Forum


 

Bundesrat: Reiche Erben sollen strenger besteuert werden

DPAReiche Erben sollen sich nicht mehr so leicht vor der Steuer drücken können. Darum will der Bundesrat ein Schlupfloch im Erbrecht schließen: Privatvermögen sollen nur noch eingeschränkt in Betriebsvermögen umgewandelt werden können.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...842999,00.html
  1. #1

    Die Erbschaftsteuer generell ist viel zu niedrig. Wers nicht glaubt, schaue sich mal an, ab welchem Zeitpunkt in den USA diese Milliardendynastien entstanden sind - genau dann als man die Erbschaftssteuer von teilweise über 90% fast abgeschafft hat.

    Sowas kann kein vernünftiger Mensch wollen. Das Argument, dass es sich um bereits versteuerten Geld handel ist schlicht dumm. Ich muss doch von meinem versteuerten Einkommen auch noch Mehrwertsteuer etc. bezahlen, wenn ich einkaufe.

    Einkommen gleich welcher Art sollte gleich hoch besteuert werden. Mindestens. Erbschaft eher noch höher, da keine Leistung dafür erbracht wurde, außer den richtigen Nachnamen zu haben.
  2. #2

    Typisch

    Wann hört denn diese Frechheit endlich mal auf. Erbschaftssteuer ist eine Doppelsteuer, denn das Vermögen das man erbt ja bereits vom Erblasser regulär versteuert worden. In anderen Staaten geht es doch auch, dass Erschaftssteuer nur auf Gelder erhoben wird, die bisher unversteuert waren. Das wäre der richtige Ansatz, aber dann würde der Staat keine Miliarden mehr zum verschleudern haben und müsste sich Gedanken machen, wie man spart, so wie es der kleine Bürger schon sehr lange machen muss um irgendwie über die Runden zu kommen.
  3. #3

    [QUOTE=SpitzensteuersatzZahler;10508761]Die Erbschaftsteuer generell ist viel zu niedrig. Wers nicht glaubt, schaue sich mal an, ab welchem Zeitpunkt in den USA diese Milliardendynastien entstanden sind - genau dann als man die Erbschaftssteuer von teilweise über 90% fast abgeschafft hat.

    Das ist definitiv Falsch. In den USA gibt es eine viel höhere Erbschaftssteuer als in Deutschland, nur ist sie auf das Geld beschränkt, das bisher noch nicht versteuert war oder ist,
  4. #4

    So so,

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Die Erbschaftsteuer generell ist viel zu niedrig. Wers nicht glaubt, schaue sich mal an, ab welchem Zeitpunkt in den USA diese Milliardendynastien entstanden sind - genau dann als man die Erbschaftssteuer von teilweise über 90% fast abgeschafft hat.

    Sowas kann kein vernünftiger Mensch wollen. Das Argument, dass es sich um bereits versteuerten Geld handel ist schlicht dumm. Ich muss doch von meinem versteuerten Einkommen auch noch Mehrwertsteuer etc. bezahlen, wenn ich einkaufe.

    Einkommen gleich welcher Art sollte gleich hoch besteuert werden. Mindestens. Erbschaft eher noch höher, da keine Leistung dafür erbracht wurde, außer den richtigen Nachnamen zu haben.
    ... ist das also "schlicht dumm"? Das vererbschaftssteuerte Geld wird aber auch noch mal durch indirekte Steuern reduziert. Also wird es irgendwie doch einmal mehr versteuert als "verdientes" Geld.
    Und was hat denn der liebe Staat (Sie meinen doch aber eigentlich sich selbst) dafür getan, dass er die Kohle bekommen soll? Der (bzw. Sie) hat ja noch nicht einmal den richtigen Nachnamen ...

    Aber solange es einen selbst nicht trifft (mich üübrigens auch nicht), kann man natürlich mal Maximalforderungen aufstellen. Tut ja nicht weh.

    Ich freu' mich auf die Räterepublik ...
  5. #5

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus!

    Die Erbschaftsteuer ist eine reine Neidsteuer. Wird sie weiter erhöht, führt dies zur Kapitalflucht. Auch ein Millionär kann nur eine begrenzte Zahl von Schnitzeln essen, das Kapital aber investiert er bisher und sorgt damit für Arbeitsplätze. Nach allem, was wir wissen, ist der Finanzhunger des Staates unersättlich und sein Ausgabeverhalten alles andere als rational.
  6. #6

    Erben ist ungerecht

    Wir haben ein immer größeres Ungleichgewicht zwischen Arbeitsleistung und Kapitalertrag einerseits und immer schlechtere Bedingungen um ohne Startkapital einen soliden Kapitalstock aufzubauen. Die Lücke zwischen denen, deren Vorfahren erfolgreich waren und denen, die bei Null anfangen müssen wird immer größer und immer unüberbrückbarer. Ist das gerecht?

    Da das freie Kapital im Vergleich zu Steuereinnahmen der Staaten immer weiter zunimmt, verliert die Politik zunehmend an Handlungsspielraum.

    Natürlich schreien diejenigen, denen etwas genommen würde laut auf - aber wäre es nicht dem zum Trotz Aufgabe des Staates, das Vermögen so umzuverteilen, dass zukünftige Generationen ebenso motiviert & erfolgschaffend tätig werden können wie die Nachkriegsgeneration und am Ende was davon haben? War das nicht der Schlüssel zum Wirtschaftswunder?

    Ich bin der Meinung, wenn dies gelänge, dann würden wir auch nicht in diesem Maße über Kinderarmut diskutieren müssen.

    Von daher wäre eine Erbschaftssteuer von mindestens 50% auf Privatvermögen und 25% auf Unternehmenswerte (zahlbar in 25 Jahrsraten) durchaus überlegenswert, wenn dadurch beispielsweise ein steuerfreies Grundeinkommen von vielleicht 24000€ p.a. möglich wäre...
  7. #7

    Steuer

    Zitat von petsy157 Beitrag anzeigen
    Wann hört denn diese Frechheit endlich mal auf. Erbschaftssteuer ist eine Doppelsteuer, denn das Vermögen das man erbt ja bereits vom Erblasser regulär versteuert worden. In anderen Staaten geht es doch auch, dass Erschaftssteuer nur auf Gelder erhoben wird, die bisher unversteuert waren. Das wäre der richtige Ansatz, aber dann würde der Staat keine Miliarden mehr zum verschleudern haben und müsste sich Gedanken machen, wie man spart, so wie es der kleine Bürger schon sehr lange machen muss um irgendwie über die Runden zu kommen.
    Da wird überhaupt nichts doppelt versteuert. Die Steuer wird auf den Geldübergang erhoben, also auf das leistungslose Einkommen des Erben.
    Auch moralisch ist Ihr Modell bedenklich. Womit bitte haben es die Erben verdient, besser gestellt zu werden als weniger Begüterte?
  8. #8

    Sparen

    Zitat von petsy157 Beitrag anzeigen
    ...Das wäre der richtige Ansatz, aber dann würde der Staat keine Miliarden mehr zum verschleudern haben und müsste sich Gedanken machen, wie man spart, so wie es der kleine Bürger schon sehr lange machen muss um irgendwie über die Runden zu kommen.
    Noch so ein Denkfehler. Ein Staat ist keine schwäbische Hausfrau. Es gibt nur drei große Beteiligte am Wirtschaftskreislauf: der Staat, der Konsument und der Produzent. Der Produzent soll wachsen und nicht sparen. Wenn nun der Konsument (die schwäbische Hausfrau) spart, dann kann nicht der Staat gleichzeitig auch noch sparen, sonst geht es allen schlechter.
    Sie können sich das an der Metapher mit dem Hundert Euro Schein versuchen klarzumachen. Dieser geht von Hand zu Hand, vom Bäcker zum Fleischer, zum was auch immer Dienstleistungserbringer usw.
    Wenn jeder der Beteiligten jetzt 10 Euro spart, dann werden ganz konkret weniger Brötchen, weniger Fleisch usw. konsumiert.
    Lustigerweise passiert das ganze im Großen grade: es mangelt nicht am Geld, aber es liegt ungenutzt 'gespart'.
    Das passende Sprichwort dazu lautet: Spare allezeit, dann hast du immer Not.
  9. #9

    Eine Frechheit, von "Doppelsteuer" zu reden!

    Zitat von petsy157 Beitrag anzeigen
    Wann hört denn diese Frechheit endlich mal auf. Erbschaftssteuer ist eine Doppelsteuer, denn das Vermögen das man erbt ja bereits vom Erblasser regulär versteuert worden.
    Der Erblasser hatte sein Vermögen seinerzeit (hoffentlich) regulär versteuert - und deshalb muss dieser Erblasser selbstverständlich auch kein zweites Mal versteuern. Niemand verlangt so etwas.

    Der Erbe hingegen, der das Vermögen überwiesen bekommt, sollte es als Einkommen versteuern müssen.

    Alles andere wäre ungerecht.

    Sonst wäre der Erbe nämlich bessergestellt als der Handwerker, der dem Erblasser im letzten Winter die Heizung repariert hat - und dafür ja auch mit diesem "bereits versteuertem Geld" bezahlt wurde.
    Und davon selbstverständlich Einkommensteuer abführen musste.

    Tendenziell sollte die Erbschaftssteuer sogar deutlich höher sein als die Einkommensteuer - denn ein Erbe ist im Regelfall ein Einkommen ohne Gegenleistung.

    Was sagt denn die FDP mit ihrem "Leistung muss sich wieder lohnen" zu diesem Thema?


TOP



TOP