Alles soll raus: Verteidigungsminister Guttenberg will nach den schweren Vorfällen auf der "Gorch Fock" die Bundeswehr auf fragwürdige Rituale durchleuchten. Das Ergebnis dürfte ernüchternd sein - denn menschenverachtende Bräuche sind bei der Truppe keine Seltenheit.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741220,00.html
Spiegel-Skandal: Spindorakelei, Schweinejournalismus, Rundumschläge
Jetzt ist mir klar wieso die Herren beim Bund Order tragen! Ich hab mich immer gefragt, wie man in Friedenszeiten "Mut" oder "heraussragende Leistung" zeigen kann. Order gibt es vermutlich für: Wettsaufen, in der Kantine Essen, ohne zu kotzen, Spindaufräumen, Kloputzen, sauber Akten sortieren, Soldaten zusammenscheißen, usw.
Für Menschen, die nichts Sinnvolles zu tun haben, außer Resourcen zu verbrauchen, ist das ganz normal!
Endlich wird der Sauladen ausgemistet, Herrn zu Guttenberg sei Dank.
Nach 4 Jahren Dienstzeit darf ich mir so ein Urteil auch erlauben und wie ich schon in eine der anderen gefühlte hunderten Threads zur GF / BW - Affaire schrieb, ist es jetzt in der Übergangsphase von einer Wehrpflicht-Armee hin zur Berufsarmee der beste Zeitpunkt sich von z.T. liebgewonnen, aber menschenverachtenden Ritualen bei der BW zu trennen
dort führen sogar die meisten Studentenverbindungen bizarre Rituale durch. Über dieser Verbinden und Universitäten berichtet der Spiegel immer wieder begeistert, allerdings ohne diese Kritik, die es immer gibt, wenn es sich um Einrichtungen oder Vorfälle in Deutschland handelt: Zweierlei Maß, dass man aber nicht nur beim Spiegel vorfindet, sondern in fast allen deutschen Medien.
Die schlüssige Fortführung des Teenager-Koma-Saufens beim Wehrdienst... :-D
Wenn ich so was sehe, bin ich froh, dass es genügend junge Männer und Frauen gibt, die es vorziehen, wirklich etwas Sinnvolles und gesellschaftlich Sinnstiftendes machen und ein Freiwilliges Soziales, Ökologisches Jahr oder einen Anderen Dienst im Ausland machen.
Dass im heutigen Wehrdienst solche Zustände vorherrschen, dazu brauchte ich kein Youtube und kein SPON, um bestens darüber informiert zu sein. So etwas ist schon lange bekannt, man braucht sich auch nur mit Bekannten unterhalten, die auch in den 70er und 80er Wehrdienst geleistet haben. Das war nur vergeudete Zeit, Schikane, Stupidität und Unterdrückung und Menschenverachtung, ohne am Ende während dieser - damals noch längeren Wehrienstzeit - außer Bierkumpels irgendetwas gelernt oder für die Gesellschaft Sinnvolles geleistet zu haben.
Ich für meinen Teil bin reichlich froh, mich für Bürgerkriegsflüchtlinge während meines Freiwilligen Sozialen Jahres im Ausland eingesetzt zu haben, während die übrigen so genannten Wehrdienst"leistenden"- vornehmlich Hauptschul- und Realschulabsolventen - offensichtlich lernen, wie man unter Gasmasken Zigaretten raucht.
Glück auf dann!
Solche Rituale waren auch in meiner Bundeswehrzeit gang und gäbe (bin Jahrgang 1966, war also in den Achtzigern bei dem Verein).
Und auch auf die Gefahr hin, zu pauschalieren, war meine Erfahrung: 90 % der Zeit- ode rBerufssoldaten waren Zivilversager, die mit ihrer Macht in keinster Weise umgehen konnten. Ausnahmen bestätigten die Regel.
Solche Rituale sind einfach nur dumm. Natürlich wird es jetzt Unverbesserliche geben, die sagen: "Stell dich nicht so an, gehört halt dazu, ist doch nur Spaß." Ist es aber nicht. Es ist - nur - dumm!