Da wird offenbar wieder Politik mit Vorabmeldungen gemacht, um einige Beteiligte vor vollendete Tatsachen zu stellen. Warum spielt die SZ denn dieses Spiel mit?
APDie Fristverlängerung um zwei Jahre für das griechische Sparprogramm ist offenbar noch keine beschlossene Sache. Die Europäische Zentralbank und die Bundesregierung dementieren entsprechende Zeitungsberichte: "Es gibt keine endgültige Einigung der Troika."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-863056.html
Da wird offenbar wieder Politik mit Vorabmeldungen gemacht, um einige Beteiligte vor vollendete Tatsachen zu stellen. Warum spielt die SZ denn dieses Spiel mit?
Was halten unsere EU-Politiker davon, sich auf ein paar einfache Grundregeln zum Umgang mit Schuldnern zu besinnen:
1. Ein Unternehmen das Schulden macht, muss diese zurückbezahlen
2. Wenn das Unternehmen seine Schulden nicht zurückbezahlen kann, muss seine Sanierungsfähigkeit festgestellt werden.
3.Wenn das Unternehmen sanierungsfähig ist, muss ein Sanierungsplan vorgelegt werden.
4. Wenn der Sanierungsplan scheitert, ist die Insolvenz unabwendbar
5. Wenn Griechenland jetzt eine Verlängerung der Fristen für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen fordert, ist das letztendliche Beweis, dass die Sanierung gescheitert ist.
6. Wenn Griechenland dennoch weiter finanziert wird, heißt das dem schlechtem Geld der Banken gutes Geld der Steuerzahler hinterherzuwerfen.
Man fragt sich, wieso es solche Gerüchte auf die Titelseite schaffen, aber klare Tatsachen verschwiegen werden.
Eine solche Tatsache ist z.B., dass Herr Samaras noch keine Mehrheit hat für das, was die Troika von ihm verlangt. Seine Koalitionspartner rebellieren gegen die bitter notwendigen Arbeitsmarktreformen. Die 2 Jahre extra wird es kaum geben, wenn es gar keinen Deal gibt.
Zu berichten wäre auch, dass der EUGH sich mit der Legalität des ESM befasst. Und zwar nach Anfrage des obersten irischen Gerichts. Dazu fehlte dem BVerfG wohl der Mut.
Deutsche Froschperspektive .....
Natürlich kommt der "Aufschub", der im Grund ja nur bedeutet: Wir zahlen den griechischen Haushalt.
Diese "PARTY" wird bis zum bitteren Ende zuendegefeiert.
Wenn alle blank sind, gehen die Partygäste (EU-Staaten) wieder ihrer Wege und der Bürger darf am Schluss alles aufräumen.
Im Grunde demontiert sich die Demokratie grade selber. Der Bürger glaubt immer weniger noch einen Einfluß zu haben.
Man kann wählen was man will, am Ende machen die Politiker was sie wollen.
Und am meisten wollen sie ihre eigene Tasche voll machen.
Manch ein Land hat einen Diktator, der sich bereichert. Wir haben gleich 600 Abgeordnete, alle paar Jahre neu, die sich bereichern.
Brüderle und Schwesterle , zuerst starke Sprüche und dann der Eiertanz. Wie immer!
Alle Hysterie ist unbegründet. Mit den jüngsten Erklärungen von Merkel und Schäuble, Greichenland solle in der Eurozone verbleiben sind die Weichen längst gestellt, egal wie die Troika berichtet.
Der Bericht muss aber höflichkeitshalber formell abgewartet werden.
Wenn der nur den leisesten Hoffnungsschimmer enthält, was anzunehmen ist, bekommen die Griechen halt 2 Jahre mehr Zeit.
Devise: 2 Jahre einigermassen Ruhe und Frieden mit theoretischer Aussicht auf Besserung statt ein Ende mit Schrecken und unbekannten Folgen.
Was soll da ein Politiker entscheiden, der vielleicht in 2 Jahren nicht mehr zuständig ist?
Was würde ich da entscheiden?