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Bundestagsbeschluss: Stromkonzerne dürfen*CO2 in die Erde pumpen

Kohlekraftwerke blasen das Klimagas*CO2 bisher in die Luft, künftig soll es*in den Boden*gepresst werden - der Bundestag hat den Weg für die unterirdische Speicherung freigemacht. Bürgerinitiativen protestieren heftig gegen das Gesetz, dem Energiekonzern Vattenfall hingegen geht es nicht weit genug.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...773008,00.html
  1. #1

    Wohin denn sonst?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kohlekraftwerke blasen das Klimagas*CO2 bisher in die Luft, künftig soll es*in den Boden*gepresst werden.http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...773008,00.html
    Ja, mein Gott, wohin denn sonst? Da kommt es doch schließlich auch her?
  2. #2

    Blubb

    Dann gibts in Zukunft das Mineralwasser Classic mit Blubb direkt aus der Quelle im Wald ;)
  3. #3

    Typisch

    Mal wieder Typisch für Grüne und Umweltschützer.
    Auf der einen Seite will man einen weitreichenden Klimaschutz durchsetzen und den CO2 Ausstoß drastisch verringern.
    Auf der anderen Seite sollen von heute auf morgen alle Atomkraftwerke geschlossen werden, die dann erstmal durch neue Kohlekraftwerke ersetzt werden.
    Aber selbst gegen die - gewiss recht sinnvolle - Speicherung des CO2 der Kohlekraftwerk ist man als moderner Öko.
    Diese Bewegung ist ein einziger Widerspruch in sich selbst!
  4. #4

    kein Titel

    Zitat von Adam Weishaupt Beitrag anzeigen
    Ja, mein Gott, wohin denn sonst? Da kommt es doch schließlich auch her?
    Naja, so einfach ist es ja nun auch nicht. Uran gewinnt man auch aus dem Boden, trotzdem werden ausgebrannte Brennstäbe nicht mit Erde vermischt und als Blumendünger vertrieben. Genauso Erdöl: Kommt aus dem Boden, trotzdem macht sich eine gebrochene Pipeline in Yellowstone nicht so super.

    Für mich sind an dieser Technik zwei Punkte sehr problematisch:

    1.) Was passiert wenn vielleicht über Jahre hunderte, tausende Tonnen CO2 in den Boden gepresst werden und z.B. durch ein leichtes Erdbeben, starke Regenfälle mit Überschwemmungen o.ä. der Kram wieder freigesetzt wird? Dann ist der Kram ja wieder da. Das CO2 "verschwindet" ja nicht, sondern wird nur eingelagert, irgendwann muss man sich ja wieder mit dem Problem beschäftigen, spätestens wenn das Zeug wieder aus dem Boden kommt.

    2.) CO2 zu lagern bedeutet, die Problematik des CO2 Ausstoßes unter den Boden zu kehren. Wenn Co2 verklappt werden kann, gibt es ja keinen Anreiz, neue Techniken zu entwickeln, wie man CO2 einsparen kann.

    Man sollte vielleicht eher CO2 versuchen in C und O2 aufzutrennen, allerdings, wenn das so einfach wäre, würde man sowas wohl auch machen. Im Endeffekt dürfte Methan aus der Tierproduktion sowieso das größere Problem darstellen.
  5. #5

    Der Clou...

    weniger Erdöl und Kohle einsetzen, weniger CO2, kein Bedarf für CSS.
    Sollen Archäologen zukünftiger Zeiten bei Ausgrabungen drauf gehen? Unsere Nachkommen sich über sprudelnde CO2 Quellen freuen?
    Die Erde bewegt sich, Gase die da reinkommen, gehen da auch wieder raus.

    Nicht vertagen! Nicht den Götzendienern des goldenen Kalbs folgen. Raus aus der Carbon-Technik, rein in die Post-Carbon Epoche. Sie wird uns mehr und umweltfreundlichere Jobs bescheren.
  6. #6

    Politik,

    die Glühbirnen verbietet, aber 40 % ernergetischen Mehraufwand in Kauf nimmt, um CO2 abzutrennen und unter hohem Druck zu verpressen, muss eigentlich nicht weiter kommentiert werden. Und der Verbraucher muss diesen ernergiepolitischen Wahnsinn dann bezahlen.
  7. #7

    Restrisiko

    Wenn man das CO2 "risikoarm" in den Boden pressen kann, von wo es nicht entweichen kann, warum kann man da nicht auch den "Atommüll" lagern? Warum werden an fossile (Kohle, Gas, Öl) und regerative Energieträger (hier vor allem risikobehaftet: Wasserkraft) andere Anforderungen an Risikoabschätzungen gestellt als an nukleare? Damit will ich nicht befürworten, dass man jetzt überall Nuklearmüll in den Boden kippen soll, sondern dass man besser versuchen sollte, sich neue, weitgehend unbekannte Risikopotentiale vom Leib zu halten.

    Es muss uns auch klar sein, dass eine Demonstration einer großtechnischen CO2-Verpressung in Deutschland dazu führen wird, dass Kohlekraft nicht irgendwann durch regerative Energieträger abgelöst werden. Warum wir ohne Kohlestrom besser dran sind? Die weltweit ca. 6000 Toten im Kohlebergbau pro Jahr können vielleicht ein Lied davon singen, von Menschen mit Atemwegserkrankungen ganz zu schweigen.
  8. #8

    Bedenket ! ;)

    Fast jede der auf der beiliegenden Karte aufgeführten CO2-Endlagerstätten könnte stattdessen auch für ein adiabatisches CAES-Kraftwerk fast so effizient wie Pumpspeicherkraftwerke) zur Stromspeicherung genutzt werden - insofern ist die Frage - wollen wir lieber billigen Windstrom erzeugen - und unsere Speicherstrukturen ausbauen - oder wollen wir diesen strategsichen Vorteil, dass im Norden nicht nur Offshore-Windparks entstehen können und werden dadurch verbauen, dass die mögliche Standorte als ENDlager für CO2 dienen und damit nie wieder genutzt werden können ...

    Kurzfristig wird dann der Profit bei den Kohlekraftwerksbetreibern landen - mittelfristig nimmt das Land schaden ...
  9. #9

    Sommerloch Katastrophen!!

    Würgreflexe unterdrücken! Die sogenannte ReGierung hat wieder neue alte Freunde. Energiekonzerne die Giftgas aus ihren Fabriken ins Erdreich pumpen ohne vorher ausreichend die Langzeitfolgen zu testen. Wenn das wieder hochkommt, dann sind es ja nur die Bürger die daran ersticken werden und nicht die Strombosse und Politikaffen der Bananenrepublik.








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