Neuer*Verteidigungsminister, alte Probleme:*Die Bundeswehr*muss*drastisch schrumpfen.*Wenn Dutzende Kasernen*schließen, fällt in vielen Gemeinden der wichtigste Arbeitgeber weg. Schon*jetzt ist die Furcht*vor dem*Untergang groß - vor allem in strukturschwachen Regionen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...748234,00.html
Da geht Kaufkraft dahin die der Steuerzahler speist. Ja und?
Wir brauchen die Bundeswehr in ihrer jetzigen Form nicht mehr, da müssen Standorte geschlossen werden. Wenn da von Wirtschaftsfaktor gesprochen wird ist das falsch, weil vergessen wird wer die Bundeswehr bezahlt! Das ist der Steuerzahler allgemein, der dem Handwerker brav die Rechnungen bezahlt.
So wie Bochum lernen musste ohne Nokia klar zu kommen müssen die Bundeswehrstandorte lernen ohne Bundeswehr auszukommen.
Jeder hat sein Kreuz zu tragen, auch wenn es ein Balkenkreuz ist
Tja, für die betroffenen Gegenden ist das natürlich nicht schön. Aber der Auftrag einer Armee kann es nicht sein, in irgendwelchen strukturschwachen Gegenden dafür zu sorgen das die Wirtschaft brummt. Wenn das das entscheidende Kriterium sein soll, dann können wir die BW auf eine Million Mann aufstocken und den 36-monatien Wehrdienst einführen.
Auf der anderen Seite hat man sich in den jeweiligen Gegenden über Jahrzehnte komfortabel mit der Staatsknete eingerichtet: Die BW ist da, die BW zahlt, alles in bester Ordnung. Da ist in Zukunft ein wenig Phantasie gefragt bei der Erschließung neuer Wirtschaftszweige, und die Vorschläge sollten möglichst eine andere Qualität haben als das jahrelange Umwandeln von Militärflugplätzen in Zivilflughäfen. Die Idee des Bürgermeisters, eine staatliche Institution durch eine andere (Hochschule) zu ersetzen läßt aber schon schlimmes befürchten...
Die Bundeswehr schliesst doch seit Jahren schon Standorte. In diesem Land muss vieles sehr schief gelaufen sein wenn wirtschaftlich scheinbar ganze Regionen am Alkoholkonsum von Bundeswehrrekruten hängen. Und nichts anderes suggeriert mir der Artikel.
Anfang 2000 hat in unserer Stadt der letzte Bundeswehrverband, ein Pionierbatallion, die Porten zur Kaserne geschlossen. Der Verband wurde zum Teil aufgelöst, der Rest an einen neuen Standort verlegt.
Jeder 11. Arbeitsplatz war davon betroffen!
Unsere Stadt hat sich von dem Abzug der Bundeswehr nicht mehr erholt. Hier sieht's momentan nicht schön aus.
Ich hoffe die Marketenderin kommt drüber hinweg und hilft bei der Tafel aus und auch der Schlosser kann sich an den Einrichtungen der Schulen und Kindergärten austoben. Auf allemal besser als für Menschen zu arbeiten die zum töten abgerichtet werden.
Hier vor Ort wurde ein neues Baugebiet erschlossen, welches fast direkt am Militärflughafen grenzte. Als alle Flächen (für einen sehr günstigen Preis) verkauft waren, ging es dann auch sofort los mit Bürgerprotesten gegen den Flugplatz, welchen es schon seit dem letzten Weltkrieg gab.
Kurz darauf sollte dann der Fliegerhorst geschlossen werden. Die selben, die die Soldaten am liebsten im Aldi-Markt an der Kasse angespuckt hätten, standen nun an der Kaserneneinfahrt und demonstrierten *für* die Kaserne. Bürgerliche Doppelmoral.
Naja, weg mit den Kasernen und diesen riesigen Klotz mal ordentlich entschlacken, das ist meine meinung. Vielleicht wird es jetzt ja was mit dem neuen Verteidigungsminister. Der alte schien mir schon zu sehr von dem Otremba und den Generälen indoktriniert (wortspiel).