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BVB-Fans vs. Ultras: Knatsch in der Kurve

Getty Images/BongartsErst stritten sie gemeinsam gegen Verbände und Polizei, jetzt zanken sie sich untereinander: Vielen Fanszenen in deutschen Fußballstadien droht die Spaltung - wie das Beispiel Dortmund zeigt. Dort räumen einige Ultras ein, dass sie es mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept übertrieben haben.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-874298.html
  1. #10

    Vor zwanzig Jahren

    Zitat von kein_gut_mensch Beitrag anzeigen
    Vor 20-30 jahren gabs die Hooligans und da wurde sich immer ordentlich eins auf die Mappe gehauen. Da wars weitaus unsicherer als Heute. Das sind meine Erinnerungen aus der Zeit.
    und schon lange vorher bin ich in der Kampfbahn Rote Erde und im Westfalenstadion regelmäßiger Besucher gewesen. Ja, da wurde sich bei "gewissen" Anlässen außerhalb, selten innnerhalb, des Stadions auf die Mappe gehauen. Hat "man" sich amüsiert, wenn die dann auf die Schnauze bekamen, von "Profis". Nach dem friedlichen Abbrennen von Wunderkerzen (wirkungsvoll bei Abendspielen). Und in der vergangenen Fußballoper. Und der überwältigende Rest kam "heile" nach Hause, ich z. B. ins benachbarte "Kreuzviertel".

    Es war auch auf der Südtribüne ungefährlich, weil eben keine Bengalos abgebrannt wurden, ohne Sicherheitsabstand. Auch wenn einem wegen mancher Kommentare zur Spielweise der Mannschaft schon mal Schläge angeboten wurde, von Milchbubis.

    Okay, heute stehe ich nicht mehr auf der Süd, und sitze auch nur noch sehr, sehr selten im Stadion, einmal wegen der inzwischen erforderlichen Anreise, zum anderen wegen des erforderlichen Fernglases, für einen Platz, dessen Preis ich zu zahlen bereit bin.

    Also Ultras "benehmt" Euch, es geht auch ohne abfackeln von Feuerwerk. Obwohl, ist d a b e i schon mal was ernsthaftes passiert; mir ist da nichts bekannt.

    Ach ja, beim Pokalspiel die Tage hat man nix davon bemerkt, das die "UlLtras" nicht dazu beigetragen haben, Stimmung zu machen. Das war im Ganzen anders als in Manchester neulich. Und da sollten wir nicht hinkommen, mit Spaßbremsen.
  2. #11

    Sie wurden halt verarscht

    Viele Fanszenen fühlen sich halt von ihren Vereinen verarscht, da es bei Belangen, die Fans betreffen nie oder kaum einen Dialog auf Augenhöhe gab (wenn überhaupt einer stattgefunden hat...). Was nun versucht wird, ist die Fanszenen zu spalten, damit der "Mainstream-Fan", der den Protest aus den richtigen Gründen mitgetragen hat, wieder schöne heile Welt spielt und anständig klatscht. Damit sich das Produkt "Bundesliga" wieder besser verkauft. Den jeder von diesen Offiziellen weiß und hat es gespührt, wie unattraktiv Fußball ohne Stimmung ist. Und sowas schmählert ja den Geldbeutel. Hier geht es nicht um irgendwelche Pyrotechnik (das ist doch nur das Thema, was von den meisten Medien in den Mittelpunkt gerückt wird). Hier geht es darum, dass man schlicht und einfach die Fans verarscht hat und sie nun wieder anständig klatschen sollen, so als wäre nie etwas gewesen, außer das ihre Rechte (juristisch gesehen) immer mehr mit Füßen getreten werden dürfen.
    Was das Sicherheitskonzept ausdrückt, hat man ja in Stuttgart gesehen. Gäste-Fans wurden beim Pokalspiel gebeten, sich komplett zu entkleiden (juristisch ist sowas mehr als fraglich!!!) Wer dem wohl nicht nachkommt, bekommt wahrscheinlich eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. (Einfach mal http://effzeh.com/ganzkoerperkontrollen-in-stuttgart/ selber lesen)
    Viele reden hier von ach wie doof die doch sind. Jeder der wissen will, worum es bei dem Sicherheitskonzept geht, der sollte einfach mal wieder ein Auswärtsspiel seines Vereins besuchen und sich in den Gästeblock stellen/sitzen. Da kann man das alles wunderbar spüren bzw. kriegt man einiges vor die Augen geführt.
  3. #12

    Ultra Wichtig!

    Die Ultras nehmen sich deutlich zu wichtig. Sollen sie doch einfach zuhause bleiben. Dann gäb's vieleicht ein paar Monate keine achso tollen "Choreos" - aber schon nach einiger Zeit würde etwas Neues enstehen. So war das schon immer im Lauf der Welt.
  4. #13

    Zitat von lini71 Beitrag anzeigen
    Der 12.12 war ein schlimmer Tag für den Fussball.Das jetzt weiter geschwiegen werden soll ist richtig. Aber Herrn Watzke ist die Spaltung ja jetzt gut gelungen. Und ich bin auch "Normalo" Fan. Trotzdem sehe ich es nicht ein meine Grundrechte am Stadiontor abzugeben. Es gibt ein Gewaltproblem viel ehr auf Volksfesten.
    Die Grundrechte müssen Sie nicht abgeben - Sie müssen sich lediglich dem Hausrecht des Veranstalters beugen - wenn Ihnen das nicht passt steht es Ihnen frei zu Hause zu bleiben. Ist doch eindeutig, ich weiss garnicht was es dazu disskutieren gibt und warum in solchen banalen Zusammenhängen immer gleich nach der Meinungsfreiheit, der Menschenwürde und den Grundrechten geschrien wird.
  5. #14

    Also ich kann die Fans verstehen, die diesen Stimmungs-Streik durchgezogen haben.

    Ich finde es auch auf jeden fall ein stück weit richtig. Das sicherheitskonzept, das verabschiedet wurde, ist nunmal wirklich an vielen stellen unsinnig. Die DFL und der DFB haben es sich ziemlich mit den Fans verscherzt, ich kann mich noch daran erinnern als abgesprochen wurde, bengalos vielleicht teilweise zu erlauben und auf einmal hieß es, es hätte nie Gespräche darüber gegeben. Jetzt haben wir das neue Sichereitskonzept, welches in großen teilen unsinnig ist und die Fans werden wieder übergangen.

    Darüber hinaus haben wir kein sicherheitsproblem in deutschen Stadien!!! Das ist alles nur auf Grund der Politik verabschiedet worden.

    Die Fans wurden übergangen und die Vereine die zugestimmt haben und die DFL kassieren dafür die Quittung. Ich finde das vollkommen okay.

    An dem Papier kann man jetzt nichts mehr ändern, aber in Zukunft sollte man sowas vermeiden und ich denke, dass der Stimmungs-Streik dahingehend Wirkung gezeigt hat und in Zukunft sich die Verantwortlichen das doppelt überlegen.

    Freue mich aber sehr darauf wenn wieder von der ersten Minute an Stimmung gemacht wird.
  6. #15

    Zitat von lini71 Beitrag anzeigen
    Der 12.12 war ein schlimmer Tag für den Fussball.Das jetzt weiter geschwiegen werden soll ist richtig. Aber Herrn Watzke ist die Spaltung ja jetzt gut gelungen. Und ich bin auch "Normalo" Fan. Trotzdem sehe ich es nicht ein meine Grundrechte am Stadiontor abzugeben. Es gibt ein Gewaltproblem viel ehr auf Volksfesten.
    Und die Volksfestbesucher zeigen auf die Stadien.
    Wenn ich auf ein Konzert gehe werde ich auch durchsucht, genau so wenn ich in einen Club gehe.
    Bei aller Liebe, aber man hat gesehen, dass die Leute mit der bisherigen Freiheit nicht klar kamen, sonst gäbe es kein Problem mit Bengalos (2000°C heiß!), Wurfgeschossen oder rassistischen Gesängen. Wenn man dem mit Kontrollen, Kameras, Stadionverboten oder sonst was bei kommen kann dann bitte her damit!
  7. #16

    Keine Ahnung

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Zum einen stimmt es, dass die Ultras sich gern überschätzen und zu wichtig nehmen, zum anderen aber hat der bisherige Protest ja keinerlei Wirkung gezeigt. Das Sicherheitspapier ist 1:1 durch gegangen. Wie hat man denn gedacht, dass die Ultras darauf reagieren?
    Da sieht man mal wie wenig Wissen hier so angesiedelt ist. Das Konzept ist in kleinster Weise 1:1 durch gegangen. Aber man kann ja nicht alles Wissen.

    Muetzenman
  8. #17

    ja wat denn nu????

    Die Kritik an den Ultras: überflüssig, unkreative Gesänge, ferngesteuert, etc - aber wenn sie aus Protest schweigen dann ist es auch nicht richtig und dies wird von Fan-
    und Verbandsseite kritrisiert. Ja wat denn nu????
  9. #18

    Die sich selbst überschätzen

    Das Pokalspiel gegen Hannover hat doch eindrucksvoll bewiesen, wie groß Anmaßung und Selbstüberschätzung bei den Ultras sind: Der Jubel der "Normalos" über die frühe BVB-Führung und das mitreißende Spiel der Mannschaft danach hat einen kaum was vom akustischen Ultra-Streik mitkriegen lassen, und als diese dann nach 12:12 mit einstimmten, hatte das fast etwas von einer peinlichen "Adabei"-Aktion. Hoffentlich ist einigen dadurch klar geworden, wie unwichtig sie eigentlich sind und wie sehr auch in diesem Fall die alte Fußball-Weisheit gilt: "Wichtich is aum Platz!" - und nicht auf den Rängen! Die Ultras stellen nicht mehr und nicht weniger als die Machtfrage, im Stadion und im Verein - und dem muss mit aller Härte und ohne Kompromissbereitschaft in der Pyro-Frage begegnet werden.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst stritten sie gemeinsam gegen Verbände und Polizei, jetzt zanken sie sich untereinander: Vielen Fanszenen in deutschen Fußballstadien droht die Spaltung - wie das Beispiel Dortmund zeigt. Dort räumen einige Ultras ein, dass sie es mit dem Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept übertrieben haben.

    Fanstreit bei Borussia Dortmund um 12Doppelpunkt12-Proteste - SPIEGEL ONLINE
    Lasst sie doch einfach schweigen bis zu Sankt Nimmerleinstag, die anderen zeigen ja schon das sie auch ohne Ultras können. Notfalls spielt Schlachtgesänge über die Stadionlautsprecher ein wenn es zu ruhig wird.
    Wenn dann vermehr Ultras .gar nicht mehr kommen werden die Karten gerne von anderen Fans gekauft.








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