Bundesweite Prosteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm

dapdAllein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...823534,00.html
  1. #30

    Nachtflugverbot auf 22 - 06 Uhr ausweiten und dann auch noch das Schließen der neuen Bahn fordern ? Irgendwo hörts doch auch mal auf.


    Denken diese Leute eigentlich auch mal darüber nach, wie sie von dem Flughafen profitieren - wahrscheinlich eher nicht oder es wird unterschätzt. Ein Flughafen ist mittlerweile enorm wichtig - sei es für Speditionen, für Geschäftsleute oder für den Tourismus, ganz egal. Er stärkt die Region viel mehr als viele der Protestanten sich das eingestehen wollen.

    Und ich persönlich lebe lieber mit dem Lärm und dafür mit Job und einer gesicherten Zukunft als in der ruhigen Idyle und dem Hartz 4 Antrag auf dem Küchentisch!
  2. #31

    Zitat von wt@dd Beitrag anzeigen
    Sie tun ja schon fast so, als wäre ein Leben ohne ständiges Fliegen unmöglich!
    Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da war Fliegen eher die Ausnahme als die Regel. Heute wird wegen jedem Sch**ss quer durch die Republik geflogen. Genauso ist ein Urlaub nur ein Urlaub, wenn er an einem Flughafen beginnt. Muss das wirklich sein?
    Vielleicht muss man einfach mal grundsätzlich umdenken!
    Dann ist ihre Problematik von angeblich unausweichlichen Nachtflügen schnell vom Tisch.
    Flugverkehr in den Nachtstunden macht krank (das ist bewiesen!) und ist eine absolute Zumutung für alle davon Betroffenen. Hier darf nicht der Egozentrismus, der Spass am Malle Urlaub vor der Gesundheit dieser Menschen gehen. Dazu muss man gar nicht selbst betroffen sein, sondern versetzt sich einfach mal in die Lebenssituation solcher Menschen, die in diesen Schneisen leben müssen.
    Und ihr Gewetter gegen die Bahn und ihr flammendes Bekenntnis zum Fliegen blendet ja mal komplett aus, das aus für niemanden nachvollziehbaren Gründen Kerosin von der Besteuerung ausgenommen ist, während die Bahn z.B. alle erdenklichen Steuern (u.a. auch die Ökosteuer) schultern muss und einer der ganz grossen Umweltverschmutzer, der Flugverkehr, ausgenommen ist. Von denen klimatischen Folgen zunehmenden Flugverkehrs (Stichwort Wolkenbildung) rede ich erst gar nicht.
    Also vielleicht erst mal die Fakten checken, bevor man so los redet!
    Welch flammende Ansprache für "früher".

    Nur nebenbei, NIEMAND ist gezwungen in einer Einflugschneise zu leben und soweit ich weiß, werden Verkaufswillige von den Flughafenbeitreibern fürstlichst entschädigt mit Angeboten die idR 1/3 über Markt liegen. Man könnte sich ja verändern, aber in DTL gehts eben ums Prinzip.
  3. #32

    ...

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    Gerade in Berlin sollte man froh sein, wenn Infrastruktur geschaffen wird, die ggf. weitere Unternehmen in die Region lockt. Das könnte schließlich Arbeitsplätze schaffen.

    Aber so weit zu denken ist natürlich eine Herausforderung. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele der Berliner Demonstranten ihren Lebensunterhalt von der Allgemeinheit bezahlt bekommen.
    Sie sind wahrscheinlich kein Berliner. Es gab die Option Sperenberg ca. 40 km von Schönefeld. Damit wären Arbeitsplätze in dünn besiedelten Gebiet möglich gewesen und für 2 x Malle im Jahr wäre die Entfernung zumutbar gewesen. Wäre es nach mir gegangen., hätte ich Tegel für nationales Business offengelassen. Für diesen Kundenkreis ist Schönefeld schon am Ende der Welt.

    Den Lebensunterhalt von der Gemeinheit bezahlt zu bekommen schliesst einen nicht vom Demonstratonsrecht aus und ist schon gar kein Grund zur Diskriminierung.
  4. #33

    Der war gut!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Es kann nicht sein, dass wir den innerdeutschen Flugverkehr ausbauen, obwohl wir ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz haben", sagte Florian Sperk vom Bund Naturschutz.
    Das gut ausgebaute Straßen- und Schienennetz wird den Ansprüchen gerecht, die wir vor 20 Jahren hatten.

    Wenn es aber daran geht, neue Straßen und Strecken zu bauen, wer ist dann dagegen, weil auf der geplanten Trasse eine Käferart siedelt, deren Schild hellgrünbraun schimmert statt dunkelgrünbraun wie bei dessen Artgenossen?
  5. #34

    Dreistigkeit zahlt sich hoffentlich nicht aus.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Ich weiß wie es in Düsseldorf war und woanders scheint es ähnlich abzulaufen: Zuerst war der Flughafen da mit kaum Anwohnern drumherum, dann wurde das Land Nähe Flughafen zu Bauland erschlossen und recht preiswert verkauft, viele griffen zu weil es ein 'Schnäppchen' war, und jetzt stänkert man gegen den Flughafen und regt sich über den Lärm auf. Die Bilder im TV, wenn Anwohner in Frankfurt wegen des Fluglärms befragt werden, zeigen im Hintergrund immer neue schmucke Häuschen. Wer in der Nähe eines Großflughafens und dessen Einflug/Abflugschneisen baut kann sich hinterher nicht über den Lärm beschweren. Offensichtlich sind da Neunmalkluge am Tüfteln, wie man erst ein schönes Grundstück billig ersteht um hinterher sein Haus noch mit Staatsknete für Schallschutz und erhoffter finanzieller Entschädigung letztendlich fast geschenkt zu bekommen. - Genau dasselbe in Bonn Hangelar. Ein kleiner Regionalflugplatz, früher nur wenige Häuser da, inzwischen überall Neubauten bis an den Platzzaun und jetzt regt man sich über den Fluglärm auf. Ähnliches gilt für Köln/Bonn und läuft immer nach dem selben Schema ab. Bei soviel Dreistigkeit verschlägt es mir die Sprache und jeden Ansatz von Sympathie und Mitgefühl mit den 'Opfern'. Mein Vorschlag: Jeder der gegen Fluglärm demonstriert darf mindestens für die nächsten 5 Jahre keine Flugreise mehr buchen. Leider nicht durchsetzbar, aber helfen würde es vielleicht doch etwas, diese Demo-Krakeler zu mehr Vernunft zu bringen. - (event. Tippfehler bitte entschuldigen).
  6. #35

    Naivität ohne Worte

    Zitat von Klapperschlange Beitrag anzeigen
    Ich wohne in der Nähe des Rhein-Main Flughafens und kann die Dauerdemonstranten nicht verstehen. Sicher hört man ab und an ein Flugzeug aber von Lärmbelästigung, wie auf Plakate angezeigt, kann keine Rede sein.
    Es scheint mir, dass Sie einfach nur Glück gehabt haben. Wahrscheinlich leben Sie in Höchst hinter den Chemiewerken, die von der freundlichen Fraport nicht überflogen werden dürfen. Wir Mainzer leben in 30 km Distanz zu der neuen Landebahn und ich kann Ihnen sagen, dass nur einige Meter entscheiden, ob Sie ruhig schlafen oder nicht. Auch wir hatten bis zur Eröffnung der neuen Landebahn keine Problerme mit Fluglärm, doch die Willkür der Fraport und der DFS mit Ihren so gut geplanten Routen und abgesenkten Flughöhen (300 Meter weniger bedeutet eine Verdopplung des Lärmpegels!) führten uns direkt in die Fluglärmhölle. Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass Sie von der Willkür und planerischen Höchstleistungen dieser "Experten" verschont bleiben. Wie Sie sehen, entscheidet ein kleiner Strich auf einem Plan, ob Ihr Leben und Ihre Immobilie irgendwann keinen Wert mehr haben.
  7. #36

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Sie sind wahrscheinlich kein Berliner.
    Richtig. Aber ich bin beruflich öfters dort. Anreise per Flugzeug.

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Wäre es nach mir gegangen., hätte ich Tegel für nationales Business offengelassen. Für diesen Kundenkreis ist Schönefeld schon am Ende der Welt.
    Da sind wir der gleichen Meinung.

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Den Lebensunterhalt von der Gemeinheit bezahlt zu bekommen schliesst einen nicht vom Demonstratonsrecht aus
    Richtig. Aber gegen etwas zu demonstrieren, was diesen Zustand ggf. ändern könnte, ist schizophren.
  8. #37

    Lärm ist die Pest unserer Zeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Allein in Berlin kamen laut dem Veranstalter etwa 10.000 Menschen zusammen: An sechs deutschen Flughäfen haben am Samstag Aktionen gegen Fluglärm stattgefunden - die Teilnehmer wandten sich gegen Nachtflüge und den Ausbau von Start- und Landebahnen.

    Bundesweite Proteste: Tausende demonstrieren gegen Fluglärm - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise
    Diese Demonstrationen werden weiter gehen. Der Bürger lässt sich nicht mehr alles gefallen. So lange die Bahn und die Flugzeuge unbeschränkt und ohne strenge Regeln Krach machen dürfen, werden wir uns dagegen wehren.
  9. #38

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    Gerade in Berlin sollte man froh sein, wenn Infrastruktur geschaffen wird, die ggf. weitere Unternehmen in die Region lockt. Das könnte schließlich Arbeitsplätze schaffen.
    Hat aber einen enormen Nachteil, dass man wieder arbeiten muss. So lässt sich die Berliner durch Bundeszuschüsse und Länderfinanzausgleich durchfüttern und stellt sich noch als ökologische Pionieere dar.
  10. #39

    Zitat von thechamelion3@web.de Beitrag anzeigen
    WOW...

    lieber Spiegel, berichtet bitte doch auch vom Massenpfurzwettbewerb in China. Immerhin haben dort wirklich tausende teilgenommen.

    VOr den FLughafen MUC haben sich also tatsaechlich 500 Protestanten verirrt? Warum nicht daraus eine Schlagzeile machen.
    Tausende Buerger sind fuer eine bundesweite Aktion schon ganz schoen viele.....
    Klar doch, Wirtschaft hat Vorrang, Gesundheit ist sch..ssegal. Warum geht es denn Dörfern denn heute so schlecht ? Und warum haben wir soviel Flugverkehr ? Weil alles zentralisiert und ins Ausland verlagert wird, statt lokal zu agieren. Das ZERSTÖRT Arbeitsplätze ! Schon ganz schön naiv, die Flughäfen zu loben, die Geld in die umliegenden Dörfer bringen. Das hätte JEDE andere Firma durch Ansiedlung auch gebracht.. OHNE gesundheitliche Folgen fürs Umland !