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Burschentag in Eisenach: Ehre, Freiheit und Rassismus

Der Eklat um den "Ariernachweis" drohte die*Deutsche Burschenschaft zu spalten. Beim*diesjährigen Burschentag auf der Wartburg bemüht sich die Führung*um Geschlossenheit.*Doch gegen die reaktionären Kräfte in der Verbindungsszene ist sie machtlos.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...769207,00.html
  1. #110

    ...

    Zitat von s.goodman Beitrag anzeigen
    Möglicherweise hat der Autor doch mehr Ahnung als Sie glauben.
    Immerhin wurde die "Junge Freiheit" jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet.
    Na und, die Junge Freiheit hatte gegen die Beobachtung durch den Verfassungsschutz geklagt und den Prozess gewonnen. Die Beobachtung war damit unrechtmäßig, man könnte sogar sagen, durch den gewonnenen Prozess gegen den Verfassungsschutz wurde gereichtlich festgestellt, dass die Junge Freiheit eben nicht rechtsextremistisch ist.
  2. #111

    Ehre, Freiheit, Vaterland !?!????

    Ehre und Vaterlandsliebe.... Das ich nicht lache. Diese Herrschaften haben Ehre und lieben ihr Vaterland solange sie in ihrer Verbindung sind. Sobald sie aber als Topmanager in den großen, "supranationalen" Unternehmen dirigieren, in großen Anwaltskanzleien Gesetze entwerfen, die das eigene Volk knechten bzw. jede Lücke ausnutzen um Steuern nicht zahlen zu müssen, in Lobbygruppen die Staaten zwingen gegen ihre ureigensten Interessen zu handeln, in Banken ganze Volkswirtschaften nur um des reinen Profits willen zu Grunde richten, ists nicht mehr weit her mit Ehre und Vaterland. Da steht der Sharholder Value und Cash Flow über patriotischen Gefühlen und persönlicher Integrität. Da ist die Firma wichtiger als das Vaterland und die Res Publica, für die sie sich ja angeblich ihr Herz erwärmen.
    Beispiel gefällig? Hier:

    http://www.manager-magazin.de/politi...755723,00.html

    Also kommt mir nicht Ehre und Vaterland... Da verstehen diese Herren nichts von. Diese Begriffe lassen sich bestimmt nicht durch Kostümierung aus dem 19. Jh. und seltsamen Vorstellungen von Rassenhygiene mit Sinn füllen.
  3. #112

    ...

    Zitat von kyon Beitrag anzeigen
    Da regen sich die Menschen über solche lächerlichen anachronistischen Wertewelten einer kleinen Gruppe Unverbesserlicher auf und huldigen milliardenfach einem reaktionären, anachronistischen frauen- und homosexuellenfeindlichen Männerverein mit ebensolchen Rauswurf- ( früher Tötungs) kriterien, der katholischen Kirche.
    Lieber Forist, wer huldigt denn "milliardenfach" einer anachronistischen Wertewelt? Sind die Chinesen und Inder jetzt alle "Burschenschaftler"?
    Da haben Sie sich wohl etwas vergaloppiert. Was hat eigentlich die kath. Kirche mit den Burschenschaftlern zu tun. Aber vielleicht unterschlagen Sie ja einfach, dass die Burschenschaftler unter den Nazis zwangsvereint wurden und viele im Widerstand waren! Aber das vergißt man so leicht?

    Merke! Burschenschaftler sind nationalgesinnt aber keine Nazis!

    Aus Wiki:
    Ab 1934 wurden alle Studentenverbindungen und -verbände im Rahmen der Gleichschaltung immer stärker unter Druck gesetzt, um sie in den NSDStB einzugliedern, der als einzige studentische Großorganisation etabliert werden sollte. Dazu wurden die Dachverbände zur Einführung des Führerprinzips gezwungen, anschließend zahlreiche Korporationsverbände zwangsfusioniert. So ging 1934 der ADB in der DB auf. Der VDB sollte mit dem Schwarzburgbund fusionieren, wozu es jedoch nicht mehr kam. Der nach dem Führer der ebenfalls gleichgeschalteten Deutschen Studentenschaft (DSt) Andreas Feickert sogenannte „Feickert-Plan“ sah außerdem die Umwandlung aller Studentenverbindungen in „Kameradschaften“ des NSDStB vor.

    Gegen diese und andere der Burschenschaft von außen aufgezwungenen Veränderungen regte sich Widerstand: Noch im selben Jahr gründeten zahlreiche aus der DB ausgetretene und ausgeschlossene Burschenschaften die Alte Burschenschaft, die sich allerdings schon 1935 wieder auflösen musste. Zwei Tage später, am 18. Oktober 1935 löste sich auch die DB auf. Nachdem im März 1936 Rudolf Heß schließlich allen studentischen Mitgliedern der NSDAP die Mitgliedschaft in einer studentischen Verbindung verbot, wurde ein öffentliches Aktivenleben unmöglich.[16] Bis zum Ende des Jahres lösten sich die meisten noch bestehenden Burschenschaften auf. Die übrigen wandelten sich in Kameradschaften um, einige konnten so verdeckt ihre Traditionen fortführen.

    Nach dem Anschluss Österreichs 1938 und der Besetzung der „Rest-Tschechei“ 1939 wurden auch die dortigen Burschenschaften und die BdO aufgelöst, sodass ab diesem Zeitpunkt nur noch die vier Burschenschaften in Chile existierten.
    Zitatende

    Sie sehen, am längsten halten sich Vorurteile, zumal die Linke/SPD und die Grünen alles daran setzen, solche Vorurteile am Leben zu halten, sei es durch einen Sturm im Wasserglas!
  4. #113

    Da steht wohl einiges nicht richtig bei Wikipedia

    Liebe Spiegel Redakteure,

    Ihr Beitrag enthält folgende Fehler:

    1. "eine goldene Büxennadel am Revers"

    Korrekt handelt es sich um die Burschenschafternadel. Andere Verbindungen bezeichnen Burschenschafter aber oftmals als "Buxen" weshalb man auch scherzhaft von der Buxennadel, aber sicherlich nicht von der Büxennadel spricht.

    2. "Männer in weißen, militärähnlichen Uniformen"

    Die Bekleidung der Chargen hat oft - nicht immer - eine weiße Hose. Die Farbe des Oberteils ist sehr unterschiedlich, je nach Tradition des Bundes. Zumeist ist die Farbe schwarz, es gibt aber auch grüne, orangene usw. Oberteile. Völlig weiße "Uniformen" gibt es innerhalb der Deutschen Burschenschaft überhaupt keine.

    3. "in rechtsextremem Publikationen wie der Jungen Freiheit"

    Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 24.05.2005 (1 BvR 1072/01) festgestellt, dass keinerlei Anhaltspunkte für rechtsextreme Bestrebungen bei der Jungen Freiheit feststellbar sind.

    Natürlich steht es ihnen frei ein Presseorgan auch wider besseres Wissens als rechtsextrem zu bezeichnen. Seriös ist das aber nicht gerade.
  5. #114

    Träumen Sie ruhig weiter

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Verwerflich ist nicht erst Rechtsextremismus, Nationalismus und Rassismus, sondern vor allem eine Wettbewerbsverzerrung auf dem akademischen Arbeitsmarkt aufgrund Vitamin B, also mafiöse Netzwerke. "Alte Herren" die Mitgliedern dieser Vereinigungen Karriere-Vorteile zu verschaffen versuchen, gehören hart bestraft.
    Und was machen Sie mit den Freimaurern und den parteipolitisch Begünstigenden, was mit den Leuten, die einfach "!normales" Vitamin B gewähren?
    Hört sich immer gut an, Leute zur Rechenschaft ziehen zu wollen, nur - wie wollen Sie denn das bitte durchsetzen? Vorschläge diesbezüglich sind höchst willkommen...
  6. #115

    Exa´kt.

    Zitat von tripelkonzert Beitrag anzeigen
    Vielen Dank fuer diesen Beitrag. Habe immer noch Traenen in den Augen vor lachen. Sie bringen es auf den Punkt. Und das wissenschaftlich!
    Mir ging es ganz genauso.
    Wunderbar formuliert, und das an einem verregneten Sonntagmorgen in Deutschland.
    You made my day.;-)
  7. #116

    Bundesverfassungsgericht zur Jungen Freiheit

    Zitat von s.goodman Beitrag anzeigen
    Liebe/r Zephira,

    Wieso denn so unsachlich?
    Halte nwir doch einfach fest, dass die "Junge Freiheit" nicht nur beobachtet, sondern auch "gängige rechtsextremistische Argumentationsmuster oder positive Kommentare zu rechtsextremistischen Organisationen, Personen oder Publikationen" von Stammautoren beigetragen werden. ( Das kann man ohne viel Aufwand in Wikipedia nachlesen.)
    Für eine Verteidigung der Einschätzung des Autors, die "Junge Freiheit" sei rechtsextrem sollte das ausreichen. Von bewusster Lüge oder Ahnungslosigkeit des Autors kann in diesem Punkt keine Rede sein.
    Das Bundesverfassungsgericht hat die Beobachtung der Jungen Freiheit durch den Verfassungsschutz mit Entscheidung vom 24. Mai 2005 (1 BvR 1072/01) als verfassungswidrig eingestuft.

    Es hat in der Entscheidung ausgeführt, dass offensichtlich (!) keine verfassungsfeindlichen Tendenzen erkennbar sind.
  8. #117

    .

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Durchaus. Ein neuer Paragraph im UWG müsste wettbewerbsverzerrende Vetternwirtschaft auf dem akademischen Arbeitsmarkt generell unter Strafe stellen
    Was Sie wollen, ist eine Gesellschaft von gefühlskalten, rein rationalen Robotern. Solange es diese nicht gibt, werden Jobs und Aufträge immer lieber an Leute vergeben werden, die man bereits kennt und schätzt, denn an Fremde. Da können die ungeselligen Langweiler über die "Vetternwirtschaft" herziehen solange sie wollen.
  9. #118

    " ... mit entsprechnd farbiger Markierung wesentlich lieber, ..."

    Zitat von gloriaD Beitrag anzeigen
    Wozu die Aufregung?
    Mir ist dieser Tyspus im Rudel und mit entsprechnd farbiger Markierung wesentlich lieber, als wenn sie anonym und unerkannt ihre verklemmten Fantasien als eigenbrödlerische und alleinegelasene und damit gänzlich unkontrollierte Einzelgänger in einem Keller vor einem Dutzend Bildschirmen in sich hineinfressen lassen und dann irgendwann völlig überraschend Amok laufen.

    Denn vom Typus her sind es die Tim Kretschmers, Robert Steinhäusers etc., die sich da im üblichen kollektiven Suff aus ihrem psychischen Elend zusammenfinden, um sich wechselseitig beim Verleugnen zu helfen.

    Besser man weiß, wo sie sich aufhalten als wenn sie im Dunkeln operieren.
    Das ist von der Typologie her sicher sehr zutreffend beschrieben.
    Man darf nur nicht vergessen, dass die Verbindungen zunehmend an Nachwuchsmangel leiden. Die "alten Herren" haben nicht mehr den Einfluß, den sie noch vor 20 Jahren hatten, weil sie langsam überaltern und verschwinden.

    Was sich dann aus diesen Gruppen entwickeln wird, die jeden nehmen, den sie kriegen können, sollte man doch mit einer gewissen Aufmerksamkeit beobachten. Sie könnten durchaus zu einer akademisch verbrämten Propagandaabteilung der extremen Rechten werden.
  10. #119

    ..

    Zitat von trafozsatsfm Beitrag anzeigen
    Und wer braucht die? Die historischen Verdienste der deutschen Burschenschaften sind unbestritten. Aber brauchen wir deswegen noch Burschenschaften? Kaiser Friedrich II. hat auch einiges geleistet. Sollen wir deshalb das Heilige Römische Reich deutscher Nation wieder auferstehen lassen?....
    Gute Frage - aber sie sollte deutlich tiefer gehen.

    Wer braucht eigentlich uns Menschen - mit all ihren Mühen, Plagen, Armseligkeiten, Glückseligkeiten und Reichtümern? Unsere Welt, die wir tagtäglich immer weiter ausbeuten und zerstören, ganz gewiss nicht.

    Lassen Sie bitte die Menschen nach ihren eigenen Vorstellungen leben, solange sie sich an das von uns selbst gegebene Recht und Gesetz halten - genauso wie Sie nach ihrem Gusto leben dürfen und wollen. Egal ob im Schützenverein, Kaninchenverein, am Stammtisch, in der Partei der Linken, hier als Forist oder auch in der Burschenschaft.

    Ich zumindest will ganz gewiss nicht nach Ihren oder sonstwelchen strammen Vorgaben leben - totalitäre Vorgaben hatten wir in jüngster Geschichte schon zweimal zu unser aller Unglück.
    Jeder rechtschaffene Bürger sollte von den extremen Linken wie auch von den extremen Rechten mehr als die Nase voll haben.
    .... und Sie geben sich hier als Hüter der Freiheit aus.

    Hätten Sie anders argumentiert, dann hätte ich Sie verstanden. Beispielsweise: wer braucht eigentlich solche Burschenschaften wie die Raczeks zu Bonn in einem Verband? Höchste Zeit zum Ausschluss. Ich hoffe, dass die Vorsitzende der Deutschen Burschenschaft jetzt die Konsequenzen zieht. Die Chance zur notwendigen Modernisierung war noch nie so gut wie jetzt.

    Sie aber ziehen Pauschalierung und Verallgemeinerung vor. Ist ein Mensch ein Dieb, dann sind natürlich alle Menschen Diebe. Stimmt's? Einfalt lässt grüßen.








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