Das ist wie mit Lobbyismus. Firmen, die dank der Beeinflussung der Politik Geld verdienen, können dieses verwenden, um jemanden zu bezahlen, der die Politik beeinflußt. Der Verbraucher/Arbeitnehmer hat nicht das Geld dafür und nicht die Zeit, dies selber zu tun. Also bestimmt die Wirtschaft, wo es lang geht.
Die realistischen Piraten erkennen an dieser Stelle vielfach einfach die vollkommene Hoffnungslosigkeit der politischen Situation. Wenn sie politischen Einfluß nehmen wollen, brauchen sie Geld, daß keiner ihrer Unterstützer im Überfluß hat und Manpower, den sie ebenfalls nicht haben, weil die meisten keine Berufspolitiker sind.
An dem Punkt steckt die etablierte Politik unreformierbar in einer Sackgasse und konstruiert ein - mit legalen, friedlichen Mitteln - unzerstörbares Geflecht aus Machtmißbrauch und Korruption, die sich über die Macht des Geldes von den Beherrschten abschottet. Der einzige Hoffnungsschimmer ist, daß die aktuell Herrschenden vollkommen maßlos sind und dank ihres Wachstumswahns nicht begreifen können, wann es genug ist. Wie das jedoch enden wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Eine glänzende, friedliche Zukunft dürfte jedoch ausscheiden. Vielleicht wird der Wähler das irgendwann merken. Daß der deutsche Wähler dies tut, braucht man dagegen nicht zu hoffen, der rennt lieber auf die Fanmeile und schwenkt Deutschlandfähnchen, während er sehenden Auges von Deutschland ausgeplündert wird.
Antworten / Zitieren


