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Bundestags-Parlamentarier: Nebenjob Abgeordneter
Volksvertreter sollen sie sein - doch viele der 622 Bundestagsabgeordneten verdienen kräftig nebenbei. SPIEGEL ONLINE zeigt Stichproben aus der neuen Liste der Parlamentarier-Nebentätigkeiten - von Ex-Finanzminister Steinbrück bis Linke-Fraktionschef Gregor Gysi.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...680996,00.html
- #70 02.03.2010 10:29 von
Überwachung
Was mich bislang gehindert hat ist, dass man sich bei den Staatsorganen registrieren lassen muss. Besser würde ich es finden, wenn eine unabhängige Institution die Petitionen an den Petitionsausschuss weiterleitet. Und zwar nicht in digitalisierter Form.
Wichtig wäre auch, dass die Daten nach einer bestimmten Frist vernichtet werden. Ansonsten sieht es wieder nur nach Datensammelei aus.
Hat Jemand Informationen diesbezüglich? - #71 02.03.2010 10:55 von descartes101
Mit beiden Beinen fest im Leben..? Ich erinnere mich an einen Bericht, ich glaube es war im Stern, für den PArlamentarier nach verschiedenen Dingen des normalen täglichen Lebens gefragt wurden. Da wusste z.B. keiner auch nur annähernd, was ein kg Kartoffeln kostet. Die Kinderreportage des Spiegel ist schon legendär, wo die Politik ihre breite Inkompetenz im Umgang mit Internet und neuen MEdien demonstrierte.
Und das sind nicht die einzigen Them. Alle diese sog. 'Experten' werden nach Gusto und treuer Gefolgschafft ernannt, und dürfen fortan zu einem Thema ihren Senf abgeben, zu dem sie genauso wenig Ahnung haben wie zu allen anderen.
Diese Menschen schreiben unsere Gesetze! Bzw. nicken die Gesetze ab, die ihnen die Industrie auf den Tisch legt. Diese Leute machen nichts. Ein Westerwelle kann es in der Disziplin Schmarotzertum locker mit tausenden Arbeitsverweigerern auf Hartz IV aufnehmen, genauso wie fast jeder dieser Volkszertreter. Aber seine dämliche Futterluke aufreissen.
Das nennen Sie 'mitten im Leben stehen'? Sind Sie naiv oder spielen Sie es nur vor? - #72 02.03.2010 10:57 von
Petition ist veraltet?
Hallo gallstone,
sieht für mich so aus, als wäre die Petition schon gelaufen. So weit ich mich an die Zensursula-Petition (und andere) erinnere steht bei Aktiven eine Mitzeichnungsfrist - also das Datum der letzen "Einwurfmöglichkeit".
Das ist dann auch die Krux an der Sache: meist bekommt man ePetitionen nicht mit, da sie nicht überall verlinkt sind.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden ...
Rolf Mohr - #73 02.03.2010 11:12 von descartes101
desillusionierend
Die geht den Weg alles Demokratischen in Deutschland - Sie wird 'zur Kenntnis genommen', oder es wird 'intensiv darüber beraten', gar 'sorgfältig abgewägt'. Bis sich niemand mehr daran erinnert, dass da mal eine Petition war bzw. bis die Sache aus der Presse ist. Dann hängt ihre Petition perforiert und dreilagig auf der Bundestagstoilette, und die Volkszertreter haben ein wenig Amusement während sie ihrer einzigen produktiven Tätigkeit am Tag nachgehen.
Das heisst natürlich nicht, dass eine Petition sinnlos wäre. Man müsste es nur irgendwie schaffen, dass die Medien ihrer Verantwortung nachkommen und das Thema so lange in den Schlagzeilen halten, bis sich etwas ändern muss in dieser Bananenrepublik. - #74 02.03.2010 11:16 von gallstone
sollte es auch
Na mal sehen, wenn ich heute abend viel Zeit und lange Weile habe werde ich mich eventuell man daran machen ;)
melde mich dann wieder hier im Forum.
Grundsätzlich würde ich das aber etwas anders gestalten. Ein komplettes Verbot erachte ich für wenig zielführend.
Grundsätzlich finde ich folgende Tätigkeiten für einen Politiker verwerflich: Aufsichtrat, Reden halten vor der "Industrie" und dafür sozusagen legale Spenden kassieren.
Wenn jemand seinen Fleischereifachbetrieb nicht aufgeben möchte finde ich das i.O. - der Mensch geht ja dann in die Politik, weil er etwas für SEINEN Betrieb erreichen will. Wenn aber jemand 20 und mehr Jobs warnimmt stimmt was nicht.
die haben dann wohl zu viel Zeit.
grüße! - #75 02.03.2010 11:55 von
Tubbietalk
Leider ist selbst die Höflichkeit, die durch formvollendete Rhetorik transportiert wird, schon unter den Tisch gefallen. Heutzutage wird "genau geguckt" - als sei bei der Lieblingspuppe der Arm abgerissen und Mutti schaue bei Gelegenheit nach, ob sie ihn wieder annähen könne.
Zum Thema: die gelebte Teilprivatisierung der Abgeordneten widerspricht dem Wesen des Mandats und gehört auf den Prüfstand. (60.000 ct) - #76 02.03.2010 17:43 von
Keinen einzigen
Es gibt keinen einzigen Grund, nicht zur Wahl zur gehen. Krankheit vielleicht einmal außen vor gelassen.
Den Parteien ist es nämlich egal, ob sie von 60% oder 80% der Wahlberechtigten gewählt werden. Nicht egal ist ihnen allerdings, wenn andere Parteien Stimmen bekommen. Das tut weh.
Also zur Wahl gehen und notfalls kleinere, nicht radikale Parteien wählen! Aber in jedem Fall zur Wahl gehen! Sonst ändert sich nämlich nichts.
(Sorry, wenn ich mich ständig wiederhole...) - #77 03.03.2010 10:40 von Silverhair
Macht kontrollieren
Die meisten Länder setzen auf Teilverbote - die zwangsweise übertragung der "Alten Geschäfte auf andere" oder auf absolute Offenlegung aller Einkommen und Beziehungen.
Die dt. Praxis, weder Einschränkungen noch Transparenz herzustellen läd geradezu zu Missbrauch ein.
Die Seltsamkeiten des umtribigen Merz mit der IKB zeigen das es nicht nur sehr teuer - sondern schlichtweg Betrug an den Bürgern fördert!
http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S...15555819/read/
Ein Totales Verbot wäre letztlich die bessere Lösung. Der Staat zahlt schließlich ein volles Gehalt , zahlt für zig tausende zusätzlich Reisen und sogar noch jahrelange Übergangsgelder für die "Widereingliederung" nur damit die Abgeordneten unabhängig sein können und sollen!
Wer eine letztlich gewaltige Macht über Gesetze das leben anderer zu reglementieren hat, der muss sich letztlich Beschränkungen in der Art seiner Machtausübung gefallen lassen - das nennt sich dann Kontrolle durch das Volk und Demokratie.
Die USA haben das zumindest für ihre Regierung klar geregelt - alle Regierierungstellen müssen ALLE Dokumente, Treffen, Verabredungen dokumentieren und aufbewahren - alle Minister und der Präsident müssen sich eine Totalüberwachung jeglicher Kommunikation gefallen lassen.
Und - jeder der sich wählen lassen will muss zwangsweise sich fast bis auf die Unterhose öffentlich machen!
Sogar die EU hat das teilweise für ihre Regierung so festgelegt.
Wer Macht unkontrolliert an "undurchsichtige" abgibt kann gleich sich seine Diktatoren, Fürsten und Könige an allen Fingern abzählen .. nur eben ist das dann nicht mehr Demokratie. - #78 04.03.2010 06:34 von
- #79 05.03.2010 08:00 von
Petition bei Campact!
Campact hat eine Petition gestartet. Zitat:
"Die aktuellen Fälle von zweifelhaftem Parteien-Sponsoring erzeugen den Eindruck, Politiker/innen und Parteien seien zuweilen käuflich. Das Parteiengesetz schiebt diesen Praktiken bisher keinen wirksamen Riegel vor. Unterzeichnen Sie unseren Appell an die Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsparteien für eine grundlegende Reform der Parteienfinanzierung!"
Mehr dazu unter
http://www.parteifinanzen.de
Rolf Mohr
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