REUTERSEs ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Öffnung des Landes: In Burma müssen Journalisten ihre Artikel künftig nicht mehr von der Regierung absegnen lassen - auch politische und religiöse Schriften werden nicht mehr zensiert. Bisher mussten sogar Märchen vorab von den Behörden genehmigt werden.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...850911,00.html
Freut mich, auch mal was Positives in den Nachrichten zu lesen...
Vor zwölf jahren öffnete burma das erste mal seine grenzen für reisende, die länger als drei tage im land bleiben wollten. Zwei monate reiste ich damals quer durch das wunderschöne, aber auch sehr arme und eingeschüchterte land. Reisende durfte damals nur in "ausländerhotels" übernachten, weil man zwar die dollar, aber keinen kontakt zu den einheimischen wollte. Mutig suchten diese aber selbst den kontakt und sprachen sich unbeobachtet wissend, den politischen frust von der seele.
Die heutige öffnung des landes, sehe ich mit gemischten gefühlen. Keine frage ist sie für die einheimische bevölkerung großartig und wünschenswert. Auf der anderen seite wird ein kulturschatz dem kommerz und massentourismus geöffnet, das ich heulen könnte. Teilweise haben sich dort die lebensarten in den dörfern seit jahrhunderten nicht geändert und selten erlebte ich ein so harmonischen miteinander wie dort. Unser importiertes konsum- und besitzdenken wird diese kultur leider in kürzester zeit zerstört haben.
Leider wird diese militärdiktatur nicht von den buddhistischen mönchen, sondern von westlichen wirtschaftsinteressen abgelöst und bei mir bleiben die gemischten gefühle.
Es wundert doch, dass selbst der Spiegel nicht zur aktuellen ethnischen Säuberung in Burma/Myanmar Stellung nimmt, sondern nur ein Lob für Burma hat. Gerade jetzt.
Es werden Heute ja Heute 700000 Menschen (Rohingya) vertrieben.
Diesen Sommer wurde von Tagtäglichen Massakern berichtet aber nicht bei uns. Wir hören nichts davon. warum?
Die Rohingya werden von den Vereinten Nationen als die „am meisten verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft.[
Burmas Präsident Thein Sein hat seine Sicht der Dinge kürzlich unmissverständlich klargemacht: Einzige „Lösung“ sei die Deportation der Rohingya in Drittländer.
Achtung bei den Rohingya handelt es sich um Muslime, vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir weg schauen.
Meine Frage lautet:
Können Sie erkennen, ob der Widerstand gegen die Rohingya nur auf Religion beruht, die man im Kopf behält, oder die zu einem Verhalten führt, welches den burmesischen Buddhisten auf die Nerven geht?
Ich kenne die Buddhisten als eher friedvoll, die neben sich alle Religionen dulden und nur auf agressives und kriminelles Verhalten mit Abwehr reagieren.
Es gibt in Burma etliche andere Volks- und Religionsgruppen, die friedlicher harmonieren als mit den Rohingya.
Anders gefragt: Warum sollte sich die burmesische Mehrheit sich so verändern, dass die Rohingya sich dort wohl fühlen und immer mehr einwandern?