mit einer Negativkampagne dagegen. Es "barschelt" an der Kieler Förde.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830971,00.html
Die CDU, in den letzen Jahrzehnten weg von den propagierten Werten.
Was die "Dänen " betrifft dröhnte einmal ein "christlicher" Politiker "Es kann nicht sein, dass ein Däne bestimmt, wer in Schleswig Holstein regiert".
Das ist ein blödsinniger Spruch, es wäre ohnehin nicht ein "Däne" sondern ein Deutscher mit dänischen Wurzeln. Diese primitive Argumention haben sich auch die "Christlichen Demokraten" auf die Fahne geschrieben, breit plakatiert. Ein Zeichen eigener Dummheit und Borniertheit, ein Zeichen des weltanschaulichen Inhaltes dieser Partei.
Welche Reaktion würde wohl aus der Ecke kommen wenn jemand breit plakatiert "Wie kann ein Arzt mit vietnamesischer Abstammung und ohne Fachausbildung dafür bestimmen, wie in Deutschland die Wirtschaft laufen soll ?"
Sie würden das mit Recht als Rassismus bezeichnen, ebenso allerdings
wie der Schreckensruf "Dänenampel". Früher war es bei Adenauer "Die Russen kommen", danach "Die Dänen" bestimmen die Regierung in Schleswig Holstein", danach 2012 die moderne Form des Rassismus frei nach Herrn Jost de Jager.
Ich frage mich, was die ganze Diskussion hier soll.
Barschel ist ( im Endeffekt unaufgeklärte ) Geschichte. Punkt. Aus. Da weiterzubohren macht keinen Sinn.
Der SSW hat seinen Minderheitenstatus, um im Landtag ausreichend gehör zu finden. Das ist soweit in Ordnung. Wenn es um Machtfragen bzw. Regierungsfragen geht, sollte sich der SSW allerdings seines Sonderstatus bewusst sein und aus demokratischen Gründen solange auf Machtoptionen verzichten, wie ihre Stimmen ein stärkeres Gewicht haben, als die der anderen, sprich solange sie die 5 % nicht erreichen. Dieses gilt natürlich nicht, sobald es sich um Fragen handelt, welche die SSW Klientel direkt betreffen ( dafür gibt es ja den Status ).
Aber nochmals: Eine aktive Regierungsbeteiligung halte ich, bevor die 5 % nicht erreicht werden, für ausserordentlich problematisch. Seit 1955 waren sich auch alle SSW Führer dieses Konfliktes bewusst. Erst seit die unmögliche Spoorendonk vor Jahren mit der ollen Simonis um die Macht geflirtet hat, scheint dem SSW die politische Moral abhanden gekommen zu sein.
Das der SSW jetzt so aktiv eingreift halte ich auch für ähnlich problematisch, haben die Dänen auch anders geregelt für die deutsche Minderheit (ich weiß Ländervergleiche sind immer blöd aber Dänemark und DE sollte man dann doch gut vergleichen.)
Die Streitigkeiten zwischen SSW und DE sind glaub ich auch historischer Natur seitdem die Dänen eine stark Deutschenfeindlich/diskriminierende Poltik fuhren...