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Bundestagswahlkampf der Piraten: Kein Geld, keine Leute, keine Lust

DPABei der Bundestagswahl 2013 hoffen die Piraten auf den endgültigen Durchbruch. Doch die Kampfkraft der Aufsteiger scheint erlahmt. Es fehlt an Geld und Engagement. Chefplaner Sebastian Nerz fordert: "Kommt in die Puschen!"

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...840973,00.html
  1. #1

    Das ist wie mit Lobbyismus. Firmen, die dank der Beeinflussung der Politik Geld verdienen, können dieses verwenden, um jemanden zu bezahlen, der die Politik beeinflußt. Der Verbraucher/Arbeitnehmer hat nicht das Geld dafür und nicht die Zeit, dies selber zu tun. Also bestimmt die Wirtschaft, wo es lang geht.
    Die realistischen Piraten erkennen an dieser Stelle vielfach einfach die vollkommene Hoffnungslosigkeit der politischen Situation. Wenn sie politischen Einfluß nehmen wollen, brauchen sie Geld, daß keiner ihrer Unterstützer im Überfluß hat und Manpower, den sie ebenfalls nicht haben, weil die meisten keine Berufspolitiker sind.
    An dem Punkt steckt die etablierte Politik unreformierbar in einer Sackgasse und konstruiert ein - mit legalen, friedlichen Mitteln - unzerstörbares Geflecht aus Machtmißbrauch und Korruption, die sich über die Macht des Geldes von den Beherrschten abschottet. Der einzige Hoffnungsschimmer ist, daß die aktuell Herrschenden vollkommen maßlos sind und dank ihres Wachstumswahns nicht begreifen können, wann es genug ist. Wie das jedoch enden wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Eine glänzende, friedliche Zukunft dürfte jedoch ausscheiden. Vielleicht wird der Wähler das irgendwann merken. Daß der deutsche Wähler dies tut, braucht man dagegen nicht zu hoffen, der rennt lieber auf die Fanmeile und schwenkt Deutschlandfähnchen, während er sehenden Auges von Deutschland ausgeplündert wird.
  2. #2

    Alternative

    Ich habe bei der Landtagswahl in NRW die Piraten gewählt - aus einem ganz einfachen Grund: Unter den restlichen Parteien gibt es für mich nichts (mehr), das wählbar ist.
    Wenn das bei den Piraten jetzt allerdings in puncto ernsthafter politischer Arbeit und Durchhaltevermögen alles gewesen sein soll, dann kann ich nur sagen: Leute, lasst es lieber bleiben, Ihr könnt es einfach nicht.

    Wo bleibt die neue politische Bewegung, die der Blockpartei RICHTIG die Zähne zeigt und die wenigstens ein anständiges Programm hat.

    Muss ich diese Bewegung etwa auch noch selbst gründen?
  3. #3

    Piraten

    Die Piraten werden 2013 im Bundestag vertreten sein. Auch wenn sie selbst keinen überzeugenden Wahlkampf führen würden, tun es die anderen Parteien und die generelle Entwicklung für sie. Ich befürchte allerdings, dass die Piratenpartei nur ein "CC Cleaner Programm" unserer politischen Gegenwart ist.
  4. #4

    Realität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Bundestagswahl 2013 hoffen die Piraten auf den endgültigen Durchbruch. Doch die Kampfkraft der Aufsteiger scheint erlahmt. Es fehlt an Geld und Engagement. Chefplaner Sebastian Nerz fordert: "Kommt in die Puschen!"

    Wahlkampfplaner Sebastian Nerz mahnt Piraten zu mehr Engagement - SPIEGEL ONLINE
    Nun werden sich die Piraten der Realität stellen müssen.
    Aber auch das werden sie wohl hinbekommen.
    Auch wenn plötzlich wunderbarerweise neuartige "Demokratisierungsprozesse" bei den etablierten Parteien angeschoben werden, werden die Piraten noch interessant bleiben.
  5. #5

    Das kommt davon

    Wenn man kostenlos propagiert, kann auch bei den Mitgliedern nichts rauskommen, denn die wollen ja für nichts zahlen müssen. Also auch nicht für die Partei und deren Aufgaben. Das sieht man auch an der laxen Zahlungsmoral für die Mitgliederbeiträge. Und richtig Verantwortung übernimmt da doch auch keiner. die die dann doch wollten würden sich nur die Finger verbrennen, denn wenn sie was entscheiden sollen wird ihnen das gleich wieder negativ ausgelegt und sie weg vom Fenster. So kann das halt nicht funktionieren. Macht ruhig weiter so, dann freuen sich die etablierten Parteien, weil sich die Piraten selbst entzaubert haben.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Bundestagswahl 2013 hoffen die Piraten auf den endgültigen Durchbruch. Doch die Kampfkraft der Aufsteiger scheint erlahmt. Es fehlt an Geld und Engagement. Chefplaner Sebastian Nerz fordert: "Kommt in die Puschen!"

    Wahlkampfplaner Sebastian Nerz mahnt Piraten zu mehr Engagement - SPIEGEL ONLINE
    Zitat von SPIEGEL
    "Es werden viele Leute nach vorne drängeln, und wir werden mehr Kandidaten haben, als uns lieb ist." Aber nur wenige würden derzeit wirklich mitorganisieren und mit anpacken wollen, räumt er ein. "Das ist wohl menschlich."
    Richtig, das ist nur menschlich. Erstaunlich ist nur, dass immer wieder geglaubt wird es wäre diesmal anders.

    Gerade die Deutschen scheinen mir hier sehr lernresistent. Behauptungen aus dem politischen Raum, man können den edlen, selbstlosen Menschen haben, wenn man sie nur machen ließe, stoßen immer wieder auf offene Ohren.
  7. #7

    Seid willkommen - Beitragszahler....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Bundestagswahl 2013 hoffen die Piraten auf den endgültigen Durchbruch. Doch die Kampfkraft der Aufsteiger scheint erlahmt. Es fehlt an Geld und Engagement. Chefplaner Sebastian Nerz fordert: "Kommt in die Puschen!"

    Wahlkampfplaner Sebastian Nerz mahnt Piraten zu mehr Engagement - SPIEGEL ONLINE
    .... bitte, bitte Leute zahlt die Beiträge, unsere Mandatsträger haben endlich mal ein gutes Einkommen, so ihr brav zahlt, gibts für einige andere Piraten ebenfalls die Chance auf Luxusversorgung - und unsere Schatzmeisterin kann weiter ihre Lieblingskanzleien mit extrem großzügig dotierten Prüfungsaufträgen beglücken!

    (da gehen schon mal 40.000 Euro für einen Jahresabschluss weg, wo das ganze Budget nur 120.000 Euro aufweist - dafür werden aber auch 0,01 Cent Buchungsposten von Pay Pal mit drei Sätzen im Prüfbericht bedacht - na ja - war ja sonst nichts zu prüfen - böse könnte man sagen die 0,01 Cent Buchung hat sich die Steuerkanzlei mit etwa 300 Euro bezahlen lassen - bricht man den Umfang des Prüfberichts und seine Kosten auf die Erwähnung der "nicht zuordenbaren" Buchung herunter)

    Der Laden ist - was Schieberei und Günstlingswirtschaft angeht - einfach noch ganz am Anfang, entsprechend dilletantisch wird dort geplündert - dabei offenbaren die Mandatsträger der Piraten, dass sie selbst wohl kaum eine Wiederwahl nach den entsprechenden Legislaturperioden für möglich halten und kassieren jetzt eben ganz dreist und ohne auch nur den Schein erwecken zu wollen, es ginge ihnen um etwas anderes als IHRE Diäten Uk´s und staaltich gestellten Personalbudgets, ab.

    Nun, bei mir keimte in Anfang 2010 kurz ein Fünkchen Hoffnung - doch die ersten Kontakte mit der Partei, meine damaligen Hinweise auf die exorbitanten Beratungskosten (im Verhältnis zu den Einnahmen - geradezu lächerlich - zumal viele Piraten das nötige Know-How - zumindest wenn sie die Berufe die sie angeben ausüben und beherrschen - haben müssten...) - der Habitus und die Reaktion schon der zweiten und dritten Reihe, ließen mich schnell wieder realistisch werden.

    Keine Zeit für diese Typen, vor allem keine Beiträge, es geht nur um die Versorgung einiger halbgebildeter Absahner - indentisch zu den anderen Parteien.

    Nun, dieses Bild bestätigt sich mit jedem Tag mehr.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Bundestagswahl 2013 hoffen die Piraten auf den endgültigen Durchbruch. Doch die Kampfkraft der Aufsteiger scheint erlahmt. Es fehlt an Geld und Engagement. Chefplaner Sebastian Nerz fordert: "Kommt in die Puschen!"

    Wahlkampfplaner Sebastian Nerz mahnt Piraten zu mehr Engagement - SPIEGEL ONLINE
    Was wurde denn wohl anderes erwartet von diesen Herrschaften?

    Schon der Name "Piraten" spricht doch schon das aus, was diese vorhaben. Sie räubern in Gebieten, in denen sie leichte Beute machen können und ihre Beute dann verteilen. Dann geht es wieder los.
    Es sind eben Piraten.
    Und zum räubern braucht es nicht viel Intelligenz. Nur das Wissen wo es zu rauben gibt.
  9. #9

    Du kriegst

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Richtig, das ist nur menschlich. Erstaunlich ist nur, dass immer wieder geglaubt wird es wäre diesmal anders.

    Gerade die Deutschen scheinen mir hier sehr lernresistent. Behauptungen aus dem politischen Raum, man können den edlen, selbstlosen Menschen haben, wenn man sie nur machen ließe, stoßen immer wieder auf offene Ohren.
    die edlen,selbstlosen Menschen, in dem Augenblick, da Du die Diäten auf das Durchschnittseinkommen der Deutschen - und zwar der abhängig Beschäftigten - ausgenommen jener die über 1 Mio. p.a. verdienen - deckelst.
    Die UK-Pauschalen nur gegen Nachweis auszahlst und die Personalbudgets reduzierst.
    Die Altersversorgung nicht besser stellst, als die von anderen abhängig Beschäftigten.
    Übrigens - warum kann man die öffentlich Bediensteten immer so leicht zum Sündenbock machen - na - ?
    Demokratie macht dann Sinn, wenn sie das Gewinner-Verlierer Syndrom überwindet.

    Menschen die an der Spitze des Staates stehen, müssten damit beginnen, doch leider sind sie gerade Vorbilder - als Absahner, Krisengewinnler, gewissenlose Betrüger und schamlose Lügner - insofern spiegelt ein Parlament den Geist seiner Wähler wieder,
    wer glaubt, das könnte nicht anders sein, den frage ich - warum gründen dann soviele Menschen Familien und haben Kinder?

    Oder glauben wir alle, wer ehrlich und edel, postmaterialistisch und idealistisch, bescheiden und vernünftig denkt, sei geistig krank?

    Warum scharen sich schon im Kindergarten die Kleinen um eine bestimmte Art von anderen Kleinen?

    Warum rennen viele mit der Faust in der Hosentasche trotzdem den Rudelführern hinterher?

    Liegt es daran, das wir über das Primatenstadium - zumindest was das soziale Verhalten angeht - nicht hinauskommen?

    Es gibt da ein Argument das durchaus schlägt - das Land, das sich für eine gerechte und soziale Sozialstruktur entscheidet, das die gierigen Raubmenschen vom politischen Prozess auschließt und seine Gesetze in egalitärer Art und Weise konsequent durchsetzt (kein Kaufkraftsbestimmtes Steuer- und Rechtssystem!) - es würde wohl entweder binnen kürzester Zeit von den Nachbarstaaten okkupiert - oder - der best case - der leider auch nicht zu handeln ist - alle Flüchtlinge der Welt würden versuchen es zu erreichen (was die konvetnionellen Betrügerregime wohl mit einer lässigen Häme im Gesicht unterstützen würden....)

    Leider kann auch das ethischste Volk (nehmen wir an es wäre Deutschland) - auf seiner Fläche nicht 99 % der Menschen aufnehmen - den soviele würden wohl theoretisch in dieses Land flüchten.

    Das ist der Schlüssel zum Erfolg der Raubmenschen - sie sind die einzigen die global vernetzt und organisiert sind - gibt es unter ihnen ernsthafte STeitigkeiten - hetzten sie ihre Völksmassen aufeinander, machen dabei meist noch ein Geschäft für sich und ihre Raubgesellen, und am Ende geht die Welt wieder ihren gewohnten Gang.

    Die Massen dienen und einige wenige werden bedient.








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