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Bundesregierung: Die größten Flops der Familienpolitik
DPAEhegattensplitting, Kindergeld, Versicherung - die Bundesregierung gibt jedes Jahr Milliarden für die Familienpolitik aus. Dabei bringen nach SPIEGEL-Informationen ausgerechnet die teuersten Leistungen die geringsten Resultate. Der Überblick über die drei größten Flops.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-881352.html
- #350 05.02.2013 15:51 von
Ich bin der Meinung, dass in Deutschland gutverdienenden Familien zuviel Steuer abgezogen wird. Das ist in Frankreich
besser geregelt. Rentenversicherung und Kranversicherung muss man dort auch viel bezahlen und mehr als in D, denn in F sind die Beiträge nicht gedeckelt. Was ich in D nicht verstehe sind die hohen Steuern für Familien. In F gibt es fast kostenlose Kindergärten und Ganztagsschulen und in F haben Akademikerinnen mehr Kinder, weil es eine Struktur
gibt die sie unterstützt. Die Geburtenrate in F(2.0) gegenüber D(1.4) könnte erheblich angehoben werden, wenn man den berufstätigen Frauen in D mehr Unterstützung gibt um Familie und Beruf zu vereinbaren. Der Vorteil wäre, dass die Kinder solcher
gehobenen Haushalte meistens besser gebildet sind und weniger anfällig sind für kriminelle Karrieren, das spart auch Geld.
Darüberhinaus weiss ich, dass diese Kinder dann auch wieder mit grosser Wahrscheinlichkeit hohe Steuern zahlen werden. Ein Staat sollte sich so aufstellen, dass er eine Zukunft hat und seine Schalter so stellen, dass er dieses Ziel erreicht.Ich habe dieses Scenario hier durchgespielt und weiss, dass es klappen kann. - #351 05.02.2013 15:52 von
- #352 05.02.2013 16:24 von
@SingleAkademiker
Lieber SingleAkademiker,
aus ihrem Beitrag kann man zwanglos folgende Schlüsse ziehen:
- sie kennen niemanden, der Kinder im schulpflichtigen Alter hat
- sie kennen niemanden der unverschuldet arbeitslos wurde
- sie wissen nicht genau, wie beim Splitting gerechnet wird
- sie haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht, dass der Staat dadurch Geld spart dass arbeitslose Eheleute kein ALG bekommen - #353 05.02.2013 16:50 von
Kinder sind die Rücklage der Rentenversicherung
Die Strukturierung des Problems ist gut, aber
1) In Phase 1 fehlt die finanzielle Leistung der Eltern für die Kinder.
2) In Phase 2 zahlt er für die Rentner (Eltern und Nicht-Eltern), weil die Kassen leer sind.
3) In Phase 3 erhält der Rentner seine Rente von der nachfolgenden Generation. Die finanzielle private Leistung der Eltern von Phase 1 fällt unter den Tisch. Ebenso die Arbeitsleistung für Kinder. - #354 05.02.2013 17:18 von
Hier subventioniert doch der Ehepartner den Staat, der ansonsten Hartz4 mit allen Zusatzkosten für Arbeitslose übernehmen muss, sicherlich über 700 Euro. Das holt normalerweise niemand durch Steuersplitting wieder rein.
Und mal eben Arbeit suchen, hallo, in welchem Kosmos leben Sie denn? Wie viele Frauen kennen Sie denn, die arbeitsscheu sind, weil sie verheiratet sind? Vermutlich ist das aber das Ziel der Kampagne. Nachdem die SPD unter Schröder einen riesigen Sozialkahlschlag durchgeführt hat, sollen jetzt unter Steinbrück die letzten Arbeitsreserven in Billigjobs gezwungen werden. Der Kampf gegen die Familie ist ein weiterer Schlag der Neoliberalen.
Die Ausgaben sind eben kein Privatvergnügen. Die Ehe ist nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch eine gegenseitige Haftungsgemeinschaft.
Leider wird bei dieser einseitigen neoliberalen Kampagne verschwiegen, wie viel für den Staat z.B, durch kostenlose Pflegeleistungen von Familien bzw. Ehegatten erbracht werden. Diese Familienpolitik entlastet den Staat ganz erheblich. - #355 05.02.2013 18:07 von
- #356 05.02.2013 22:05 von
Gigantisches Steuererhöhungsprogramm für - fast - alle Ehepaare
Die gesamte politische Korrektheitsrhetorik kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Abschaffung des Ehegattensplittings nahezu alle Ehepaare mit teilweise enormen Steuererhöhungen überziehen würde - ausgenommen nur diejenigen, bei denen beide Partner über dasselbe Einkommen verfügen.
Über dreißig Jahre gerechnet müsste ein Alleinverdiener-Ehepaar mit einem Eheeinkommen von jährlich 60.000 Euro rund 175.000 Euro mehr Steuern bezahlen als ein Ehepaar mit einem jährlichen Eheeinkommen von ebenfalls 60.000 Euro, bei dem beide Ehepartner je 30.000 Euro verdienen.
Am stärksten gekniffen wären diejenigen, bei denen ein Ehepartner aus objektiven Gründen keine Chance zur Einkommenserzielung hat. Dies gilt etwa, wenn ein Partner
- studiert,
- sich in Weiterbildung befindet,
- langzeitarbeitslos oder schwer erkrankt ist,
- nahe Angehörige pflegt,
- Kinder betreut,
- oder - bei Seniorenehepaaren - über keine eigenen Rentenansprüche verfügt.
Im Übrigen würde die Streichung des Ehegattensplittings besonders Ehepaare mit niedrigem Einkommen treffen. Bei einem Rentnerehepaar mit einem Eheeinkommen von 20.000 Euro würde das verfügbare Einkommen durch Streichung des Ehegattensplittings um bis zu 2.000 Euro oder um rund 12 Prozent gekürzt.
Frage an alle Abschaffungsbefürworter: Bedeuten diese Konsequenzen nun mehr soziale Gerechtigkeit oder mehr soziale Kälte?
Nur nebenbei: in Österreich hat die Abschaffung des Ehegattensplittings zwar die Staatskasse besser gefüllt, aber keineswegs zu einem Anstieg der Geburtenrate geführt. - #357 06.02.2013 08:41 von
Ehegattensplitting ist kein Vorteil
sondern nur die Vermeidung einer Benachteiligung. Wenn zwei verheiratete Menschen von einem Einkommen i.H.v. 50.000 € leben sollten sie doch nicht mehr Steuern zahlen, als ein anderes verheiratetes Paar, das ebenfalls 50.000 € verdient oder? Das Ehegattensplitting führt genau zu diesem Effekt unabhängig davon, ob ein Partner mehr oder weniger oder beide gleichviel verdienen. Wer das Ehegattensplitting abschafft benachteiligt steuerlich z.B. Paare, bei denen die Frau weniger verdient als der Mann oder umgekehrt. Will das wirklich jemand?
- #358 06.02.2013 12:13 von
Ja, offenbar schon. Wenn die Frau weniger verdient, muss wenigstens ihr Ehemann dafür bestraft und sie in den Hintern getreten werden, damit sie sich einen besseren Job sucht, wie sie ja auch allenthalben auf den Bäumen wachsen.
Der umgekehrte Fall hingegen (Frau verdient mehr, Männe steckt beruflich zurück und hält ihr den Rücken frei) wäre zwar politisch korrekt und würde theoretisch sehr begrüßt, wird aber faktisch nicht in Erwägung gezogen.
Merke: Ehegattensplitting belohnt es, wenn Frauen beruflich zurückstecken: woll'n wer nich. Dass es aber, wenn wir schon von Belohnung reden wollen (was ich persönlich hinrnrissig finde), gegebenenfalls auch das belohnt, was dieselben, die von der Emanzipationsverhinderung des Ehegattensplittings schwafeln, eigentlich doch gerne sehen wollen, dass nämlich Frau besser verdient und Mann mal zurücksteckt: daran wird nicht gedacht. Und genau das entlarvt die Forderung nach Abschaffung als das, was es ist: den Versuch, dem Rest der Mittelklasse mal ordentlich in die Tasche zu greifen, und zwar richtig, richtig tief. - #359 06.02.2013 12:19 von
Genau so ist es. Und nun muss man noch bedenken, dass die eheliche Aufgabenteilung, die hier als so wenig wünschenswert erachtet wird, zum Teil schon jahrzehntelang besteht und nicht mehr rückgängig zu machen ist. Anreize zur Arbeitsaufnahme? Na prima. Nun sagen sie doch einmal der 55jährigen Frau, die Kinder großgezogen hat und gar nicht oder jedenfalls nicht Vollzeit berufstätig war, sie möge doch zwecks der Kompensation der Einnahmeausfälle noch schnell Karriere machen.
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