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Burnout-Gefahr: Firmen*fürchten den*Stressfaktor Chef
Haben Vorgesetzte eine Mitschuld, wenn Mitarbeiter an Burnout leiden? Studien*belegen, dass*Führungskräfte großen Einfluss auf den Krankenstand ihrer Abteilung haben. Unternehmen wie MAN wollen das nicht hinnehmen: Sie lassen die Angestellten ihre Chefs beurteilen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...777093,00.html
- #1 29.07.2011 05:27 von
Na super...
es wird echt immer besser.
Einerseits will man dass der Betrieb reibungslos läuft und andererseits lässt man so einen Unsinn vom Stapel.
Es gibt nicht nur das Mobbing von Oben nach unten, sondern auch von Unten nach Oben.
Schon mal daran gedacht?
Das Problem ist dass es immer schwieriger wird gegen Störenfriede vorzugehen.
Und sind einige im Team, die womöglich noch andere mitreissen, dann kommts zur Meuterei bei jeder Kleinigkeit und das Betriebsklima ist es recht kaputt.
Ein guter, motivierter Mitarbeiter wird vom Chef nicht gemoppt und dem wird auch der Rücken freigehalten auch wenn er mal in einem Tief sitzt.
Aber einer der nur rummault und rummotzt und dabei seine Arbeit auch noch unzufrieden erledigt.... - #2 29.07.2011 06:07 von JaIchBinEs
Zeitdruck ist Gift für die Produktqualität.
Natürlich liegt bei den Entscheidungsträgern eine große Verantwortung.
Aber welche Konsequenzen sollte die negative Beurteilung eines unabkömmlichen Chefs haben?
Das „Vorleben“ von Zielen ist auch so eine Sache, denn Manager sollen nun mal managen und Arbeiter arbeiten.
Einen hektischen Softwareabteilungsleiter, der sich alle 4 Stunden nach der Fertigstellung erkundigt, will ich nicht unbedingt kopieren, denn:
Zeitdruck ist Gift für die Produktqualität.
tom - #3 29.07.2011 06:13 von
Burnoutproduzierende Chefs
Wäre ich MAN-Mitabeiter würde ich ..... mich jetzt auch ne halbe Stunde neben das Band setzen und "kreativ" sein (können)?!
Und Betriebe starten JETZT schon Mitarbeiterbefragungen, ja sogar bezüglich ihrer Vorgesetzten???? Genau das fordern seit Jahrzehnten verschiedene Qualitätsmanagement-Modelle und Gütesiegelzertifizierungen (zB EFQM), jetzt ists als ganz was Neues durchgedrungen. NeeNee, auch das ist nur Augenwischerei, es soll nicht besser werden, sondern weitere Effizienzpotentiale eruiert werden - das muss nicht per se schlecht oder böse sein, aber ehrlich sollte man bleiben! - #4 29.07.2011 06:24 von
Es ist einfach
irre für was für Sachen das man Studien braucht, anstatt einmal mit offenen Augen durch den Betrieb zu laufen.
Wir sind auf dem absteigenden Ast und statt wir unser höchstes Gut, das wir haben, das sind nämlich unser Know-How und die dazu gut ausgebildeten Mitarbeiter, verheizen wir uns stattdessen gegenseitig.
Ist ja egal, China und Russland holen uns schon ein, denn die kaufen unsere Technik und haben noch die dazugehörigen Rohstoffe.
Deppnland D auf (nimmer) Wiedersehen. - #5 29.07.2011 06:25 von
Abidda
Mein Senf:
1. Natürlich wird nicht die Systemfrage gestellt, sondern nur an den Symptomen herumgedoktort. Auf die Idee, dass bei Verzicht auf die Verdichtung die ganze Problematik gar nicht entstehen würde, kommt man schon aus Prinzip nicht.
Die Zwänge der Märkte und die Globalisierung, ja ja ... Dann lieber die Menschen pressen und sich dann über körperlichen und geistigen (Depression, B-out) Ausfälle der nichtfunktionierenden, minderleistenden Arbeitsdrohnen lustig machen.
2. Druck auf die Belegschaft reicht nicht, jetzt wird die mittlere Managementkaste in die Zange genommen. Der Wind wird auch dort rauher, manche werden es sogar mit Freude sehen.
Nachdem man mit denen fertig ist, kann man sich ja andere Dinge aussuchen, die man in Form pressen kann. Bonsaibäume z.B., die wachsen ja im Vergleich zur Arbeitswelt noch relativ ungehindert, da gibt es sicher noch viele Möglichkeiten...
3. Den Angestellten möchte ich sehen, der sich ungestraft während der Arbeitszeit für 'ne halbe Stunde in das Café verziehen kann, "um zu entspannen und kreativ zu bleiben".
Für die, die immer gleicher als Andere sind, ist das aber immer schon kein Problem gewesen - auch wenn sie es bei anderen nie dulden würden. - #6 29.07.2011 06:34 von
nett
Es ist bemerkenswert, daß man gewisse Sachzusammenhänge erkennt .
Unfähige Chefs bewirken nicht nur Burnout etc sondern sorgten
häufigst dafür ,daß die besten Leute verheizt werden.
Hinzu kommen dann die Personalchefs mit Ihrem kruden Skillkatalogen, die auch und gerade diese Topleute eben nicht
eingestellt wurden und werden.
Das heißt hier liegt eine unheilige Allianz von "Chefs" vor , die
für massive Fehlentwicklungen in der BRD gesorgt haben .
Nur weil jetzt diverse Unternehmen gute Zahlen liefern, heißt das noch lange nicht ,daß alles paletti ist -
Die niedrige Geburtenrate ist nur ein Zeichen, daß die Unternehmensberatungskultur um 180 Grad gedreht werden müßte - #7 29.07.2011 06:45 von
Es ist eine Binsenweisheit...
...es ist ja nicht das Unternehmen an sich, dass Druck aufbaut, es sind immer Personen, die das tun. Logisch, dass es die Vorgesetzten sind.
Das Beispiel Handy ist sehr gut. Früher war man - sofern man auch Außentermine hatte - einfach nicht erreichbar. Heute muss jedes Telefonat postwendend beantwortet werden. "Warum gehen Sie nicht ans Handy?"
Ich persönlich schalte das Ding mehrfach am Tag für einige Zeit aus. Auch wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, dann bin ich nämlich über Festnetz erreichbar und es klingeln nicht immer zwei Telefone gleichzeitig. Oder Beispiel telefonieren im Auto, ich habe eine Freisprecheinrichtung im Privatwagen. Im Firmenwagen nicht - war billiger, meinte mein Chef - ich spreche also nciht während der Fahrt - sehr erholsam.
Jeder Mitarbeiter muss sehen, wie er seinen Arbeitsplatz "entschleunigt". Immer schneller, immer mehr? Nicht mit mir, ich möchte meine Rente noch erleben. - #8 29.07.2011 07:17 von
- #9 29.07.2011 07:50 von R Panning
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