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Burma: Freiheitsikone Suu Kyi schweigt zum Trauma der Rohingya

DPAWie ein Staatsgast wird Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf ihrer Europa-Reise gefeiert. Doch die Friedensikone verliert öffentlich kein Wort über den Konflikt in ihrer Heimat mit den Rohingya. Im Grenzgebiet zu Bangladesch sind Tausende der unterdrückten muslimischen Minderheit auf der Flucht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...838881,00.html
  1. #1

    Seit der Unabhängigkeit Birmas ...

    ... am 4. Januar 1948 werden die Rohingya dem Druck des Regimes ausgesetzt.
    "Die Rohingya bildeten während der britischen Kolonialzeit die Bevölkerungsmehrheit im Rakhaing-Staat. In den 1940er-Jahren und vor allem nach der Unabhängigkeit Birmas kam es aber zu Spannungen zwischen den buddhistischen Arakanesen (Rakhaing) und den muslimischen Rohingya. Besonders schwere Zwischenfälle gab es 1942, 1962, 1978 und 1991. Viele Rohingya verließen daher Birma in Richtung Chittagong in Bangladesch."
    Gemocht, willkommen sind sie nirgendwo in der Region. Auch Thailand verweigerte Fluechtlingen den Aufenthaltstatus. Das arme Bangladesch will sie auch nicht, und nur teils finden sie Zuflucht in muslimisch dominierten Laendern wie Ost-Indonesien (Aceh), Pakistan, Saudi Arabien und Emiraten.

    Allein, die Hintergruende der Spannungen, also warum es regelmaessig zu "schweren Zwischenfaellen" kommt, bleibt unklar. Fakt scheint, und egal wie lange die Rohingya bereits auf dem Gebiet von Birma/Burma/Myanmar, im Gebiet der heutigen Rakhaings Provinz auch siedeln (nach versch. Quellen bereits seit hunderten Jahren), sie waren und sind unbeliebt.

    Journalistisch-medial gibt die Informationslage nichts her, und vermutlich wuerde man sich wegen politischer Korrektheiten auch nur die Finger verbrennen, wuerde man regional investigativ-journalistisch taetig.
    Aber ganz so suggestiv, wie das "Material von AFP", wo es knapp heisst, "blutigen Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Muslimen", muss es denn doch nicht sein. „Agence France-Press“ schreibt ihrerseits ja auch nur ab, und hat keine jounalistische Regionalfachkompetenz zum Thema. Der Dauerkonflikt in Rakhaings hat andere Ursachen und -insb. historische- Hintergruende.
  2. #2

    Ein wenig mehr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie ein Staatsgast wird Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf ihrer Europa-Reise gefeiert. Doch die Friedensikone verliert öffentlich kein Wort über den Konflikt in ihrer Heimat mit den Rohingya. Im Grenzgebiet zu Bangladesch sind Tausende der unterdrückten muslimischen Minderheit auf der Flucht.

    Burmas Suu Kyi schweigt zur Massenflucht der Rohingya - SPIEGEL ONLINE
    ... über den Konflikt selber, hätte dem Artikel mehr Substanz verliehen. Oder sind die Journalisten von SPON auch schon ganz dem Glanz von Aung San Kuu Kyi verfallen?
  3. #3

    Es

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie ein Staatsgast wird Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf ihrer Europa-Reise gefeiert. Doch die Friedensikone verliert öffentlich kein Wort über den Konflikt in ihrer Heimat mit den Rohingya. Im Grenzgebiet zu Bangladesch sind Tausende der unterdrückten muslimischen Minderheit auf der Flucht.

    Burmas Suu Kyi schweigt zur Massenflucht der Rohingya - SPIEGEL ONLINE
    scheint, das immer die verkehrten den Friedensnobelpreis verliehen bekommen! Madame Aung San Suu Kyi schweigt, statt Ihren Mund aufzumachen. Sie reist in der Welt umher, statt Ihren Landsleuten zu helfen! Es bleibt zu hoffen, das diese Friedensikone niemals Präsidentin Ihres Landes wird. Eine Oppositionsführerin die aus eigenen Interessen schweigt, und Budisten die eine Minderheit unterdrücken und verfolgen, haben nichts anderes als Verachtung verdient. Der Fischer der dieses kranke Mädchen aus Nächstenliebe aufgenommen hat, hätte eher den Friedensnobelpreis verdient gehabt!
  4. #4

    Meinungsmanipulation

    Ich wünsche mir neutrale Berichterstattung! Hier wird mal wieder einseitig berichtet, die Hintergründe fehlen völlig. Warum ist das so? Warum wird die Meinungsfindung durch die Medien so einseitig beeinflusst?

    Ich bin sehr gespannt ob mein Kommentar freigeschaltet wird oder einmal mehr ins "wo auch immer" verschwindet.
  5. #5

    Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Muslimen

    "Rund zehn Tage nach dem Ausbruch der blutigen Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Muslimen"

    Ist das denn die Möglichkeit. Wahrscheinlich leben gerade in Myanmar die einzigen Muslime, die Frieden mit ihren ANchbarn halten. Die bösen Buddhisten aber auch wieder.

    Suu Kyi tut gut daran, zu schweigen. Sie ist wohl nicht halb so verblödet wie die westlichen Journalisten, die den Islam immer wieder gesundzubeten versuchen.

    Muslime in Myanmar werden sich wohl genau so benehmen, wie Muslime in vielen Teilen der Welt.

    Als Friedensfürsten sind sie auch in Europa nicht gerade bekannt.

    Und wenn es heißt: "Rund zehn Tage nach dem Ausbruch der blutigen Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Muslimen ", dann gehe ich davon aus, dass Buddhisten eher zu den Friedfertigen gehören.

    Zwickmühle? Viele westliche Journalisten haben den Schuss nicht gehört, sie sind nicht einmal in einer Zwickmühle sondern verlieren durch solche Beiträge noch mehr Leser.
  6. #6

    Burma oder Myanmar?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie ein Staatsgast wird Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf ihrer Europa-Reise gefeiert. Doch die Friedensikone verliert öffentlich kein Wort über den Konflikt in ihrer Heimat mit den Rohingya. Im Grenzgebiet zu Bangladesch sind Tausende der unterdrückten muslimischen Minderheit auf der Flucht.

    Burmas Suu Kyi schweigt zur Massenflucht der Rohingya - SPIEGEL ONLINE
    Es fällt wiederholt auf, dass der Autor aus dieser Region beinahe demonstrativ die Bezeichnung "Burma" verwendet und das offizielle "Myanmar" durchwegs verweigert. Lediglich in den Zitaten der ausländischen Blätter taucht "Myanmar" auf.

    Natürlich kann man nun diesen Punkt angesichts der beschriebenen dramatischen Umstände für weniger wichtig halten. Dennoch ist es schon sehr verwunderlich, dass man bei SpOn diese Political Incorrectness durchgehen lässt. Denn ganz sicher handelt es sich dabei nicht um einen Lapsus des Autors. Er verfolgt damit eine Absicht. Welche eigentlich...???
  7. #7

    null

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Doch die Friedensikone verliert öffentlich kein Wort über den Konflikt in ihrer Heimat mit den Rohingya. Im Grenzgebiet zu Bangladesch sind Tausende der unterdrückten muslimischen Minderheit auf der Flucht.

    Burmas Suu Kyi schweigt zur Massenflucht der Rohingya - SPIEGEL ONLINE
    Warum sollte sie auch? Was geht uns dieser regionale Konflikt an? Wir hier in D können ihn doch überhaupt nicht einschätzen und beurteilen. Der SPON-Schreiber offensichtlich auch nicht. Was ist der Grund für die notorische Unbeliebtheit dieser muslimischen Minderheit?
    Der Artikel hat null Informationswert.
  8. #8

    Burma, Birma, Myanmar, Hinterindien

    Zitat von Werner655 Beitrag anzeigen
    Es fällt wiederholt auf, dass der Autor aus dieser Region beinahe demonstrativ die Bezeichnung "Burma" verwendet und das offizielle "Myanmar" durchwegs verweigert. Lediglich in den Zitaten der ausländischen Blätter taucht "Myanmar" auf.

    Natürlich kann man nun diesen Punkt angesichts der beschriebenen dramatischen Umstände für weniger wichtig halten. Dennoch ist es schon sehr verwunderlich, dass man bei SpOn diese Political Incorrectness durchgehen lässt. Denn ganz sicher handelt es sich dabei nicht um einen Lapsus des Autors. Er verfolgt damit eine Absicht. Welche eigentlich...???
    Jedem steht frei, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen:
    Myanmar
  9. #9

    Zitat von Claudio Soriano Beitrag anzeigen
    scheint, das immer die verkehrten den Friedensnobelpreis verliehen bekommen! Madame Aung San Suu Kyi schweigt, statt Ihren Mund aufzumachen. Sie reist in der Welt umher, statt Ihren Landsleuten zu helfen! Es bleibt zu hoffen, das diese Friedensikone niemals Präsidentin Ihres Landes wird. Eine Oppositionsführerin die aus eigenen Interessen schweigt, und Budisten die eine Minderheit unterdrücken und verfolgen, haben nichts anderes als Verachtung verdient. Der Fischer der dieses kranke Mädchen aus Nächstenliebe aufgenommen hat, hätte eher den Friedensnobelpreis verdient gehabt!
    Die 'Dame' durfte mehr als zwei Jahrzehnte teilweise nicht mal ihr Haus verlassen. Wer sind Sie, dass Sie sich anmassen über Suu Kyi zu urteilen? Ich spreche Ihnen jedwedes Wissen über die Region ab.
    In Asien weiss man, wann man schweigt und wann man den Mund aufmacht. Suu Kyis Reise ist jede Sekunde heikel und kann durch unbedachtes Gelabere zum Nachteil gereichen. Würde mich nicht wundern, wenn das Thema Rohingyas durch die Hintertür von den Machthabern aufgebracht wurde um zu sehen, wie sie sich verhält. Warum sollte sie sich wegen so unwichtigen Themen wie den Rohingyas (ja, schön unkorrekt) den zarten Konsens mit den Generälen vermasseln? Im Gegensatz zu uns ach so humanistisch geprägten Europäern zählt in Asien eben weitgehend die Mehrheit, nicht die Minderheit.
    Sobald die Opposition sich etabliert, wird auch Ang Suu verschwinden, die Revolution frisst immer ihre Kinder.
    Aber im Moment wird sie noch gebraucht und ist die Anchorfrau, bzw. der Dorn im Fleisch der Generale.


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