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Bundeswehr-Studie: De Maizières Reform frustriert die Truppe

DPAKritik an der Bundeswehrreform gibt es schon lange - doch diese Zahlen sind für Verteidigungsminister Thomas de Maizière ernüchternd: Fast 90 Prozent der Soldaten glauben laut einer Studie, dass die Neuausrichtung nicht von Dauer sein werden. Zwei Drittel würden ihren Job nicht weiterempfehlen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...854446,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kritik an der Bundeswehrreform gibt es schon lange - doch diese Zahlen sind für Verteidigungsminister Thomas de Maizière ernüchternd: Fast 90 Prozent der Soldaten glauben laut einer Studie, dass die Neuausrichtung nicht von Dauer sein werden. Zwei Drittel würden ihren Job nicht weiterempfehlen.

    Bundeswehr-Studie: Maizières Mega-Reform frustriert die Truppe - SPIEGEL ONLINE
    Wieso wird dies als de Maizières Reform betitelt?
    Ist nicht KTzG der Hautpveranwortliche für diese Reform?
  2. #2

    Das könnte auch Absicht sein.

    So isses eben, wenn ein kalter Technokrat nur die eine einzige Vorgabe weitergibt, daß gespart werden müsse auf Teufel komm raus, oder besser gesagt ohne Sinn und Verstand.

    Allerdings bleibt zu befürchten, daß genau dieser Zustand erreicht werdensoll, denn wenn die Truppe zukünftig auch im Inneren eingesetzt werden soll, dann braucht man stupide und mit wenig Intellekt gesegnete Leute, die auf Befehl alles, aber auch wirklich alles ausführen werden.
  3. #3

    ach ne

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kritik an der Bundeswehrreform gibt es schon lange - doch diese Zahlen sind für Verteidigungsminister Thomas de Maizière ernüchternd: Fast 90 Prozent der Soldaten glauben laut einer Studie, dass die Neuausrichtung nicht von Dauer sein werden. Zwei Drittel würden ihren Job nicht weiterempfehlen.

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    Ach ne, wieso ist das nun de Maizières Reform? Hat das nicht unser genialer Karl-Theodor von und zu verbockt?
  4. #4

    Zitat von prince62 Beitrag anzeigen
    Allerdings bleibt zu befürchten, daß genau dieser Zustand erreicht werdensoll, denn wenn die Truppe zukünftig auch im Inneren eingesetzt werden soll, dann braucht man stupide und mit wenig Intellekt gesegnete Leute, die auf Befehl alles, aber auch wirklich alles ausführen werden.
    Nun ja, die
    Bundeswehr war auch vor der Reform nicht gerade ein Hort der Hochbegabten. Hauptsächlich wurde zum Bund gegangen, weil da für relativ anspruchslose Tätigkeiten sehr gut gezahlt wurde (außer natürlich bei den Wehrpflicht-Sklaven). Löhnen durfte den Spass der Steuerzahler. Außerdem befand sich die Bundeswehr seit dem Ende des kalten Krieges immer in irgendwelchen Umbauprozessen, die bei den Soldaten nie gut ankamen. Ziel war und ist natürlich immer Geld zu sparen, das klappt nur, wenn man die Beamten-Armee drastisch verkleinert und konzentriert auf wenige Standorte verteilt. Zusätzlich ist das tödliche Berufsrisiko des Soldaten auch bei der Bundeswehr seit einigen Jahren durchaus real geworden. Das das alles bei den betroffenen nicht gut ankommt, ist verständlich.
  5. #5

    muss man relativieren

    So geben fast zwei Drittel der Soldaten an, sie würden ihren Kindern oder Freunden keinesfalls empfehlen, ebenfalls einen Job bei der Bundeswehr anzunehmen.
    Diese 2/3 sind doch garnicht schlecht - eine anonyme Umfrage in vielen Betrieben würde ggf. schlechter ausfallen..

    Junge- lern nur was anständiges! ist doch seit Generationen ein oft gesungenes Lied...

    ...und mal ehrlich : Was erwartet man bei lauer Bezahlung?
  6. #6

    Die brutale Realität des Soldatentums

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kritik an der Bundeswehrreform gibt es schon lange - doch diese Zahlen sind für Verteidigungsminister Thomas de Maizière ernüchternd: Fast 90 Prozent der Soldaten glauben laut einer Studie, dass die Neuausrichtung nicht von Dauer sein werden. Zwei Drittel würden ihren Job nicht weiterempfehlen.

    Bundeswehr-Studie: Maizières Mega-Reform frustriert die Truppe - SPIEGEL ONLINE
    Ich gehe jede Wette ein, daß den meisten Rekruten beim Unterschreiben ihres Dienstvertrages nicht bewußt ist, worauf sie sich einlassen. Da wird dann über Jobsicherheit, Aufstiegchancen und Geld geredet. Die Faszination, welche moderne Waffen(-systeme) auf junge Menschen ausüben, blendet dann endgültig den letzten Rest von Zweifeln aus. Über Verluste von Körperteilen oder gar des Lebens fällt dort kein Wort.
    Anschließend auf den Truppenübungsplätzen in D ein wenig auf Ziele schießen, die sich nicht wehren, mag noch "spaßig" sein, ist aber nunmal etwas völlig Anderes, als im Einsatz plötzlich unter Feuer zu stehen.
    Aus meinem ehem. Kameradenkreis habe ich genügend Leute erlebt, die "verändert" aus Afghanistan und dem Kosovo zurückgekommen sind. Sie können einfach nicht über das Erlebte sprechen. Es kommen, wenn überhaupt, nur Andeutungen.
    Ein Staat, der verantwortungsvoll mit seinen Soldaten umgeht, schickt sie nicht 1000e Kilometer weit in eine Ecke der Welt, die mit D nichts zu tun hat, schon gar nicht mies ausgerüstet.
  7. #7

    Vorteile dahin?

    Vielleicht wird jetzt zu genau kontrolliert, was für Fahrzeuge in den BW-eigenen Werkstätten repariert werden?
    Oder es wird verstärkt darauf geachtet, dass Materialabgabe nur noch nach Bedarf erfolgt?
    Ist schon Mist, wenn einem das leichte Leben genommen wird.

    Ich kann mich jedenfalls noch daran erinnern, als ich als Ordonnanz im Offizierskasino eingesetzt war:
    ´´Wir sind eine Gesellschaft, welche durch die Bundeswehr finanziert wird.
    Um im nächsten Jahr die gleichen Mittel wie dieses Jahr zu erhalten, dürfen wir keinen Gewinn machen.
    Solltet ihr also mal privat etwas brauchen, kriegen wir das schon hin...´´

    Sowas fällt dann natürlich weg, wenn es weniger Geld gibt, da muesste man ja für den Arbeitgeber haushalten, anstatt ihn auszunehmen.
    Das da nicht jeder zufrieden ist, kann man sich vorstellen.
  8. #8

    Sinnlos

    Die ganze Bundeswehr ist in der reformieten Form doch sowieso sinnlos. Mit den paar Mann kann man ja noch nicht einmal Hessen verteidigen. Was soll das denn noch ? Laut Wikipedia hat die Bundeswehr momentan 196000 Soldaten, das sind nicht viel mehr als die Schweizer Armee (174000) ! Wie soll denn auf diese Weise der Auftrag der Bundeswehr, die Bundesrepublik Deutschland zu verteidigen und gegen militärische Drohungen nicht erpressbar zu machen, erfüllt werden ? Wie soll man denn mit nur noch 200 Panzern (von ehemals 2500) gegen die Armeen möglicher Aggressoren (ich denke da zum Beispiel an gewisse lupenreine Demokraten im Osten) bestehen können ?
  9. #9

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Nun ja, die
    Bundeswehr war auch vor der Reform nicht gerade ein Hort der Hochbegabten. Hauptsächlich wurde zum Bund gegangen, weil da für relativ anspruchslose Tätigkeiten sehr gut gezahlt wurde (außer natürlich bei den Wehrpflicht-Sklaven). Löhnen durfte den Spass der Steuerzahler. Außerdem befand sich die Bundeswehr seit dem Ende des kalten Krieges immer in irgendwelchen Umbauprozessen, die bei den Soldaten nie gut ankamen. Ziel war und ist natürlich immer Geld zu sparen, das klappt nur, wenn man die Beamten-Armee drastisch verkleinert und konzentriert auf wenige Standorte verteilt. Zusätzlich ist das tödliche Berufsrisiko des Soldaten auch bei der Bundeswehr seit einigen Jahren durchaus real geworden. Das das alles bei den betroffenen nicht gut ankommt, ist verständlich.
    So so... und ihre Erfahrungen über den Bildungstand der Bw ziehen sie aus welchen Erkenntnissen?
    Sie sind sich schon im klaren darüber, dass die Offiziere über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen und die Unteroffiziere mindestens über einen Meistertitel. Von daher wußten Soldaten schon immer, dass ihre Berufswahl gefährlich ist. Das man keinen Dank für die geleisten Dienste erhält, ist in Deutschland nunmal bittere Realität und auch bekannt. Aber das man mittlerweile nicht mal mehr Respekt zeigt, dass ist bitter. Aber ist schon klar, das sind alles Söldner, die es nur aufs Geld abgesehen haben.


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