... warum sich die zitierten 291 Professoren der BWL über die Kriterien des Rankings beschweren. Die Punkte 1-4 bilden die Hauptkriterien bei den allermeisten Berufungen im deutschen Hochschulsystem. Die Beschwerdeführer beklagen sich also de-facto darüber, dass sie nun selbst nach denselben Kriterien bewertet werden, die sie als Mitglieder in Berufungskommisionen auf den wissenschaftlichen Nachwuchs anwenden. Eine Art der Bewusstseinsspaltung.
Die Kritik an der absoluten Gültigkeit der Kriterien für die Bewertung von Wissenschaft und Lehre ist jedoch durchaus gerechtfertigt.
Das einzige Kriterium, das fehlt ist die Höhe der eingeworbenen Drittmittel. Hierbei Gewichten viele Professoren und Rektorate gerade an den klassischen "Voll-Universitäten" Drittmittel staatlicher Forscungsorganisationen (DFG etc.) höherwertig als solche aus der Industrie. Im ersten Fall handelt es sich schliesslich um die wahre, vollwertige Forschung, im zweiten Fall lediglich um Auftragsforschung, gleichzusetzen mit "höherem Handwerk". Diese Sichtweise ist weit verbreitet.
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