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Burnout bei Plasberg: Macht doch mal Pause!

Modeleiden? Gefährliches Syndrom? Oder doch nur ein Vorwand für den gelben Schein? Frank Plasbergs Talk-Runde suchte nach Erklärungen zum Massen-Burnout deutscher Arbeitnehmer - und brannte dabei selbst aus.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,797783,00.html
  1. #1

    eine lange Pause

    Sein angepasstes farbloses Gerede würde ich nicht vermissen.
    Er kann ja solange mit dem Baby spielen.
  2. #2

    ...

    "... und der kleine Mann erschleicht sich eben ab und zu einen Krankenschein, wenn es nicht mehr geht."

    Wenn es nicht mehr geht, dann ist der Krankenschein eben gerade nicht erschlichen, sondern der letzte Ausweg. Die Burnout-Diskussion auf Promis zu begrenzen, die sich mal eben so eine großzügig bemessene Auszeit leisten können, ist lächerlich.
    Herr Plasberg, schicken Sie ihre Redaktion in namhafte deutsche Großunternehmen, die sich mit schick formulierten Unternehmensleitbildern und hehren Worten von sozialer Verantwortung schmücken, und fragen Sie die Mitarbeiter. Anonym, versteht sich, denn Offenheit ist dort nur auf dem Papier gefragt.

    Dann haben Sie Material für eine interessante Sendung.
  3. #3

    Dampfplauderer

    Zitat von dido07 Beitrag anzeigen
    Sein angepasstes farbloses Gerede würde ich nicht vermissen.
    Er kann ja solange mit dem Baby spielen.
    stimmt. Wenn das TV etwas nicht braucht, dann diesen ausgewiesenen, arroganten Dampfplauderer.
  4. #4

    Parteilichkeit

    Der Artikel bringt es gut auf den Punkt. Schon erstaunlich, wie man eine Sendung über ein Thema machen kann, ohne anfangs zu klären, was ein Burnout überhaupt ist, um dann vielleicht zu klären, wie man ihn vermeiden kann. So fehlte auch die Klärung der Unterschiede von Burnout und Depression, die immer wieder durcheinander geworfen werden.

    Mälzer war noch der angenehmste Diskutant, der in kurzen Nebensätzen die Grundzüge treffend charakterisierte. RA Naujoks hingegen ging überhaupt nicht, vor allem nicht Plasbergs Neckereien über das offensichtliche Übergewicht des Mannes (eventuell sollte man ihn in eine Sendung zu dem Thema einladen.) Was Naujoks ab und an vom Stapel ließ, wäre anderswo als menschenverachtend abgestempelt worden. Hier wurde er lächelnd beklatscht.

    Psychiater und Gewerkschafterin blieben wenig in Erinnerung, wenngleich sie Gründe und Lösungen anboten, diese aber in unserer Leistungsgesellschaft untergehen. Plasberg muss man hier grundsätzlich eine Parteilichkeit ankreiden, da er ganz offensichtlich Burnout für eine der neumodischen "Krankfeier"-Krankheiten hält, da man psychische Schäden nunmal nicht so erkennt, wie eine rausgesprungene Bandscheibe. Ein wenig mehr Neutralität hätte der Sendung gut getan.
  5. #5

    Flug von Mallorca

    Der Autor bringt es auf den Punkt. Auch ich habe nicht verstanden, wie man die Steilvorlage von Tim Mälzer nicht nutzen konnte. Die Freundin alleine im Urlaub zurücklassen, um wieder mal 90 Minuten im Fernsehen dabei zu sein - genau das zeigt doch das Problem. Ich erinnere mich an eine Reportage über Johann Lafer, wo auch eindrucksvoll sein übervoller Terminkalender gezeigt und er ein paar Tage lang vom Fernsehen begleitet wurde. War ihm alles zu viel und keine Freizeit mehr usw. Aber auf der anderen Seite nimmt er jede schwachsinnige Gelegenheit war, in Fernsehshows als Gast aufzutreten, anstatt sich um sein Restaurant und seine Familie zu kümmern.
  6. #6

    Frau Meckel und Herr Mälzer haben ein Egotrip-Problem!

    Ja es gibt Burnout aber nicht bei diesen "Promis"! Eine Aldi-Verkäuferin mit Minigehalt und Kind hat einen Burnout, schreibt darüber kein Buch - weil sie keine Zeit und keine Kraft dazu hat - und tingelt damit nicht Monatelang durch Talkshows und jammert herum.

    Die echten Kranken, können sich eine teure und lange Reha nicht erlauben/leisten und haben keine Sendungen um sich zu profilieren!
  7. #7

    Angst der Arbeitnehmer

    Stimmt, es wäre hilfreich gewesen zu erklären, was ein Burnout ist und das ist sehr klar definiert und nicht so diffus wie hier. Und Plasberg hat zum Teil versucht den Burnout klein zu reden. Aber sowohl die Gewerkschafterin als auch der Facharzt für Burnout haben deutlich gemacht, woher der Burnout kommt und dass aus Menschen häufig alles herausgeholt wird, Überstunden ohne Ende gemacht werden und die vor die Tür gesetzt werden, die schon älter sind oder es nicht mehr bringen, ebenso einige Kurzfilme der Sendung.(über die totale Kontrolle) Und dass der Stress sich total erhöht, ist auch deutlich geworden. Traurig ist, dass aber nicht klar wurde: Die meisten Deutschen schleppen sich auch krank zur Arbeit, das haben neueste Studien ergeben. Und wenn man immer drüber arbeitet aus Angst den Job zu verlieren, dann fängt es da an.. und macht es möglich Leuten immer mehr aufzubürden und über ihre Grenzen zu gehen. Ich möchte mal denjenigen sehen, der krank feiert. Das ist ein totaler Schmarrn und die Ausnahme. Viele warten viel zu lange udn sind dann wirklich ausgebrannt.
  8. #8

    Merkwürdiges Gejammer

    Merkwürdiges Gejammer, sowohl was das Burnout-Thema als solches angeht, als auch das Gejammer vom Spiegel über die Flut an Burnout-Sendungen und -Artikeln.

    Es war doch der Spiegel selbst, der im letzten (halben?) Jahr Burnout ständig zum Thema erhob.
  9. #9

    ...........

    ein ernsthaftes Thema rauschte ohne Gewinn für den Zuschauer durch die Sendung.
    Ein weniger arroganter Plasberg würde der Sendung gut tun, man merkt ihm in jeder Sendung mehr an-- ich gehöre jetzt auch zu den "wichtigen Machern" einer Sendung dazu.

    Den adipösen Anwalt können wir sicher bald auf einer kardiologischen Krankenhausstation besuchen.
    Vor 50 Jahren hatte kaum jemand einen Eiskasten für die Erhaltung frischer Lebensmittel, keine Waschmaschine und keinen Geschirrspüler.
    Keine Kinder mit Knopp im Ohr die sich beim Schularbeiten machen berieseln ließen.Allerdings wagten wir es auch nicht als Kinder unsere Eltern so zu nerven wie man es heute bei Saalfrank sehen kann, sondern bekamen das Handtuch in die Hand gedrückt zum Geschirr abtrocknen.

    Meine Mutter wurde 95 jahre alt.Also woran liegst??

    Liegt unser Kräfteverschleiß nicht an uns selbst? An der Einteilung der wichtigen Dinge? Wozu heute ja noch ganz ganz dringend unsere tägliche Meldung bei Facebook gehört, etc, etc, also der selbstgemachte Stress allem und jedem zu genügen.

    Habe mich gestern sehr gut regeneriert, Plasberg nach der Hälfte abgeschaltet ein Buch in die Hand genommen und selig dann eingeschlafen.

    Burnout liegt nicht an der Welt die uns umgibt, sondern an unserem Wunsch das ganze Leben in kürzester Zeit mitnehmen zu wollen ( einschließlich des Wohlstandes).


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