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Bundeswehr-Talk bei Anne Will: "Unsere Soldaten werden verheizt"

dapdWar es das wert? 52 deutsche Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben gelassen, doch Frieden und Demokratie herrschen in dem Land noch lange nicht. Im Fernseh-Talk bei Anne Will waren die Gäste denn auch unschlüssig: Alle bedauerten die vielen Tragödien - doch eine Lösung hatte keiner parat.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/anne...-a-861923.html
  1. #1

    Schon wieder diese Mär...

    ...von der humanitären Mission. Der Auftrag der Bundeswehr lautete nie Brunnen- und Schulbau. Dafür gab es im militärischen Bereich nie entsprechende Mittel und Personal. Eben weil dafür zivile Organisationen federführend sind. Das Mandat der Bundeswehr war von Anfang an, einen Beitrag zur Stabilisierung der Sicherheitssituation und zum Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte zu leisten. Leider war der politische Mainstream bis 2009 nicht bereit, das auch so zu sagen. Und die Presse hat es immer und immer wieder voneinander abgeschrieben - wie auch jetzt wieder. Von Kompetenz zeugt das nicht!
  2. #2

    Was war nochmal das Ziel der Mission?

    Und jetzt, nach elf Jahren, erntet man eben den Salat. Was haben unsere Politiker herumgeeiert, bis das Wort "Krieg" oder "Gefallener" Einzug in den Sprachschatz gehalten hat. Wen wundert es da, wenn die Bevölkerung nicht mehr hinterherkommt? Der Einsatz ist von Anfang an falsch konzipiert gewesen, ohne klare Zieldefinition und Konzept. Und ohne die nötige Entschlossenheit, um Taliban, Drogenbarone, Korruption, Waffenlobby und - jawohl - Religion zurückzudrängen.
  3. #3

    Blutzoll???

    Wer hätte gedacht, dass man in Deutschland 2012 wieder das Wort Blutzoll in den Mund nimmt in Zusammenhang mit toten Soldaten? Es ist erschreckend, dass man scheinbar absichtlich keinen reinen Pazifisten eingeladen hatte. In einem Einspieler war der als "verrückt" dargestellte Eugen Drevermann zu sehen. Gezeigt und abgekanzelt als Pazifist. So hatte Verteidigungsminister De Maiziere leichtes Spiel, zu behaupten heute würde keiner mehr Soldaten als Mörder bezeichnen. Ich tue es. Erschreckend auch wie sehr sich CDU und Grüne heute auch ähneln. Zu Zeiten Helmut Schmidts waren die Grünen noch für einen Ausstieg aus der NATO und gegen den NATO-Doppelbeschluss. Die Zeiten ändern sich, und wer an der Macht ist biedert sich an. Wen wundert es da, dass die katholische Kirche das Morden von Soldaten rechtfertigt. 52 Soldaten kamen bei den Einsätzen bisher ums Leben. Im gleichen Zeitraum wurde eine viel größere Zahl von Kindern in sogenannten "Familientragödien" getötet. Mit einem Unterschied, die Kinder meldeten sich nicht freiwillig und bekamen kein Geld für ihren Einsatz. Sie sind Opfer.
  4. #4

    Das Bild der "Kriegszitterer"

    ist seit fast 100 Jahren bekannt. Der Skandal ist die anhaltende Ignoranz der Verantwortlichen (auch Psychiater und Militärbischöfe), die diese geschundenen Seelen alleinlassen bzw. erst auf öffentlichen Druck hin vage reagieren.-Stattdessen schwadronieren sie von fehlender Anerkennung unserer tapferen Soldaten.- Es ist kaum auszuhalten...
  5. #5

    Versagen des Westens

    Der Kommunismus und die Sowjetarmee sind in Afghanistan gescheitert. Wenig später war vom ganzen Sowjetsystem kaum mehr etwas übrig.
    Heute scheitert das westliche System - nicht zuerst militärisch - sondern weil von den Werten nur eine hohle Theorie übrig ist. Die Praxis im Westen: Hedonismus, keine Kinder, keine Zukunft.
    Man wird lernen müssen, dass der übergrosse Teil der Welt dieses System bereits abgeschrieben hat.
  6. #6

    Ist es nicht schön ...?

    Aus der "bedingungslosen Solidarität", dem "NATO-Bündnisfall nach Artikel 5" und dem "gemeinsamen Kampf gegen den internationalen Terrorismus" ist nach Aussage meines Ministers ein "Mindestmaß an Sicherheit mit afghanischem Gesicht" geworden.
    Erinnert mich ein wenig an die Geschichte meines Großvaters, der mir erzählte, dass aus der Volksempfänger-Meldung im Herbst 41, "Der Endsieg im Osten ist da", nur wenige Tage später ein "Sechs Schiffe aus Nordmeer-Konvoi versenkt" geworden war ...
    Doch wie sagte schon Kal Marx so treffend: "Geschichte spielt immer zwei mal. Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Schmiere."
  7. #7

    Wer nicht liefern kann, soll sich zurückziehen

    Mit großmundigem Versprechen haben die Politiker unsere Soldaten verheizt und Milliarden verschwendet. Schon der Kriegsgrund war fadenscheinig, als man von den Taliban die Auslieferung von bin Laden ohne Beweise verlangte. Man hat einen Kriminellen zu einem Staat hochgeputscht, um einen Kriegsgrund zu haben. Dann hat man heuchlerisch versproche, man wolle Frauen helfen und Brunnen bohren. Nichts davon ist geliefert worden. Schlimmer noch: man muss den Eindruck haben, dass die Bundeswehr nicht verteidigungsfähig ist. Seit über 10 Jahren schafft man es nicht, dem Feind den Willen aufzuzwingen. Noch nie in den letzten 150 Jahren hat eine Armee so lange die Kapitulöaition verweigert und enthemmt ohne Aussicht auf Sieg so lange weiter getötet. Über 100.000 Zivilisten sind in Afghanistan gestorben seit unserem Kriegsbeginn.

    Hier hat aber nicht nur die Politik versagt, sondern auch dei Soldaten. Wer aus finanziellen Gründen Beihilfe zum Massentöten von Zivilisten wie in Kunduz leistet, steht auf der selben Stufe wie Irre, die für Massentötungen von den Jungfrauen im Himmel träumen.

    Ob der mangelnden Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr ist dann eher z8u fragen, ob der Umbau der Bundeswehr nicht noch viel radikaler erfolgen muss bis hin zur Abschaffung und statt dessen Truppenaushebung vpn professionellen Kräften durch die UNO, die auch siegen können. Auf jeden Fall sollte man schwarzgelb in dne Arm fallen, wenn sie die Shculden erhöhen wollen und nun auch noch drohen kaufen wollen, von denen Juristen sagen, dass die Amerikaner damit in Pakistan Terrorismus betreiben.

    Wir haben schon viel zu lange Geduld mit unseren nicht lieferfähigen Militärs gehabt. Der Gipfel der Dreistigkeit ist dann auch noch, dass der Verteidigungsminister den Oberst Klein zum General trotz seiner Massentötungen von Zivilisten macht, statt sich bei den Opfern zu entschuldigen.

    Ein unwürdiges Spektakel, dass unseren Ruf beschädigt und die anderen Terroristen zu Reaktionen provoziert. Der Krieg gegen Afghanistan hat unser Land nicht sicherer gemacht, sondern die Bedrohung größern.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    War es das wert? 52 deutsche Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben gelassen, doch Frieden und Demokratie herrschen in dem Land noch lange nicht. Im Fernseh-Talk bei Anne Will waren die Gäste denn auch unschlüssig: Alle bedauerten die vielen Tragödien - doch eine Lösung hatte keiner parat.

    Anne Will talkt über Bundeswehr-Opfer in Afghanistan - SPIEGEL ONLINE
    Ein abschließendes Fazit wird sich wohl erst Jahre nach dem Abzug der westlichen Truppen schließen lassen.
    Aber man muß auch nicht als Pessimist gelten, wenn man jetzt schon wenig Hoffnung für dieses mittelalterliche archaische Land hat. Die toten Soldaten wurden auf dem Altar der Bündnistreue geopfert. Politisch gewollt, möglicherweise sogar politisch vernünftig, zynisch und menschenverachtend gegenüber den Opfern und Familienangehörigen.
    Stell Dir vor, das Land sucht Soldaten und keiner ginge hin!
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    War es das wert? 52 deutsche Soldaten haben in Afghanistan ihr Leben gelassen, doch Frieden und Demokratie herrschen in dem Land noch lange nicht. Im Fernseh-Talk bei Anne Will waren die Gäste denn auch unschlüssig: Alle bedauerten die vielen Tragödien - doch eine Lösung hatte keiner parat.

    Anne Will talkt über Bundeswehr-Opfer in Afghanistan - SPIEGEL ONLINE
    Ganz schlimm und widerlich war einmal mehr dieser Todenhöfer. Der Mann geht absolut garnicht!








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