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Bundespräsidentenwahl: Linke liebäugeln mit Nazijägerin Klarsfeld als Kandidatin

ddp images/ SIPAEs wäre eine symbolische Kandidatur: Die Nazijägerin Beate Klarsfeld könnte auf Vorschlag der Linken gegen Joachim Gauck als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten antreten. Die Personalie ist noch nicht entschieden. Doch hinter den Kulissen werden mit ihr Gespräche geführt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816834,00.html
  1. #230

      

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Es geht um Grundwerte.
    Freiheit und Demokratie sind die beiden Beine auf denen unser Staat steht. Ohne diese beiden ist auch keine Solidarität möglich.

    Die Überhöhung der Solidarität schwächt die Freiheit und damit auch die Demokratie. Solidarität ist daher unter und nachgeordnet.
    Solidarität und Demokratie sind die beiden Beine, auf denen unser Staat steht. Ohne diese beiden ist auch keine Freiheit möglich.

    Die Überhöhung der Freiheit schwächt die Solidarität und damit auch die Demokratie. Freiheit ist daher unter- und nachgeordnet
  2. #231

    Zitat von Cotti Beitrag anzeigen
    Mit einer eigenen Kandidatur hielte Die Linke den Anschein einer echten "Wahl" immerhin aufrecht - allerdings hat sie keine Chance gegen die neue Nationale Front, die ihren Kandidaten nur noch pro forma bestätigen wird. Eigentlich müsste man diese Farce angewidert boykottieren.
    Was soll´s. Die Parteien vollziehen doch nur den Akt einer zwar verfassungsmäßig vorgeschriebenen, dennoch vollkommen überholten Intronisierung eines Placebo-Oberhauptes.

    Also, ich kann auch Leute empfangen...
  3. #232

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wäre eine symbolische Kandidatur: Die Nazijägerin Beate Klarsfeld könnte auf Vorschlag der Linken gegen Joachim Gauck als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten antreten. Die Personalie ist noch nicht entschieden. Doch hinter den Kulissen werden mit ihr Gespräche geführt.

    Bundespräsidentenwahl: Linke*liebäugeln mit Nazijägerin Klarsfeld als Kandidatin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Partei DIE LINKE, gemeinsam mit einer ehemaligen RAF-Terroristin, diskutierten und propagierten vor kurzem einen neuen Weg zum Kommunismus.
    In der Prager Erklärung zum Gewissen Europas und Kommunismus vom 3. Juni 2008, Prag, Senat des Parlaments der Tschechischen Republik (Prager Erklärung)
    wird unmissverständlich darauf hingewiesen:
    Eingedenk der Würde und der demokratischen Zukunft unseres europäischen Hauses,
    . in der Erwägung, dass Gesellschaften, die ihre Vergangenheit vernachlässigen, keine Zukunft haben,
    . in der Erwägung, dass Europa nicht vereint werden kann, wenn es nicht in der Lage ist, seine Geschichte zu vereinen, Kommunismus und Nationalsozialismus als gemeinsames Erbe zu erkennen und eine ehrliche und tiefgreifende Debatte über sämtliche totalitären Verbrechen des vergangenen Jahrhunderts zu bewirken,
    . dass, die kommunistische Ideologie direkt verantwortlich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist,
    . in der Erwägung, dass es erhebliche Gemeinsamkeiten zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus in ihrem schrecklichen Charakter und ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit bestehen,
    . in der Erwägung, dass viele der Täter, die Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen haben, noch nicht vor Gericht gestellt worden sind und ihre Opfer noch nicht entschädigt sind,
    glauben wir, dass Millionen von Opfern des Kommunismus und ihre Familien Anspruch auf Gerechtigkeit, Mitgefühl, Verständnis und Anerkennung für ihr Leiden haben, in der gleichen Weise wie die Opfer des Nationalsozialismus moralisch und politisch anerkannt worden sind.
    Es ist sehr ratsam, bevor DIE LINKE ihre Nazijäger ins Rennen schickt, zu klären und die Öffentlichkeit aufzuklären, welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Namen der kommunistischen Ideologie verübt worden sind, und wohin ihr "neuer Weg zum Kommunismus" führt.
  4. #233

    unglaublich

    Zitat von camemberta Beitrag anzeigen
    Diesem Kommentar schließe ich mich vorbehaltlos an.
    Und nicht nur für den Schießbefehl müsste es Ohrfeigen hageln, auch für das Hochhalten faschistoiden Gedankenguts in Form von Antisemitismus und Ausländerhass aufseiten vieler Linken.
    und wen wollen sie bei den linken dafür ohrfeigen, frau wagenknecht, oskar ernst gysi ?

    ausländerhass und antisemitismus hallo geht es noch, sie müssen nicht alles glauben, was die bild schreibt. himmel hergotts zeiten.
  5. #234

    Manchmal muss ich mich über Foristen

    Zitat von shizzobi Beitrag anzeigen
    des kann jetzt wohl nich wahr sein. Wie ideenreich. Die einen schicken ihren Stasijäger ins rennen und nun kommen die Linken und meinen damit was reissen zu können. Hr. Schramm wäre die bessere Wahl.
    wundern, mit denen ich politisch möglicherweise sogar übereinstimme: Schramm hat ja wohl abgelehnt - lesen Sie eigentlich einen Artikel, bevor Sie aus der Hüfte ein Posting abgeben? Sollen die Linken etwa Schramm nominieren, obwohl er abgelehnt hat, nur weil Sie es wollen? Ich denke, er würde sich für Ihre Fürsprache ganz schön laut und sarkastisch bedanken.

    Und Frau Klarsfeld ist ein verdammt guter Vorschlag - auch wenn er von der Linken kommt. Dass diese Gauck nicht wegen seiner neoliberalen Haltung ablehnen, sondern weil er Ihnen mit seiner Behörde auf die Füße ihrer teilweise sehr wohl belasteten Mitglieder getreten ist, ist eigentlich klar.

    Fleurs
  6. #235

    Zitat von turekat Beitrag anzeigen
    Sie sollten den Wikipedia-Artikel über Kiesinger vollständig lesen, dort heißt es unter anderem:

    "Für ihn sprach ein 1966 aufgetauchtes Protokoll des Reichssicherheitshauptamtes der SS aus dem Spiegel-Archiv, in dem es heißt, Kiesinger habe während seiner Tätigkeit in der rundfunkpolitischen Abteilung antijüdische Aktionen gehemmt und verhindert"

    Jeder weitere Kommentar erübrigt sich deshalb. Frau Klasfeld hat wohl auf Verdacht jemanden geohrfeigt.
    So? Dieser Satz bei Wikipedia ist ohne Quellenangabe, schon gemerkt?
    Stattdessen steht auf der Diskussionsseite bei Wikipedia folgender Satz:
    Langemann offenbarte, wie Geheimdienstler belastende NS-Dokumente über den damaligen christdemokratischen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (1966-1969) aus US-Archiven verschwinden ließen übrigens mit präziser Quellenangabe: DER SPIEGEL*3/1983 - Die Wende
  7. #236

    War das nicht der, der immer aufs Clo geht, um Erfolgserlebnisse zu haben?

    Zitat von Berlinjoey Beitrag anzeigen
    Ich hatte mich so auf eine Zweitkandidatur des Herrn Peter Sodann gefreut. Keiner hat glaubhafter den Zustand der Linkspartei repräsentiert, als er.
    "Ich löse auf dem Clo immer Kreuzworträtsel. Da habe ich dann immer gleich 2 Erfolgserlebnisse!"
    Ich kann Ihnen da in Ihrer Bewertung nur zustimmen!
  8. #237

    Zitat von Jay's Beitrag anzeigen
    Ich glaube kaum, dass das auf die jetzige Linke in dem engen Sinne zutrifft.
    Ich rede nicht pauschal von der LINKEN sondern von Teilen. Ich rede zum Beispiel sicher nicht von Petra Pau. Darüber kann man aber eben nicht vergessen wie Teile der LINKEN eine grundsätzlich natürlich zulässige und auch notwendige Kritik an der Politik des Staates Israel verwechselt haben mit einer pauschalen Israelkritik die auch vor Landkarten nicht halt machte auf denen Israel schlicht nicht mehr vorkam. Das ist keine legitime Kritik sondern Leugnung eines Existenzrechts, das hatten wir schon einmal. Auch beim geforderten Boykott von Waren aus Israel kann man den Tenor des "kauft nicht bei Juden" nicht verdrängen. Und was sich hier ein Kreisverband der LINKEN auch bildlich erlaubt hat ist unzweifelhaft antisemitisch.
    Antisemitisches Flugblatt: Duisburger Linke verbreitet Hetze gegen Israel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    "
    Verzwickte Antisemitismus-Debatte

    Der Streit über antisemitische Tendenzen in der Linkspartei verwischt: Unterschwellige Judenfeindschaft gibt es bei der politischen Linken schon lange."

    Linke und Israel: Verzwickte Antisemitismus-Debatte | Politik | ZEIT ONLINE
  9. #238

    Zitat von Vex Beitrag anzeigen
    Beide haben eine gewisse Zivilcourage gezeigt und sich auf illegale Art und Weise gegen ein System gewährt.
    Natürlich hat Stauffenberg mehr riskiert denn er hatte auch die höhere Bedrohung und das es die selbe Stufe ist will ich nicht behaupten aber es ist im Kern die selbe Motivation die zu den Taten führt.
    Das Beispiel sollte eigentlich nur zeigen das nicht alles was illegal ist (wie zB ein Attentat) per Deffinition moralisch verwerflich ist.
    Irgendwie muss ich hier gerade an einen Spruch von Anselm Kiefer denken, zum Thema Antifaschismus:
    "Man kann nicht in einer Zeit, wo es nicht viel kostet, anti zu sein, für sich ein Wort in Anspruch nehmen, was nur Sinn macht in einer Zeit, wo es das Leben gekostet hat, antifaschistisch zu sein."

    Und ob sich Frau Klarsfeld "geehrt" fühlt von einer Partei, die die Nachfolge (auch in personellen Dingen) einer Partei antritt, welche die Speerspitze des Bolschewismus darstellte, und deswegen auch nicht gerade frei von Sünde ist, wage (bzw. hoffe) ich zu bezweifeln. Die einzigen Linken die mit derzeit halbwegs sympathisch sind, sind die Piraten.

    Irgendwie scheint mir diese "Kanidatur" eine Art von Trotzreaktion der Linken zu sein, da man sich wohl irgendwie angegriffen fühlt, und jetzt auf gehobenen Niveau versucht zu antworten:"Selber doof!".
  10. #239

    Symbole

    Zitat von paretooptimal Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut, daß die LINKE einen eigenen Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl aufstellt. Aber doch bitte nicht Frau Klarsfeld. Nur weil sie damals Bundeskanzler Kiesinger eine geklebt hat und seitdem als "Nazijägerin" aktiv war, ist einfach zu wenig. Wer soll denn die wählen, außer vielleicht einig PG´s der LINKEN.
    Da das Bundespräsidentenamt ohnehin eher symbolischen Charakter hat würde eine Bundespräsidentin Beate Klarsfeld wie kaum jemand anderes den Bruch Deutschlands mit seiner Nazi-Vergangenheit glaubhaft repräsentieren.
    Daß die Bundesrepublik kein Nachfolger des SED Staats ist wird uns auch so geglaubt.








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