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Bundeswehreinsätze: Deutschland ändert Leitlinien der Außenpolitik

dapdDeutschland will bei Auslandseinsätzen künftig verstärkt auf einheimische Traditionen und Institutionen setzen - auch wenn sie den Vorstellungen liberaler Demokratien widersprechen. Darauf haben sich nach Informationen des SPIEGEL das Verteidigungs- und Entwicklungsministerium geeinigt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829019,00.html
  1. #20

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Auslandseinsätzen soll es nach Informationen des SPIEGEL nicht mehr darum gehen, westliche Demokratievorstellungen zu exportieren.
    Bundeswehreinsätze: Deutschland ändert Leitlinien der Außenpolitik - SPIEGEL ONLINE
    Allein dieser Satz zeigt doch, dass die bisherige militärische Außenpolitik weder realistisch noch auftragsgeleitet war. Westliches Statebuilding hat m.E. in den letzten 40 Jahren nirgendwo funktioniert und das wusste man nicht erst seit Bosnien.

    Gleichzeitig wird mir jetzt Bange, da offenbar die NATO-Doktrin des pro-aktiven Schutzes der wirtschaftswichtigen Ressourcen (auch in den Förderländern?) auch noch durch die Zusammenarbeit mit Diktaturen umgesetzt werden soll.

    Die Aussetzung der Wehrpflicht und der Umbau der BW zur Berufsarmee macht Interventionen im Ausland zudem schneller und leichter möglich.

    Jetzt fehlt nur noch eine neue Hunnenrede der Kanzlerin, um das ganze auch öffentlichkeitswirksam abzurunden.
  2. #21

    Zitat von yulianovo Beitrag anzeigen
    Stop, stop, stop..

    Die Bundeswehreinsaetze gab es doch, um den rueckstaendigen Asiaten hohe europaeische Werte zu vermitteln und die Demokratie ins Land zu bringen.
    Wenn das jetzt fuer die Katz ist, wozu dann Einsaetze?
    Ich kann das irgendwie nicht kapieren....
    Wir helfen nun nicht mehr den "Guten" beim Kampf gegen die "Bösen" sondern den "guten Bösen" oder auch den "bösen Guten" beim Kampf gegen die "bösen Bösen".
    (Auslegung der Begriffe erfolgt im Kanzleramt oder wo auch immer)
  3. #22

    Zitat von yulianovo Beitrag anzeigen
    Die UNO kann vieles wuenschen. Ich wuerde nicht alle Wuensche der UNO erfuellen wollen:-)
    Die "Wünsche" nennt man in der Sprache der Völkerrechtler "Resolutionen des UNSR".

    Was Sie würden oder nicht würden, ist nicht von Bedeutung, solange Sie nicht Mitglied der UN bzw. des UNSR sind (was Sie aber nie werden können).
  4. #23

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Die "Wünsche" nennt man in der Sprache der Völkerrechtler "Resolutionen des UNSR".

    Was Sie würden oder nicht würden, ist nicht von Bedeutung, solange Sie nicht Mitglied der UN bzw. des UNSR sind (was Sie aber nie werden können).
    Das schon.
    Genauer gesagt, ich wunschte, mein Land folgt nicht unbedingt allen UN-Wuenschen, die nicht bindend sind. Und die Bereitstellung der Truppen fuer die UN-Einsaetze ist nicht bindend.
  5. #24

    Nichts!

    Zitat von yulianovo Beitrag anzeigen
    Was hat denn Deutschland "in einem fernen Land irgendwo in Zentralasien" verloren?
    Nichts haben wi dort verloren.
    Deutschland wird NICHT am Hindukusch vereidigt..
  6. #25

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Die "Wünsche" nennt man in der Sprache der Völkerrechtler "Resolutionen des UNSR".

    Was Sie würden oder nicht würden, ist nicht von Bedeutung, solange Sie nicht Mitglied der UN bzw. des UNSR sind (was Sie aber nie werden können).
    Die Bereitstellung der Truppen ist nicht bindend, das geschieht auf freiwilliger Basis.
  7. #26

    Politikwechsel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland will bei Auslandseinsätzen künftig verstärkt auf einheimische Traditionen und Institutionen setzen - auch wenn sie den Vorstellungen liberaler Demokratien widersprechen. Darauf haben sich nach Informationen des SPIEGEL das Verteidigungs- und Entwicklungsministerium geeinigt.

    Bundeswehreinsätze: Deutschland ändert Leitlinien der Außenpolitik - SPIEGEL ONLINE
    "Die Freiheit wird am Hindukusch verteidigt"! Und nun, Herr Struck?
    Man sollte eigentlich froh sein, daß die deutsche Politik wenigstens einsichtsfähig ist, aber es war von Anfang an unklug, dort unter dieser Prämisse und überhaupt einzugreifen, nachdem sich schon die Russen in eben diesem Land eine blutige Nase geholt hatten. Aber es ist ja nur das Geld des Steuerzahlers, das da rausgeschmissen wurde. Die Quittung dafür sollten wir bei den nächsten Wahlen ausstellen.
  8. #27

    Zitat von wakupi Beitrag anzeigen
    nachdem sich schon die Russen in eben diesem Land eine blutige Nase geholt hatten.
    Und vor Russen die Briten, dreimal ....:-)
  9. #28

    Ich würde gern wissen, wie der Eid der Soldaten diesmal verbogen wird, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Der Trick vom Struck mit dem Hindukusch zieht ja wohl nicht mehr.
    Vorschläge willkommen,Herr "Verteidigungsminister".
  10. #29

    Wie wahr.

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Die "Wünsche" nennt man in der Sprache der Völkerrechtler "Resolutionen des UNSR".

    Was Sie würden oder nicht würden, ist nicht von Bedeutung, solange Sie nicht Mitglied der UN bzw. des UNSR sind (was Sie aber nie werden können).
    So ist es. Und bei aller Akzeptanz und persönlicher Befürwortung der genannten Institutionen,- deren Existenzberechtigung verteidigend, komme ich nicht umhin, die Umsetzung der dort gefällten Entscheidungen auch national anders gestalten zu wollen, mitgestalten zu wollen, so ich denn könnte, grrr.
    ABER, vielleicht unterschätzt "man" den eigenen Gestaltungsspielraum ja auch.
    IMMER gibt es eine Entscheidung/einen Beschluss - und die Ausgestaltung dessen.


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