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Busunglück: Fahrer hatte weder Herzprobleme noch Alkohol im Blut

DPADie Ermittler suchen weiter nach der Ursache für das Busunglück in der Schweiz, zwei mögliche Auslöser konnten nun offenbar ausgeschlossen werden: Nach Angaben des Untersuchungsrichters hatte der Fahrer keine Herzprobleme, auch eine überhöhte Geschwindigkeit schloss er aus.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,821875,00.html
  1. #1

    Es ist mir ein Rätsel,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ermittler suchen weiter nach der Ursache für das Busunglück in der Schweiz, zwei mögliche Auslöser konnten nun offenbar ausgeschlossen werden: Nach Angaben des Untersuchungsrichters hatte der Fahrer keine Herzprobleme, auch eine überhöhte Geschwindigkeit schloss er aus.

    Busunglück: Fahrer hatte weder Herzprobleme noch Alkohol im Blut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    wieso man am Ende einer Nothaltebucht eine rechtwinklig zur Fahrtrichtung stehend massive Betonwand plaziert und nicht eine
    etwas längere Spur zum Wieder-einfädeln.
  2. #2

    Ich wundere mich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ermittler suchen weiter nach der Ursache für das Busunglück in der Schweiz, zwei mögliche Auslöser konnten nun offenbar ausgeschlossen werden: Nach Angaben des Untersuchungsrichters hatte der Fahrer keine Herzprobleme, auch eine überhöhte Geschwindigkeit schloss er aus.

    Busunglück: Fahrer hatte weder Herzprobleme noch Alkohol im Blut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Als alter Fernfahrer war ich entsetzt, was die Schweizer da im Tunnel gebaut haben: der Bordstein folgt nach rechts der Nothaltebucht. Die Wand (gegen die der Bius fuhr) ist dunkel gestrichen, wie im Fernsehen zu sehen war.

    Bus fahren ist wie LKW fahren auf Dauer recht eintönig, man stumpft ab. Wenn man da nach vielen vielen km schon leicht müde ist, fährt man "automatisch"; d.h. man orientiert sich an irgendwelchen äußeren Dingen wie z.B. einer Fahrbahnbegrenzung und fährt stumpf daran entlang. Das alleine wäre noch kein Grund, gegen die Mauer zu fahren, weil ein halbwegs wacher Fahrer trotzdem immer noch andere Einflüsse mitbekommt und dann wohl auch darauf reagiert.

    Aber warum sind da an diesem Mauervorsprung nicht große schräg zur richtigen Fahrbahn zeigende Leuchtstreifen drauf! Dunkel gestrichen ist die im Tunnel trotz guter Beleuchtung so gut wie unsichtbar. Und den Bordstein im bereich der Nothaltebucht knallrot in Leuchtfarbe anmalen.

    Ich wundere mich, dass da nicht schon Andere gegen die Mauer gefahren sind.
  3. #3

    Und ich wundere mich, dass die Aussagen einiger Kinder sofort als Spekulation abgetan werden. Ich halte eine kurze Abgelenktheit für recht wahrscheinlich: Dabei an den Bordstein gefahren, zu schnell gegengelenkt, dann ins Schlingern gekommen, gegen die Gegenseite und schließlich in die Haltebucht.

    Dass dabei dann einfach wahnsinnig viel Pech auf einmal im Spiel war, macht es natürlich für die Angehörigen auch nicht einfacher :(

    Ich habe selbst Kinder und fühle mit den Betroffenen! Es ist einfach so unendlich traurig, was dort geschehen ist.
  4. #4

    Zitat von Trouby Beitrag anzeigen
    Und ich wundere mich, dass die Aussagen einiger Kinder sofort als Spekulation abgetan werden. Ich halte eine kurze Abgelenktheit für recht wahrscheinlich: Dabei an den Bordstein gefahren, zu schnell gegengelenkt, dann ins Schlingern gekommen, gegen die Gegenseite und schließlich in die Haltebucht.

    Dass dabei dann einfach wahnsinnig viel Pech auf einmal im Spiel war, macht es natürlich für die Angehörigen auch nicht einfacher :(

    Ich habe selbst Kinder und fühle mit den Betroffenen! Es ist einfach so unendlich traurig, was dort geschehen ist.
    Wissen Sie, wie sich das anfühlt, wenn sie mit einem LKW oder Bus, um die 12 bis 15 Tonnen schwer, bei 'hoher' Geschwindigkeit ( >60km/h) an einen Bordstein fahren? Durch die plötzliche Bremswirkung der reibenden Flanke zieht es Ihnen das Lenkrad fast aus der Hand, und zwar in die Richtung des Bordsteins! In diesem Fall ist das Fahrzeug über den Bordstein in die Nothaltebucht. Dort haben Sie ca. 25m Platz, um bei 80 oder 100 km/h wieder rauszukommen. 80Km/h sind 22,2 m/sec, d.h Sie müssen innerhalb einer Sekunde das Fahrzeug wieder in der Spur haben. Unmöglich.

    Es war eine äußerst unglückliche Verkettung von Zufällen, nicht mehr und nicht weniger, dafür um so tragischer, weil wirklich niemand mit so etwas rechnete.

    Das Schlimme an Busunfällen ist, dass immer eine größere Menge Menschen davon betroffen ist als bei einem 'gewöhnlichen ' Autounfall. Das ist für die Medien selbstverständlich ein gefundenes Fressen, den Blut erhöht die Auflage, genau wie 'Sex sells'.

    Sehr traurig ist, dass bei diesem Unfall so viele junge Menschen ums Leben kamen, und furchtbar daran ist, dass sie alle vorher einen tollen Urlaub im Schnee der Alpen verbringen durften. Mein Sohn (15) ist auch gerade aus dem Schilandschulheim zurück und ist sehr betroffen von dem Ganzen.

    Es wird, ähnlich wie der Verlust von 15 Schülern in Winnenden, für die betroffenen Familien ein lebenslanges Trauma werden.
  5. #5

    Fazit

    ein furchtbares Unglück mit vielen Opfern. Ich verstehe diese Spekulationen hier nicht.
    Ob der Fahrer der Verursacher war, bleibt dabei irrelevant, denn auch er zählt zu den Opfern.
    Eine Verkettung unglücklicher Umstände , Schicksal, was auch immer...
    Man sollte der Toten gedenken und Mitgefühl zeigen.
  6. #6

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    Es ist mir ein Rätsel, ..wieso man am Ende einer Nothaltebucht eine rechtwinklig zur Fahrtrichtung stehend massive Betonwand plaziert und nicht eine
    etwas längere Spur zum Wieder-einfädeln.
    Weil das für viele echte und erfahrene Verkehrsexperten bedeutend risikokoreicher wäre.
    Nicht für diesen Unfall, sondern für ggf. hunderte andere, die dadurch passiert wären.
  7. #7

    Hääää ??

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Weil das für viele echte und erfahrene Verkehrsexperten bedeutend risikokoreicher wäre.
    Nicht für diesen Unfall, sondern für ggf. hunderte andere, die dadurch passiert wären.
    Wieso denn das ???
    Diese Behauptung müssen Sie mal bitte belegen !!
    Nach dieser Logik hätte man ja auch auf "normalen" Autobahnen, also nicht im Tunnel, keine Beschleunigungsspur.

    Wie gefährlich das ist wird der/die eine oder andere noch erinnern, wenn man nur an die alte Transitstrecke durch die DDR zurück denkt. Da gabs nämlich auch keine Beschleunigungsspur an den Autobahnauffahrten !!

    Wie oft mir da ein Trabbi im Schrittempo vor die Nase geeiert ist geht auf keine Kuhhaut. Das war manchmal kriminell gefährlich !!
  8. #8

    Schuldigen finden

    Zitat von saarländerin1 Beitrag anzeigen
    ein furchtbares Unglück mit vielen Opfern. Ich verstehe diese Spekulationen hier nicht.
    Ob der Fahrer der Verursacher war, bleibt dabei irrelevant, denn auch er zählt zu den Opfern.
    Eine Verkettung unglücklicher Umstände , Schicksal, was auch immer...
    Man sollte der Toten gedenken und Mitgefühl zeigen.
    Ganz so einfach ist es nicht!

    Selbstverständlich wird zunächst der Fahrer beschuldigt, da dieser wohl offensichtlich in die Nothaltebucht geknallt ist.

    Aber die Frage bleibt immer noch: Warum? - Denn bei alle dem gibt es noch einen weiteren Aspekt: Fremdverschulden !!!

    Wenn klar ist, der Fahrer kann es nach menschlichem Ermessen nicht gewesen sein, dann hat ihn ein anderer Verkehrsteilnehmer, Gegenverkehr, vielleicht ein Lkw, dazu veranlasst, dieses Manöver zu versuchen.

    Und dann läuft da draußen einer rum, der 28 Menschenleben auf dem Gewissen hat, was so auch nicht ganz unproblematisch ist, wenn der durchdreht, usw. usw.

    SChnurr
  9. #9

    Korrekt.

    Zitat von Trouby Beitrag anzeigen
    Und ich wundere mich, dass die Aussagen einiger Kinder sofort als Spekulation abgetan werden. Ich halte eine kurze Abgelenktheit für recht wahrscheinlich: Dabei an den Bordstein gefahren, zu schnell gegengelenkt, dann ins Schlingern gekommen, gegen die Gegenseite und schließlich in die Haltebucht.

    Dass dabei dann einfach wahnsinnig viel Pech auf einmal im Spiel war, macht es natürlich für die Angehörigen auch nicht einfacher :(

    Ich habe selbst Kinder und fühle mit den Betroffenen! Es ist einfach so unendlich traurig, was dort geschehen ist.
    Es ist in der Tat nicht unüblich, dass Mitreisende dem Fahrer CDs oder DVDs nach vorne reichen, damit diese abgespielt werden. Habe ich auch erlebt. Das Problem hier - wenn die Aussagen stimmen - war doch "nur", dass die Fahrbahn mit Kantsteinen versehen war. Außerhalb des Tunnels wäre das alles kein Problem gewesen. Der Fahrer muss nur einen Moment lang abgelenkt gewesen sein und schon konnte das Unglück passieren.


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