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Camerons Privatisierungsplan: Chinesen sollen Britanniens Straßen retten

AFPDie britische Infrastruktur liegt danieder, jetzt will Premier Cameron einen Plan verkünden, um das Straßennetz zu renovieren. Investoren sollen einige Strecken übernehmen. Bei der Privatisierung setzt der Regierungschef vor allem auf Chinesen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822140,00.html
  1. #60

    Sackgasse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die britische Infrastruktur liegt danieder, jetzt will Premier Cameron einen Plan verkünden, um das Straßennetz zu renovieren. Investoren sollen einige Strecken übernehmen. Bei der Privatisierung setzt der Regierungschef vor allem auf Chinesen.

    Camerons Privatisierungsplan: Chinesen sollen Britanniens Straßen retten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Was ist der perfekte Krieg? Der, der gar nicht erst stattfindet (SunTzu (chines. General und Stratege und Philosoph)

    Wie wäre demnach wohl der perfekte Handelskrieg? Früher wäre man einfach mit aggressiven Methoden (wie seinerzeit England in China oder die USA in Japan) vorgegangen. Doch heute wartet man in Ruhe und ganz geduldig, bis sich der Gegner aus eigenem kurzsichtigen, innenpolitischen Machtkalkül und Misswirtschaft innerhalb weniger Jahre so ans Rand des Existenzminimums navigiert hat, dass ihm gar keine andere Wahl mehr bleibt als Betriebe und die Infrastruktur von sich aus zu verkaufen (und mit ihnen die Herrschaft über Hundertausende Arbeitsplätze- die Stützen einer jeden Zivilisation).

    Praktischer Nebeneffekt: Die Chinesen stehen im Besten Licht als Retter dar - und nicht als aggressive Investoren wie z.B. im Fall einer feindlichen Übernahme. Wer es bis jetzt noch nicht glaubt, aber die Zeichen werden immer deutlicher: Der Westen ist jetzt, heute, im 21 Jhd. am Ende- die Zukunft gehört Asien und China. Und das - man muss es sagen wie es ist - nicht wg. eines fiesen Staatsstreiches oder gar wg. eines verlorenen Krieges- sondern einfach so, ohne jede Not verkauft sich Europa an die Chinesen und macht sich damit immer abhängiger. Kurzum - die optimale Ausgangsposition für den nächsten Schachzug..

    Und ich glaube nicht, dass die Chinesen irgendwo auf der Welt auch nur einen Cent aus reiner Menschlichkeit investieren, das würden wir ja schließlich auch nicht machen -obwohl- WIR Deutschen machen das schon (im Fall von Griechenland) - aber sonst keiner auf der Welt.. ^^
  2. #61

    Die Briten sind schon lustig. Wenn Probleme nicht durch Turbo-Kapitalismus und Neo-Liberalismus gelöst werden können, haben wir halt zu wenig davon - daran wirds liegen. Und wenn die Ersetzung von Industrie und deren realer Produkte durch esoterische Finanzprodukte nicht hilft, muss man jetzt halt an die Substanz.

    Ich frage mich, wie Organisationen mit einem Auftrag zu Schaffung und Aufrechterhaltung der Infrastruktur funktionieren sollen, wenn sie plötzlich ein ganz anderes Ziel, nämlich Gewinnmaximierung, haben.
  3. #62

    vergleich

    Zitat von auweia Beitrag anzeigen
    Die Autobahnen in Frankreich sind jedenfall besser in Schuss als die hiesigen...
    die verkehrsdichte ist ja auch deutlich geringer. vor allem beim schwerlasttransitverkehr.
  4. #63

    Zitat von auweia Beitrag anzeigen
    Meiner Ansicht nach wäre die Privatisierung des GESAMTEN Autobahnnetzes eine gute Sache. Wenn DerVerkaufspreis/km dem Erstellungspreis entspricht, d.h. etwa 25 Mio. (Autobahn) ergäbe dies bei einem Netz von ca. 12.000 km eine Einnahme von rund 300 Mrd. Dies könnte einen guten Teil der nationalen Schuldenlast auf einmal tilgen. Hinzu käme der Effekt der (staatlicherseits) eingesparten.......

    Die erhöhten Transportkosten schlagen sich dann in den Endverbraucherpreisen nieder und haben den gleichen Effekt wie eine Mehrwertsteuererhöhung. Außerdem gibt es sehr große Unterschiede in der Größe und Qualität der Autobahnen, so dass Sie bei einem Bruchteil ihrer 300Mrd. rauskommen würden.
    Letztendlich muss der Bürger so oder so bezahlen, nur bei privaten Unternehmen noch zusätzlich den Gewinn/Dividende an die Kapitalgeber.
  5. #64

    mal n bisschen schneller

    also hier in china funktionieren bahn und straße bestens. ich glaub die englaender koennen sich auf bessere zeiten freuen!
  6. #65

    Also für die ersten...

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    ...
    Wird demnächst in GB die Polizei, die Justiz und das Militär auch privatisiert? Denn auch diese Zweige der öffentlichen Hand leiden unter den schlechten Finanzen. ..
    ... beiden Einrichtungen gibt es sicher Interesse in Italien. Dort gibt es eine Organisation, mit sehr viel Geld, die das sicher übernehmen würde. Da brauchen die Briten dann nicht unbedingt nach China.
  7. #66

    Zitat von aras62 Beitrag anzeigen
    [...]

    Vor 70 Jahren herrschten sie noch rund um den Globus und jetzt ......
    Ihre Wandlung von der Weltmacht zum Sozialfall stecken die Engländer doch ganz gut weg.
    Sollten sich die Amis mal ein Beispiel dran nehmen...
  8. #67

    God saves the queen - and some others with it

    Zitat von vox veritas Beitrag anzeigen
    Tja, so kann's gehen.

    Im 19. Jahrhundert haben die Briten den Chinesen massig Opium verkauft und das Land ausgeplündert. Und heute übernehmen die Chinesen die Überreste des Britischen Imperiums. Ein Treppenwitz der Geschichte.
    In China haben die Leute halt ein gutes Gedächtnis und vergessen nicht so schnell, wie unsere Politiker, die nur in kurz Wahlperioden denken.
    "Ein Treppenwitz der Geschichte" - das ist wohl wahr.

    Den Deutschen geht es mit den Briten wie umgekehrt, den Briten mit den Deutschen. Eine Fiasko-Meldung aus einem der Länder betrifft und erreicht immer auch das jeweils andere Land. Die Briten sorgen sich um das wirtschaftliche Wohl der Deutschen, weil ein Unwohl der Deutschen zum Unwohl der Briten wird - und umgekehrt.

    Der Gedanke, dass Chinesen Zug um Zug Europa auf- und wegkaufen, ist an sich schon das Horrorszenario schlechthin. Wie in den 1980er Jahren, als japanische Firmen immer mehr US-amerikanische Unternehmen aufkauften. Am Ende steht das, was sich am jetzigen Ende des Kapitalismus bereits auftut, ein Hyperchaos und ein Aushöhlen des sozialen Bodens.

    Großbritannien befindet sich in Sachen Finanzkrise in einer wirklich eigenen und eigenartigen Beklemmung: Nein zu Europa, ja zu China.

    Joachim Gauck hät die Demokratie sehr hoch, wie er im ZDF gestern bei "Was nun?" sagte. Peter Scholl-Latur meinte in der Sendung vom gleichwohl ZDF NACHTCAFÉ, dass die europäischen Demokratien in der Welt hingegen für nicht wichtig und nicht entscheidend erachtet werden, dass sie sogar nicht entscheidend sind. In anderen Worten, diese europäischen Demokratien sind deshalb nicht entscheidend für eine Bewertung, weil sich es nicht vermögen, sich zu wehren gegen die soziale Korrosion, und damit stehen sie derzeit auf dem Gleis, ein Auslaufmodell darzustellen. Am Ende zählt Widerstandsfähigkeit und Duchsetzungstärke, und aber was bringt ein gesellschaftlicher Pluralismus, wenn beide Attribute als aufgelöste dastehen?

    Die Deutschen stehen wirtschaftlich gut da, weil sie den Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben haben. Die Deutschen haben auf der einen Seite Ausgaben und eine Belastung der Bewohner durch höhere Stromkosten, eine Art Steuer die Stromkosten sind, aber: Sie erhalten täglich ohne eine Müh und ohne eine Arbeitsleistung aufzubringen, an der wieder eine Sozialversicherungsfrage dranhängt, Energie für umsonst. In einem Maße bereits, dass der Strom aus Photovoltaik gewonnen der Menge aus Kernkraft gewonnen gleichzieht in diesem Jahr. Die Kilowattstunde als heilsame Schattenwährung, die in Deutschland bereits eine systemrelevante Größe erreicht hat. Die Briten, anders gesehen, sind derart rückwärtsgewandt, dass man bei ihnen schon von einer verkrusteten Gesellschaft sprechen kann, und sie leiden daran, dass sie die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen. Das bringt sie zu einem Glauben, in einem geostrategischem Spiel der Amerikaner mitspielen zu müssen, in dem es um die Sicherung von Rohstoffen geht mit militärischen Mitteln, bei dem Spiel sie sich aber letztlich dann verheben, wenn ihnen ihre eigene Infrastruktur wegbricht. Wobei das Rohstoffgut Kilowattstunde direkt vor, hinter, unter und über ihnen zum Abbau bereitliegt. Ja, mein lieber Engländer, warum greifst du nicht zu und fängst die Sonnenstrahlen ein - als ein Anfang?
  9. #68

    absolute

    Zitat von curryander Beitrag anzeigen
    also hier in china funktionieren bahn und straße bestens. ich glaub die englaender koennen sich auf bessere zeiten freuen!
    Dummheit einem Fremden die Infrastruktur zu ueberlassen. Wer von den Schreibern hier wuerde sein Haus verpfaenden um es sanieren zu lassen? Die Briten scheinen einfach am A.... zu sein. Was mir gefaellt. Ich mag es halt wenn die Briten verlieren - besonders beim Fussball :D
  10. #69

    Titel

    Zitat von jimknopf107 Beitrag anzeigen
    - nicht wg. eines fiesen Staatsstreiches oder gar wg. eines verlorenen Krieges- sondern einfach so, ohne jede Not verkauft sich Europa an die Chinesen und macht sich damit immer abhängiger.
    Sorry, auch wenn sich ihnen hier die Gelegenheit bietet Richtung China zu keilen, obige Aussage ist schlicht falsch.
    Europa/USA einschliesslich GB sind schlicht pleite. China ist der einzige, der Geld hat (und im Fall von Autobahnen auch die Erfahrung wie man sowas managed), um damit all die Pleitekandidaten zu finanzieren, so das die Hoffnung besteht, weitreichende soziale Unruhen während des anhaltenden wirtschaftlichen und sozialem Abstiegs vermeiden zu können. Von "ohne Not" kann da gar keine Rede sein. Fragen Sie den EU Kommissar ihres Vertrauens, die Jungs wissen warum Sie seit einem Jahr händeringend um chinesische Finanzmittel betteln (ohne freilich etwas zu bekommen).








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