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blog1
Wenn Lafontaine auf die bundespolitische Bühne zurückkehrt, geschieht das nicht ohne Grund. Lafontaine ist innerhalb und außerhalb seiner Partei eine Reizfigur, aber er hat ein untrügliches Gespür für poltische Stimmungen. Lafonatine hat folgendes erkannt:
1. Schwarz/Gelb ist am Ende
2. Die CDU sucht ihren Markenkern
3. Die SPD im Prinzip auch und weiß nicht, ob sie den Schröderkurs fortsetzen soll
4. Die Grünen haben ihren Zenit bereits überschritten
5. Die FDP hat sich zu Tode neoliberalisiert
6. Die Piraten zeigen, dass man Nichtwähler reanimieren kann
Die Linke braucht eine Galionsfigur wie Lafontaine, der die Partei auf das Wesentliche ausrichtet. Mit Gysi hat er einen kongenialen Partner, der die Linken aus den neuen Bundesländern hinter sich hat. Lafontaine ist ein Überzeugungstäter, sonst wäre er damals nicht von allen Ämtern in der SPD zurückgetreten. Er ist auch ein Machtmensch und Populist, ohne an der Macht zu kleben. Sein wahres Ziel ist, die Linke in Deutschland zusammenzuführen. Ob ihm das gelingt, wage ich zu bezweifeln, aber wenn es einem gelingt, dann nur ihm. Die Zeiten sind günstig, wenn ich mir den ganzen Wirrwarr um die Schuldenkrise genauer betrachte.