Forum: Blogs
Bundeswehrreform: Wenn ein Stützpunkt stirbt
SPIEGEL ONLINEIn den Stuben herrscht Leere, ein paar Soldaten packen die letzten Gerätschaften ein. Die Schill-Kaserne in Lütjenburg macht dicht - ein Opfer der Bundeswehrreform. Zurück bleiben eine enttäuschte Truppe und eine Stadt, die um ihre Zukunft bangt. Besuch in einem Standort vor dem Aus.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...846360,00.html
- #1 08.08.2012 14:14 von
Sehr gut, bleibt nur zu hoffen das andere Kommunen dadurch lernen und sich schonmal versuchen darauf einzustellen wie es mit der wirtschaftlichkeit steht wenn die Kaserne erstmal weg ist.
Soldaten? Brauchen wir nicht (mehr)
(wenn das mal bloß alle staaten so sehen würden....sooo viel geld das für wichtige Probleme ausgegeben werden könnte *seufz* ..anstatt waffen.) - #2 08.08.2012 14:23 von
- #3 08.08.2012 14:25 von
Militär ist nicht produktiv
Militärstützpunkte sind eine Form von Subvention, da sie nichts produzieren. Wer sich als Stadt oder Region von dieser Subvention abhängig macht, zumal in einer Zeit, in der seit der Perestroika Truppen reduziert werden, verdient kein Mitleid, sondern obendrein noch Schelte für soviel Dummheit.
- #4 08.08.2012 14:25 von
- #5 08.08.2012 14:30 von
optional
Da die Bundeswehr seit nunmehr 20 Jahren verschlankt wird, müsste auch der letzte Bürgermeister begriffen haben, dass mit der Kaserne im Ort alleine keine Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden.
- #6 08.08.2012 14:34 von
...
Ich selbst komme aus einer Kleinstadt, die durch den Wegfall einer Kaserene mehr oder weniger ruiniert wurde, und während meiner Wehdienstzeit war ich im letzten jahrgang meines Batallions (wir durften keinen Urlaub nehmen, sondern mußten sogar Überstunden schieben um zusätzliche Freitage zu bekommen, damit am Ende das Licht früher ausgemacht werden konnte). Ich kenne die Problematik.
Aber so traurig das auch ist, kann das für sich alleine noch kein Argument sein, einen unnötigen Standort zu erhalten.
Letztlich sind diese Städte ja vom Staat subventioniert, denn den Sold, den die Soldaten in die Stadt bringen, bezahlt ja der Steuerzahler.
Vielleicht sollte man darüber nachdenken das eingesparte Geld den Komunen zur Verfügung zu stellen, so daß das Leben in diesen Städten auch ohne Kaserne lebenswert ist. - #7 08.08.2012 14:50 von
Alle ...
... schreien nach Verkleinerung der Bundeswehr und fangen dann das große Heulen an, wenn es wirklich umgesetzt wird.
Wenn eine Kommune seine Existenz ausschließlich auf die Bundeswehr ausgerichtet hat, hätte sie in der Vergangenheit eben etwas gegen die Sparpläne der Regierung tun sollen. Hat sie aber mitnichten, wie unzählige andere Kommunen ebenfalls.
So ist das eben, wenn man das bekommt, was man sich gewünscht hat! - #8 08.08.2012 14:51 von
Die Bundeswehr hat lange genug unnötig Geld für Gebietsförderungen verplempern müssen
Das Geld wár bei der BW immer knapp. Trotzdem wurde der Haushalt durch Standortentscheidungen zusätzlich belastet, die ganz vorsichtig gesagt nicht den Bedürfnissen der Bundeswehr entsprachen und deren Haushalt unnötig belastet haben. Gleichzeitig hatte die BW z.T. nicht genug Geld ihre Soldaten vernünftig auszurüsten. Das hätte man schon vor Jahrzehmtem anders machen sollen.
- #9 08.08.2012 14:53 von
So leid es mir tut - es kann nicht die Aufgabe der Bundeswehr sein Kommunen am Laufen zu halten....
Es ist schon ein schizophrenes Land: Wehe ein Soldat wird in den Einsatz geschickt und WEHE er wagt es zu schießen. Zeter und Mordio brechen aus und ganz Deutschland entdeckt seine pazifistische Seele. Jegliche Form von Einsatz wird quer durch die Presselandschaft verteufelt, jede Handlung eines Soldaten moralinsauer kommentiert. Aber kaum profitiert man von der Bundeswehr wird diese als unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor dargestellt - Hauptsache der Rubel rollt.
Das kann es doch nicht sein.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


