Forum


 

Bundespräsidentenwahl: Linke sucht Ausweg aus Kandidaten-Dilemma

dapdWer wird nominiert? Wer wird düpiert? Die Bundespräsidenten-Debatte der Linken ist zur peinlichen Lachnummer geworden. Die Genossen wollen am Montag über ihr Vorgehen entscheiden, sie müssen zwischen drei Kandidaten wählen. Möglicherweise bekommen sogar alle Bewerber eine Absage.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...817682,00.html
  1. #190

    #166

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Da wurde nicht gerückt, Sie haben keine Ahnung von dem, was Sie da schreiben.
    Es wird ständig gerückt. Teile der "Linkspartei" erdreisten sich sogar, Willy Brandt für sich zu vereinnahmen, obwohl Honnecker der richtige Mann ist, auf den man sich berufen kann in der "Linkspartei".

    Die Occupy-Bewegung hat ausdrücklich Leute mit der "Linkspartei"-Fahne zum Teufel gejagt, als sie sich unter die Demonstranten mischen wollten. Ihre Unterstellung bzgl. Ahnung fußt auf der Erkenntnis, entlarvt zu sein.
  2. #191

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Es wird ständig gerückt. Teile der "Linkspartei" erdreisten sich sogar, Willy Brandt für sich zu vereinnahmen, obwohl Honnecker der richtige Mann ist, auf den man sich berufen kann in der "Linkspartei".
    .
    Da es sich bei Teilen der Linken um ehemalige sPDler handelt, sehe ich Ihr Problem nicht. Sollten Sie oder die sPD irgend welche Rechte an Willy Brandts Hinterlassenschaften oder Äußerungen geltend machen, hätte ich dies gern belegt. Solange Sie dies nicht belegen können, hat die Linke mindestens ebenso das Recht sich auf Willy B. zu berufen wie die sPD bzw. kann die Linke sich berufen auf wen sie will. *lach*
  3. #192

    Zitat von andrews45 Beitrag anzeigen
    Da es sich bei Teilen der Linken um ehemalige sPDler handelt, sehe ich Ihr Problem nicht. Sollten Sie oder die sPD irgend welche Rechte an Willy Brandts Hinterlassenschaften oder Äußerungen geltend machen, hätte ich dies gern belegt. Solange Sie dies nicht belegen können, hat die Linke mindestens ebenso das Recht sich auf Willy B. zu berufen wie die sPD bzw. kann die Linke sich berufen auf wen sie will. *lach*
    Exakt. Unser sPD-Kurt fährt vermutlich auch die Linie, linke Foristen durch Dreistigkeit sprachlos zu machen (worin er genauso wenig Erfolg hat wie sonst auch).
    Willy Brandt würde jedem Agenda-Politiker und deren Claqueure vermutlich das Parteiprogramm um die Ohren hauen, wenn sie es wagen sollten, sich auf ihn zu berufen.
    Aber vermutlich kann ja unser Kurt die Frage beantworten, warum die sPD seit Schröder so einen kräftigen Aderlass an Mitgliedern und Wählern zu verzeichnen hatte und warum sowohl Mitglieder als auch Wähler in Scharen zur LINKEn (gleich nach dem Lager der Nichtwähler) gelaufen sind.
    Sogar ausgesprochen konservative Medien stimmen in der Einschätzung überein, dass die sPD keinesfalls mehr die Partei ist, die die ihr ursprünglich zugeschriebene Klientel der Arbeiter und einfachen Angestellten vertritt.
    Ob nun eine Merkel Kanzlerin bleibt, oder irgendein Stone, ist programmatisch Jacke wie Hose.
  4. #193

    Ach so sehen Sie das ...

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Ich wusste das schon vorher.

    Eben! Die Hälfte der Mitglieder der Bundesversammlung ist eben nicht gewählt, sondern wird von den Ländervertretungen nominiert. Das ist ein gewaltiger Unterschied! Somit entscheidet eben nicht der Wähler.
    Ach so sehen Sie das , alles klar Bob , in den Bundesländern wird ja auch nicht gewählt , setzen Sie sich auf den Hosenboden bitte und gehen Sie in sich bitte .

    Matthias
  5. #194

    dann sagen Sie doch , was Sie wirklich wollen

    Zitat von habgenugvondenlügen Beitrag anzeigen
    ... Ihrer Verrenkungen hier im Blog, werter cccatch, immer noch eine Wahl ohne "den Wähler" in Dt.
    Was denn nun, cccatch?
    Erst behaupten Sie, dass der BP von "dem Wähler" in Dt. gewählt wird.
    Und wenn Ihnen entgegnet wird, der Wähler in Dt. wählt keinen BP, kommen Sie mit:
    "Wie setzt sich denn die Bundesversammlung zusammen?"

    Sie wissen es doch, cccatch, aus 1250 plus xy Wahlmännern und -Frauen, die die demokratisch gewählten Parteien nominieren.
    1250 plus xy zugelassene und nominierte Wahlstimmen für die Wahl eines BP von Dt. machen ca. 0,02 Prozent aller Wahlberechtigten in Dt aus.
    Wenn ca. 0,02 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung den BP von Dt. wählen dürfen und diese von Parteien ausgesucht und nominiert werden, dann ist das eineindeutig keine Wahl "von dem Wähler" in Dt, wie Sie behaupten, sondern eine Wahl von Parteien in Dt. mit ihren ausgewählten Nominierten, bei der 99,98 Prozent aller Wahlberechtigten in Dt. nicht zur Wahl zugelassen sind.
    Demnach schon nach einfachster Rechenart - keine Wahl der Wähler in Dt.
    naja , ich kommentiere Ihren Kommentar nicht weiter , ich hab mal eine Frage an Sie , " wir haben ja nun alle ein Grundgesetz zumindest , eine Verfassung ist das noch nicht , sind Sie persönlich der Meinung , die Mehrheiten in den Bundesländern sind undemokratisch gewählt ?"
    Kommt mir persönlich fast so vor Sie denken genau das .
    Deutschland ist ein Bundesstaat und keine halbgewalkte Monarchie , oder ?

    Matthias
  6. #195

    Die Mitte und das Scheitern ....

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Exakt. Unser sPD-Kurt fährt vermutlich auch die Linie, linke Foristen durch Dreistigkeit sprachlos zu machen (worin er genauso wenig Erfolg hat wie sonst auch).
    Willy Brandt würde jedem Agenda-Politiker und deren Claqueure vermutlich das Parteiprogramm um die Ohren hauen, wenn sie es wagen sollten, sich auf ihn zu berufen.
    Aber vermutlich kann ja unser Kurt die Frage beantworten, warum die sPD seit Schröder so einen kräftigen Aderlass an Mitgliedern und Wählern zu verzeichnen hatte und warum sowohl Mitglieder als auch Wähler in Scharen zur LINKEn (gleich nach dem Lager der Nichtwähler) gelaufen sind.
    Sogar ausgesprochen konservative Medien stimmen in der Einschätzung überein, dass die sPD keinesfalls mehr die Partei ist, die die ihr ursprünglich zugeschriebene Klientel der Arbeiter und einfachen Angestellten vertritt.
    Ob nun eine Merkel Kanzlerin bleibt, oder irgendein Stone, ist programmatisch Jacke wie Hose.
    Ich finde Ihren Kommentar treffend .
    Alle Parteien wollen in die Mitte , das wird dann eng da , ist meine Meinung .
    Aber warum wollen alle Parteien in die Mitte ?

    Ich habe da 2 Thesen , erstens wollen bzw. versuchen die Parteien Konsens herzustellen , weil die Probleme und Herausforderungen immens sind , das ist ganz einfache Logik , wenns eng wird , rückt man erstmal zusammen .
    Meine zweite These ist , es fehlen einfach die Lösungsansätze und keiner traut sich den ersten Schritt zu machen , oder ? .

    Matthias
  7. #196

    #195

    Zitat von cccatch Beitrag anzeigen
    Ich finde Ihren Kommentar treffend .
    Alle Parteien wollen in die Mitte , das wird dann eng da , ist meine Meinung .
    Aber warum wollen alle Parteien in die Mitte ?
    Weil Wahlen in der Mitte gewonnen werden. Sie können ein noch so schickes Wahlprogramm haben, wenn Sie die Mitte der Bevölkerung nicht gewinnen, ist ihr Programm das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Folglich werden linke und auch rechte Parteien Zugeständnisse in Richtung Mitte machen müssen. Tun sie dies nicht, dümplen sie im 6-8% Bereich dahin.

    Zitat von cccatch Beitrag anzeigen
    Ich habe da 2 Thesen , erstens wollen bzw. versuchen die Parteien Konsens herzustellen , weil die Probleme und Herausforderungen immens sind , das ist ganz einfache Logik , wenns eng wird , rückt man erstmal zusammen .
    Sie verwechseln anscheinend Wahlverhalten und Herdentrieb.
    Lösungsansätze, die keine Mehrheiten finden, taugen anscheinend nicht so gut, wie man in kleineren Zirkeln glaubt.
    Konsens ist zwingend, um eine Wahl zu gewinnen. je größer der Konsens, umso größer die Chance, eine Wahl zu gewinnen.

    Zitat von cccatch Beitrag anzeigen
    Meine zweite These ist , es fehlen einfach die Lösungsansätze und keiner traut sich den ersten Schritt zu machen , oder ? .

    Matthias
    Dass man sich sehr wohl traut, hat zuletzt der sehr erfolgreiche, aber leider verkannte Kanzler Schröder eindrucksvoll bewiesen, als er den Grundstein für den heutigen wirtschaftlichen Erfolg legte.
    Er wurde abgewählt von Leuten, die sich heute weigern, einzugestehen, sich geirrt zu haben. Sie mäkeln stattdessen von irgendwelchen abstrusen Positionen herum in der Gewissheit, nie etwas von dem, was sie von sich geben, je beweisen, geschweige denn, umsetzen zu müssen.
  8. #197

    Zitat von cccatch Beitrag anzeigen
    Ich finde Ihren Kommentar treffend .
    Alle Parteien wollen in die Mitte , das wird dann eng da , ist meine Meinung .
    Aber warum wollen alle Parteien in die Mitte ?

    Ich habe da 2 Thesen , erstens wollen bzw. versuchen die Parteien Konsens herzustellen , weil die Probleme und Herausforderungen immens sind , das ist ganz einfache Logik , wenns eng wird , rückt man erstmal zusammen .
    Meine zweite These ist , es fehlen einfach die Lösungsansätze und keiner traut sich den ersten Schritt zu machen , oder ? .
    Matthias
    Ich denke, es hat auch hier wieder viel mit Psychologie zu tun. Der Deutsche hat Angst vor allem, was er für "extrem" hält und vor Veränderungen sowieso. Nur in der kuschligen "Mitte" fühlt er sich geborgen.
    Dabei merkt er gar nicht mal, dass die Parteien, die von sich behaupten, die Mitte zu vertreten - und das sind ja wohl fast alle im Bundestag (ich lach mich immer kaputt, wenn einer von der neoliberalen Einheitspartei den fast schon sprichwörtlichen Bäckermeister bemüht), eine Politik betreiben, die gerade diese Mitte erodieren lässt. Dafür wachsen die Ränder - oben und unten noch schneller.
    Und genau das will der Deutsche doch eigentlich nicht. Wenn man böse wäre, könnte man schadenfroh sagen: selbst schuld, wenn man wahlmäßig jedem nachläuft, der am lautesten schreit, er wäre die Mitte.
    Dabei wäre es doch relativ einfach. Einfach mal drauf achten, WER von WELCHER Regierungsentscheidung profitiert - "Cui bono?" - wie ich immer sage.
  9. #198

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Folglich werden linke und auch rechte Parteien Zugeständnisse in Richtung Mitte machen müssen. Tun sie dies nicht, dümplen sie im 6-8% Bereich dahin.
    Tja, Kurt, warum passiert dann aber genau das Umgekehrte? Die sPD entdeckt plötzlich wieder den Mindestlohn für sich (der aber immer, wenn sie an der Regierung war, kein Thema ist), die CDU merkt plötzlich, dass es noch eine Umwelt gibt und sogar in der FDP wird noch einem kleinem Rest bei den Schnüffelthemen unbehaglich.
    Alles nur geklaut - oft genug bei den LINKEn, die unveränderlich und ohne wie sPD und cDU zu mäandern, für den Mindestlohn sind, für den Schutz der Bürgerrechte und - um mal beim Thema zu bleiben - ebenso unveränderlich gegen den neoliberalen Gauck. Ihnen mag er ja ideal erscheinen, aber selbst in Ihrer Partei (und sicher auch bei den Grünen) gibt es wohl einige, die sich wie Trittin "öfter über ihn ärgern" werden. Mich interessiert bei der BT-"Wahl" eigentlich nur noch, wieviele Gegenstimmen Gauck aus dem eigenen Lager bekommt.
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Konsens ist zwingend, um eine Wahl zu gewinnen. je größer der Konsens, umso größer die Chance, eine Wahl zu gewinnen.
    Und um so toter die politische Landschaft. Sowas hatten wir schon mal - ist noch gar nicht so lange her. Inzwischen sind wir bald wieder bei diesem Ausmaß an "Konsens" und Abnickparlamentarismus angelangt. Wie man gestern wieder gesehen hat, setzt man inzwischen wohl besser auf die Justiz als auf die Legislative.
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Dass man sich sehr wohl traut, hat zuletzt der sehr erfolgreiche, aber leider verkannte Kanzler Schröder eindrucksvoll bewiesen, als er den Grundstein für den heutigen wirtschaftlichen Erfolg legte.
    Dass ich nicht lache! Wirtschaftlichen Erfolg FÜR WEN? Für all die Leute, die heuet HartzIV bekommen und deren feste Arbeitsverhältnisse in Leiharbeits-Jobs umgewandelt wurden? Schon mal mitbekommen, wie die Einkommensschere in diesem Land SEIT Ihrem hochgelobten Schröder auseinanderdriftet? Armut und insbesondere Kinderarmut haben in diesem, einem der reichsten Länder der Welt wieder ein Ausmaß angenommen, vor dem eigentlich nicht mal Sie die Augen verschließen könnten. Allerdings - wenn Sie jetzt den inzwischen immer gern genommenen Vergleich Deutschlands mit Dritte Welt Ländern pflegen wollen, bitte sehr.
    Genau DAS werden wir von Gauck zu hören bekommen: "Ach wie geht's uns doch gut! Beklagt Euch nicht! Zündet eine Kerze für Mutti Merkel und ihren Wegbereiter Schröder an! Freiheit, Freiheit, Amen!"
    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Er wurde abgewählt von Leuten, die sich heute weigern, einzugestehen, sich geirrt zu haben.
    Oh mann, sowas muss doch weh tun!? Wenn sich die Leute also alle geirrt haben, müsste doch die sPD kurz vor der absoluten Mehrheit stehen. Also da müssen Sie wohl irgendwo was verpasst haben.
  10. #199

    #198

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Tja, Kurt, warum passiert dann aber genau das Umgekehrte? Die sPD entdeckt[...]Genau DAS werden wir von Gauck zu hören bekommen: "Ach wie geht's uns doch gut! Beklagt Euch nicht! Zündet eine Kerze für Mutti Merkel und ihren Wegbereiter Schröder an! Freiheit, Freiheit, Amen!"
    Ich hab' absolut keine Lust,. die ollen Kamellen wieder aufzuwärmen.
    Jegliche Erwiderung darauf hieße, Ihre falschen Behauptungen zu akzeptieren. Sie müssen doch gemerkt haben, dass Sie und Ihre Partei mit ihrem Gezeter Niemanden mehr hinter dem Ofen vorlocken können.

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Oh mann, sowas muss doch weh tun!? Wenn sich die Leute also alle geirrt haben, müsste doch die sPD kurz vor der absoluten Mehrheit stehen. Also da müssen Sie wohl irgendwo was verpasst haben.
    Es könnte besser sein, ohne Frage. Solange es Kräfte innerhalb der SPD gibt, die den eigenen Erfolg schlechtreden, immer motoviert von interessierter Seite, wird es schwer sein, die Menschen zu überzeugen. Dass allerdings Sie sich soweit aus dem Fenster lehnen, verwundert schon. Ihre Patentrezepte überzeugen anscheinend nur 6-8% (im Westen nur 4%). Ich fürchte, es sind eher Sie, der was verpasst hat.








TOP



TOP