Casting-Revolution oder Resterampe? Der TV-Talentwettbewerb "The Voice Of Germany" will alles anders machen. Juroren wie Nena und Xavier Naidoo*sollen*singende Kandidaten bewerten, ohne sie dabei*anzusehen - einige*der*Möchtegern-Stars*kennt*das Publikum*sogar.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,799663,00.html
Sicherlich kann man an dieser Show das eine oder andere bemängeln. Trotzdem bin ich froh, dass mit den Kandidaten menschlich und fair umgegangen wird. Die Zeiten, in denen ein Bohlen die Kandidaten nur demütigt und beleidigt, finden hoffentlich ihr Ende.
Und wenn man hier über die Jury diskutiert, sollte man sich doch bitte auch mit den Juroren anderer Castingshows auseinandersetzen. Was hat ein Bohlen denn bitte qualitativ abgeliefert? Nicht nur "Cherry, cherry Lady?" war ein Verbrechen an der Menschheit! Und über die Kompetenz eines Bruce Darnell brauchen wir nicht zu reden...
Nun ja, es gehört schon etwas Verstand dazu offensichtliche Tippfehler von Rechtschreibfehlern zu unterscheiden, oder darauf zu verzichten das als vermeintliches Argument zu benutzen/missbrauchen. In der Hinsicht fehlt es wohl eher bei ihnen. Außerdem bildlich, da ich davon ausgehe, daß sie mit Bildern mehr anfangen können als mit Text: :-)
http://bilder.rofl.to/media/data/pic...542-middle.jpg
Sie haben wohl Anstand und Knigge in Ihrer Entwicklung vergessen, sonst würden Sie über nebensächliche Details hinweg sehen und die Sache begreifen.
Leute die eine Bedienungsanleitung zuerst auf Schreibfehler untersuchen bevor sie was kapieren sind mir sehr suspekt.
Das ist die Vorstufe zum akademischen Nörgler der wohl ohne Beistand und Haushalts Vormund das "Leben" schlecht meistern könnte und beruflich zu unterbeschäftigt ist (in der Bildung, Behörden, Ämter)
Gestern Abend stand nichts auf dem Programm, so dass ich mir die erste Folge dieser neuen Show im Netz angesehen habe:
Was da abgeliefert wird, hat mich hauptsächlich zum Fremdschämen angeregt. Die Sendung wirkt noch übertriebener durchproduziert, als die bisherigen Konkurrenzformate und setzt weitestgehend auf typische Elemente, so dass z.B. bei einigen Kandidaten ein wenig "Boulevard TV" gezeigt wird, wie sie ihre Einladung zum Casting erhalten und sich darüber freuen (merklich unnatürlich inszeniert natürlich).
Und weil es ja nur um die Musik geht, wird jeder 90 Sekunden lange Auftritt der Kandidaten mehrfach unterbrochen und der Zuschauer per Kamera-Schalte in einem Nebenraum "entführt" in dem Freunde/ und/oder Familie des Kandidaten mitfiebern.
Insgesamt wirken alle Beteiligten (insbesondere das Publikum) so dermaßen überdreht und emotional überhitzt, dass man sich die Frage stellen muss, WAS die genommen haben und WO man das Zeug kaufen kann? Meine Güte - "druckbefüllte Emotions" - egal wo die Kamera hinhält...
Ziemlich unglaubwürdig wirkt auch die Intention, dass in der Sendung jeder die gleiche Chance erhält, denn "normale Typen", die gut singen können ohne sonstwie abgedreht zu sein, muss auch für diese Senndung im Sinne der Quote uninteressant ein. Damit das niemanden auffällt hat man sich immerhin dazu durchgerungen, hier eine dicke junge Frau und da mal jemanden mit etwas mehr Lebenserfahrung auf der Uhr einzuladen, aber das wirkt im Kontrast zum Rest der Truppe nicht besonders authentisch.
Die Coaches - nun, die überbieten sich hauptsächlich mit ihren peinlichen Reaktionen (körperlich, wie auch verbal) und machen aus der Freakshow letztendlich eine Runde Sache....
Gibt es nichts Positives?
Doch - die Band im Hintergrund macht eine tolle Arbeit, für die sich in der Sendung natürlich niemand bedankt oder mal darauf hinweist (sofern ich das nicht überhört habe).
Jetzt weiß ich wieder, wieso ich keinen TV besitze.