Die Piraten haben sich zum Bedingungslosen Grundeinkommen bekannt - und werden damit zum Hoffnungsträger für Idealisten. Auf dem Parteitag in Offenbach ist der Mitgliederboom spürbar. Doch die Partei zieht auch unerwünschte Unterstützer an.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...801599,00.html
Welcher innere Frieden? Jeder der etwas mehr als dieses Grundeinkommen bekommt wird es nicht verstehen, dass er soviele Abzüge hat um andere zu bezahlen.
Ohne Erzkapitalist zu sein, um meine Familie zu ernähren muss ich ganz schön strampeln, und sozial ist es nicht, wenn die Abzüge zu groß werden.... Wenn es sich nicht lohnt, gehe ich eben auch nicht mehr arbeiten, gibt ja das Grundeinkommen.....
Ein A r b e i t s -Grundrecht*) von 20-25 Wochenstunden à (momentan) 10-11 EUR Mindestlohn wäre sehr viel fairer und hält zudem die Psyche fit. Dabei wäre kindgerechte Erziehungsarbeit (dem Kindesalter gemäss anteilig) mit anzuerkennen und zu bezahlen. Solch ein Konzept wäre vermittelbarer und gerechter im Ansatz als nicht mehrheitsfähige Schlaraffenmärchen-Augenwischerei! ..Übrigens macht 'Nicht arbeiten' und 'Nicht gebraucht werden' genauso unzufrieden und k r a n k wie zuviel Arbeiten bei Ausbeuterlohn.
*)es gibt besonders im gemeinnützigen Bereich in Hülle und Fülle sinnvolle Arbeit, wenn diese dann auch vom Steuergeld als 'Mehrwert' und fair bezahlt wird: Kinder-, Alten-, Behinderten-, Umwelt-, Integrations-Arbeit, Entwicklungshilfe, Steuerhilfsfahndung, usw.
Nur mal zum Nachdenken: Um 1.500 EUR frei konsumierbares Einkommen plus sozialer Absicherung zu produzieren, brauchen sie nach derzeitigem Stand von Steuern und Abgaben einen Bruttoverdienst inklusive Arbeitgeberanteil von weit über 3.000 EUR. Damit hat die Firma, die dieses Gehalt zahlt, noch keinen EUR Gewinn gemacht!
An der Gesamtsumme von Steuern plus Sozialabgaben wird sich im BGE nichts ändern. Denn das entspricht sowieso nicht dem was der Staat verbraucht.
Zusätzlich werden dann ALG II Empfänger, Rentner, Kinder, Studenten auf gleichem Niveau entlohnt.
Wer soll dieses Geld erwirtschaften?
Genau darauf läuft es hinaus. Menschen, die heute 40h arbeiten, um 1.500 EUR nach Hause zu bringen, müßten in Zukunft 40h pro Woche ohne Gehalt arbeiten, damit das BGE funktioniert.
Machen Sie sich das Bitte mal klar: 40h ohne Gehalt. Und das trifft alle, die heute am Ende des Monats weniger als 1.500 EUR verdient haben und arbeiten. Da geht doch niemand aus dem Haus für!
Viel weiter führe ich das nicht aus.
Mein Lieblingszitat von Brecht: "Es ist nicht möglich, gut zu sein und doch zu leben."
Es geht nicht nur um die Finanzierbarkeit, ist aber schon eine wichtige Frage. Ist es auf Harz 4 Niveau, ist es angeblich nicht sozial, ist es höher muss es finanziert werden, und das geht in der Masse halt nur über Steuern (Mehrwert und Einkommens).
Und was ist daran verkehrt dass man Werte schafft? Und um es klar zu stellen: Erziehung der Kinder, Soziales Engagement etc. ist mehr "Wert" als die Entlohnung eines Vorstandes, muss nicht mal ein Bänker sein.
Aber wer etwas von der Gesellschaft will, sollte an die Gesellschaft auch etws zurück geben!
Stimmt, so habe ich das auch noch nicht gesehen. Gutes Argument. Der Anreiz für Arbeit wird meiner Meinung sogar steigen, da jeder dort tätig ist wo er entsprechend entlohnt wird oder wo er seine persönliche Berufung sieht.
Mit Sicherheit müssten sehr viele Unternehmen in vielen Bereichen Umdenken
Bruttoverdienst? Arbeitgeberanteil? Sowas müsste es überhaupt nicht mehr geben. Nahezu alle Steuern lassen sich auf eine Steuer herunterbrechen: Die Mehrwertsteuer. Da die Unternehmen ohnehin sämtliche ihrer Kosten und Steuern auf den Verbraucher abwälzen, würde sich durch ein Erhöhen der MwSt auf ca. 50% nichts an den derzeitigen Preisen ändern, wenn den Unternehmen gleichzeitig keine Kosten mehr auferlegt werden, die sie auf den Verbraucher abzuwälzen haben.
Das ist nur eine radikale Vereinfachung des Steuersystems, im Grunde funktioniert es aber genauso wie das Jetztige. Man spart lediglich Milliarden an Bürokratieaufwand, die man stattdessen ins BGE stecken könnte.
Sie sehen Ihren Wunschkatalog ja realistisch.
Der Mensch ist tatsächlich egoistisch - er denkt in Kategorien wie - ich - Familie - Stamm - Kreis - Staat - Religion etc...
Solidarität und Emphatie ist da nicht ausgeschlossen, er hilft letztlich auch dem einzelnen Individuum.
Letztlich ist die Erhaltung der eigenen Gene aber noch in uns verankert.
Die weltweite Bekämpfung von Hunger und Elend bleibt ein großes Ziel. Letztlich wird es durch wachsende Bevölkerungen und schwindende Ressourcen konterkariert.
Da ist es noch ein weiter Weg.
Das platte Fordern von einem bedingungslosen Grundeinkommen - natürlich nur hier bei uns und natürlich auf einem prima Niveau - wirkt da hohl, leer und letztlich dreist.